@Reiner
eine Grenze zu Irland will KEINER haben, das ist nachteilig für das verbliebene Europa/Irland und ebenfalls England !
Was die Engländer hingegen NICHT wollen ist die Zollunion, welche im europäischen Modell automatisch dazu gehört. Diese verpflichtet England die selben Zölle zu verhängen wie der Rest von Europa, womit dann eine Grenzkontrolle entfallen kann. Das möchte man in little Britain aber nicht, man will mit anderen Ländern eigene Handelsabkommen (= Zollregelungen) schliessen und nicht an die Vorgaben aus Brüssel gebunden sein. So könnten dann bei niedrigeren UK-Zöllen die Waren über England günstiger in die EU gelangen, wenn es keine Grenzkontrollen gibt. Eine Zollunion massakriert den britischen Wunsch nach Selbstbestimmung dementsprechend ganz entscheident !
Welche Vorteile ihr hier seht ist mir unerklärlich. Im Rest-EU ist niemand daran interessiert, dass sich Vorteile eines Ausstieges zeigen könnten, welcher andere Länder auch zum Verlassen bringen könnte. Das Verfahren als solches bringt schon entschiedene Nachteile mit sich: nach der Absichtserklärung bist du nach 2 Jahren raus, egal wie ! hier muss keinerlei Einigkeit herrschen, es wird darüber nicht abgestimmt, die Rest-EU kann sich beim Verhandeln gemütlich hinsetzen und auf die Uhr gucken

ich wüsste auch nicht wirklich wie man es besser machen könnte, ansonsten, wir kennen alle Politiker, wäre so ein Verfahren in 30 Jahren nicht abgeschlossen, dennoch bringt es vor allem die Engländer in Zugzwang. Eine Verlängerung der Verhandlungen ist zwar möglich, benötigt aber die Zustimmung aller (jedes einzelnen) EU-Landes, was schon sehr schwer wird.
Zurück zur EU-Domain: die Vergaberegeln sind hier eindeutig: dot-eu nur für EU-Mitglieder. Anders als z.B. das beliebte dot-to (Tonga), welche diese Vorgabe bei der Landesdomain nicht hat. Heisst für Firmen, dass zumindest im Impressum eine EU-Niederlassung genannt werden muss als Kontakt. Ob hier ein Rechtsanwalt reicht... als Firma wird man zumindest in der EU (wo auch immer) als Gewerbetreibender eingetragen sein müssen und dementsprechend auch eine Steuererklärung abgeben müssen (selbst wenn in der EU nichts umgesetzt wird) die auch geprüft werden könnte = es bedeutet Arbeit = Kosten und wirft viele juristische Fragen auf: muss ein auf einer EU-Domain verkauftes Produkt den europäischen Richtlinien entsprechen, wie z.B. 2 Jahre Gewährleistung beinhalten ? (fällt mir jetzt nur ganz spontan als erstes dabei ein, gibt sicherlich noch ~5000 andere *g*).