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Unitymedia Vodafone Station: DOCSIS Daten auslesen

Diskutiere Vodafone Station: DOCSIS Daten auslesen im Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz Forum im Bereich Internet und Telefon; Hallo Zusammen, Ich bin vor drei Wochen von Unitymedia 2Play120 (Connectbox) auf Vodafone CableMax 1000 umgestiegen. Die Hardware (Arris...

lumbermatt

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Hallo Zusammen,

Ich bin vor drei Wochen von Unitymedia 2Play120 (Connectbox) auf Vodafone CableMax 1000 umgestiegen. Die Hardware (Arris TG3442DE) kam auch relativ zügig nach Hause und der Anschluss wurde abends um 22 Uhr drei Tage vor Plan geschaltet (als die ConnectBox vom Netz flog und darauf hin ein no_service.bin Profil bekam war mir auch schnell klar was gerade lief), neue Hardware angeschlossen und alles ging dann auch wieder sofort.

Erster (unkritischer) Punkt : die ConnectBox schlummerte in meinem 10"-Schrank. Ihre Nachfolgerin hat so eine beknackte Form dass sie natürlich nicht rein passt und anscheinend eher als Ausstellungsstück / Status Symbol für das Wohnzimmer entwickelt wurde (siehe Red Dot Award). Vorab habe ich sie an die Wand im Keller neben meinem Schrank montiert (immerhin, Wandmontage Abstandshalter sind geliefert, war bei der CB nicht der Fall).

Dann kam die bittere Enttäuschung : DHCP und DNS sind in der Vodafone Station nicht abschaltbar (unfassbar !). Für PiHole Benutzer ist das ein absolutes Problem. Ich habe versucht das Thema zu umgehen indem ich den DHCP Scope auf eine IP begrenzt habe (192.168.0.2-192.168.0.2) und diese einzige Adresse statisch auf eine unbekannte MAC vergeben habe. Funktioniert, aber nur auf IPv4 aber der IPv6 DHCP vergibt munter Adressen weiter und kann nicht parametriert werden. Einen eigenen Router nachzuschalten (war bei der CB möglich) kann man auch vergessen da die Vodafone Station keinen Bridge Modus hat. Zusätzlich habe ich (wie andere hier im Forum) wiederkehrende Probleme mit Ping spikes nach ca. 1 Tag uptime der VFS. Ab 48 Std. wird das Problem so massiv dass ich es bei diversen Videokonferenzen im Home Office merke (es werden Tonstücke immer wieder abgehackt). Einzige Abhilfe ist den Rounter neu zu starten dann geht wieder alles gut.

Zum Hauptthema : ich hatte bei der ConnectBox (um mir den Weg durch die sehr langsame Webseite des Routers zu sparen wenn ich mir die DOCSIS Daten anschauen wollte) eine kleine Script Lösung zusammengebastelt um die DOCSIS Daten auszulesen und zu speichern. Ich hatte dafür das Python Modul connect_box benutzt. Bei der Vodafone Station gibt soviel ich gesucht habe kein vergleichbares Modul also habe ich versucht ein Ersatz dafür selber zu schreiben. Ich habe den Code veröffentlicht (siehe unten).

(Ich darf keine links posten also habe ich die Adresse hier anbei zusammengefasst) :
adressen.png

Vorab : das ganze ich sicher um Welten verbesserbar, ich bin selber nicht Profi mäßig bei Python unterwegs.
Die Webseite der login Seite der VFS ist Code-seitig das Grauen : der Code ist extrem komplex und respektiert nicht mal den selbst deklarierten HTML Standard. Die login Felder haben keinen Namen (nur eine Id) und sind nicht mal teils eines Formulars, der Link auf DOCSIS-Knopf ist total exotisch implementiert usw... . Ich habe mir sukzessive mit folgenden python Modulen die Zähne ausgebissen : request, mecanicalsoup und weitere. Am Ende blieb mir nur noch die "Keule" nämlich das Selenium Modul (Ressourcen technisch suboptimal).
Kurz erklärt (der Code ist kommentiert) : ein "headless" (ohne Fenster) Firefox wird aufgerufen und logt sich in die VFS ein und geht zu DOCSIS seite. Dort werden die Daten ausgelesen, die Kanäle sortiert und die einzelnen Werte bearbeitet und in zwei Tabellen gespeichert. Die Ausgabe schreibt die Wert downstream und upstream (da könnt ihr mal meine grausigen DOCSIS Werte sehen) :


Die Ausgabe kann auch durch einen pipe ( | ) gesendet werden z.B
Bash:
# zeigt die Kanäle an die 8QAM Modulation haben
./vodafone_station.py <password> | grep 8QAM
Bash:
# zeigt nur die OFDM Kanäle an
./vodafone_station.py <password> | grep OFDM

Der Code kann gerne weiterentwickelt werden (z.B Daten in eine Datei oder Datenbank schreiben) und falls jemand mehr Erfolg beim Login mit anderen Python Modulen haben sollte einfach den Code im Github ändern oder forken.

Viele Grüße und schönes Wochenende.
 

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boba

boba

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aber der IPv6 DHCP vergibt munter Adressen weiter und kann nicht parametriert werden.
Bei dhcpv6 gibts doch die Möglichkeit, dem dhcp Server eine Präferenz zu konfigurieren. Ein dhcpv6 Client, der Antworten von mehreren dhcpv6 Servern erhält, nimmt dann die Information mit der höchsten Präferenz. Mit etwas Glück ist beim dhcpv6 Server der Vodafone Station nicht die höchste Präferenz hardcoded, und du kannst im pihole eine höhere angeben. Beim isc dhcpv6 Server ist das:
option dhcp6.preference uint8;

The preference option informs a DHCPv6 client which server is ´preferred´ for use on a given subnet. This preference
is only applied during the initial stages of configuration - once a client is bound to an IA, it will remain bound to
that IA until it is no longer valid or has expired. This value may be configured on the server, and is digested by the
client software.
Wenn du das auf 255 stellst, ist das glaube ich die höchste Präferenz. Vielleicht reicht das ja, um die Vodafone Station zu übertrumpfen. Welche Präferenz die Vodafone Station hat, kannst du entweder mit nem Netzwerk-Trace herausfinden, indem du die Antwortpakete heraussuchst, oder bei einem Linux-Client steht die möglicherweise im System-Log vom Network-Manager, wenn er sich vom dhcp6 Server konfiguriert hat.
 

lumbermatt

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Wenn du das auf 255 stellst, ist das glaube ich die höchste Präferenz. Vielleicht reicht das ja, um die Vodafone Station zu übertrumpfen. Welche Präferenz die Vodafone Station hat, kannst du entweder mit nem Netzwerk-Trace herausfinden, indem du die Antwortpakete heraussuchst, oder bei einem Linux-Client steht die möglicherweise im System-Log vom Network-Manager, wenn er sich vom dhcp6 Server konfiguriert hat.

Danke, das mit der Präferenz kannte ich nicht. Ich habe mal etwas dhcp6 traffic erzeugt und dabei mit Wiresharck die Pakete angeschaut. Leider scheint bei dem eingebauten DCHP6 server (ISC Version 4.3.0 lt. Info in der VFS) die Präferenz 255 eingebaut worden zu sein.
Wireshark.png

Langsam fange ich doch zu denken das VF es so eingebaut hat um Fritten für 5 EUR pro Monat zu vermieten...
 
boba

boba

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Ich unterstelle den Herstellern dieser Geräte keine bösen Absichten, sondern eher gute: die Geräte werden absolut dau-sicher gebaut ohne jegliche Möglichkeit der kaputt-Konfiguration, damit niemand mit Halbwissen daran herumkonfigurieren kann und somit auch nichts verstellen kann. Die Standard-Konfiguration funktioniert für 90% aller Kunden und ist somit korrekt und sinnvoll. Leute, die davon was abweichendes haben wollen, müssen sich ein anderes Gerät zulegen. Die wissen das dann aber auch.

Soweit ich deine technischen Kenntnisse anhand dieses Threads einschätze, ist die Vodafone Station auch für dich das falsche Gerät. Du verschwendest deine Zeit damit etwas ändern und anpassen zu wollen, was mit diesem Gerät nicht geht. Ein anderes Gerät, das mehr Freiheiten erlaubt, ist vermutlich besser für dich. Sei es nun die Fritzbox für die 5 Euro teure Telefon Komfort Option, oder ein ganz anderes Gerät deiner Wahl über die Routerfreiheit. Ich persönlich wollte die Connect Box seinerzeit schon nicht und habe deshalb die Telefon Komfort Option genommen.
Die 5 Euro sind eben der Preis für die bessere Leistung, wobei diese Kosten gar nicht unbedingt höher sind im Vergleich zum Selbstkauf einer äquivalenten Hardware, wenn man das über eine übliche Nutzungdauer von 3-4 Jahren für solche Geräte ausrechnet und auch Stromkosten sowie Zeitaufwand für Support und ggf. Kosten für Ersatzgerät bei Defekt einrechnet.
 

lumbermatt

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Ich bin da auch deiner Meinung und das Herumprobieren war eher aus der "Tüftler" Ecke heraus gedacht als was anderes. Das man solche Geräte für den Otto-Normal-Verbraucher auslegt ist auch völlig in Ordnung aber vielleicht ist es Verbindung mit dem CableMax 1000 (was ja für den Privatkunden bei VF das Highend ist also schon Power User orientiert) schon extrem begrenzt ausgelegt. Die Fritzbox hätte als Standard Gerät mit dem CableMax 1000 schon mehr Sinn gemacht, aber das sind eher marketing technische Betrachtungen.

Das einzige was ich zur Zeiten der ConnectBox zu beanstanden hatte war ihr Wlan was bei mir Zuhause eine katastrophal schlecht Reichweite hatte. Ich kam vom DSL und meine alte Fritzbox 7362SL war bei Wlan Reichweite um Welten besser. Am Ende habe ich das Wlan abgestellt und durch ein Ubiquity UAP-AC-LR ersetzt (klar kostet mehr, aber das Ergebnis war durchaus bestens)

Das ich Wlan seitig schon versorgt bin, hatte ich eigentlich den Kauf einer Fritzbox 6591 (ca 250 EUR) nicht in betracht gezogen (war mir einfach etwas schade noch das WLAN abzustellen und die sie in mein Schrank zu montieren). Aber umgekehr wenn ich eine Lösung Modem + Router (z.B ein TC4400 und Ubiquiti ERLite-3) lande ich ca. beim selben Preis wobei die Performance nochmal verglichen werden sollte.

Auf einem Zeitraum von 36 Monaten (solchen Geräten unterstelle ich leider so eine niedrige Lebenserwartung) kommt man auf 180 EUR also günstiger als den sofort kauf.
 

thethirdburn

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Irgendwann mal soll der Bridge Modus auch für UM-Kunden kommen (in Alt-Vodafone-Bundesländern geht es schon, weil er über das Vodafone-Kundencenter aktiviert werden muss).
Vermutlich also, wenn UM-Kunden auch auf das Vodafone-Kundencenter umgestellt werden.
 

Holzlenkrad

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Die 5 Euro sind eben der Preis für die bessere Leistung, wobei diese Kosten gar nicht unbedingt höher sind im Vergleich zum Selbstkauf einer äquivalenten Hardware, wenn man das über eine übliche Nutzungdauer von 3-4 Jahren für solche Geräte ausrechnet und auch Stromkosten sowie Zeitaufwand für Support und ggf. Kosten für Ersatzgerät bei Defekt einrechnet.

Für die Komfort-Option zahlt man in der Garantie-Zeit einer FritzBox ca. 300€. Für 300€ bekommt man locker einiges an guter eigener Hardware (fast 2x FritzBox 6591 oder TC4400+sehr guten Router) und hat dann noch sehr viel Geld für einen eventuellen höheren Stromverbrauch übrig. Man darf auch nicht vergessen, dass eigene Geräte auch am Ende der Nutzungsdauer noch einen spürbaren Wiederverkaufswert haben.

Letztendlich dürfte es für viele Leute auch nicht unerheblich sein, ob der Provider eine direkte Wartungsschnittstelle in das eigene Netzwerk hat oder nicht...
 
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