Wie gesagt, dir reichen 15ms, mir wiederum nicht.
Du wolltest mit dem Thema hier wissen, ob unter Vodafone wirklich die Anschlüsse schlechter wurden.
Das Problem ist, dass fast jeder aus Gefühl antwortet (da gilt: "früher war alles besser"), nur die wenigsten haben konkrete Zahlen vor Augen.
Um Butter bei die Fische zu geben, eine anekdotische Datenlieferung meines Anschlusses (nicht verallgemeinerbar für gesamt Unitymedia/Vodafone) über die letzten 10 Jahre:

An der Stelle muss man sagen, ja, der Ping ist heute so hoch wie nie. Sehr konstant, d. h. nicht durch Überlastung zustande gekommen, sondern durch das eingesetzte Equipment generell. Die rote Linie mit 14.55 ms ist nicht der Durchschnitt, sondern die 95th percentile, d. h. 95% aller Messwerte liegen darunter oder mit anderen Worten: die obere Grenze, der schlechteste Ping im Tagesbetrieb. Der 10-Jahres-Durchschnitt sind die 12.33 ms. Der aktuelle Ping ist 13.00 ms.
Das Ende der Grafik im einzelnen:

Da wären wir also beim Durchschnitt heutzutage von 13.48 ms, und in den Abendstunden durchschnittlich knapp 16 ms.
Man kann zu allen Ping-Sprüngen in der ersten Grafik Änderungen an Hardware, Firmware oder Netzinfrastruktur finden. Ich habe nicht alles im Kopf, aber 2013-2016 wars die Fritzbox 6360 mit 4 Kanälen. Danach 6490 mit 24 Kanälen und diversen Firmware-Updates, bis glaube ich 2018 das Firmware-Update rauskam, das den puma 6-Bug ausreichend gefixt hat. Danach FB 6591 (2020) und viel Gebastel an der Kabel-Infrastruktur. Letzte Änderung Ende 2023, da gabs eine Änderung im Docsis-Upstream, seither sind die docsis 3.0 und 3.1 Kanäle überlappend und es gibt seither 2 docsis 3.1 Downstream Kanäle.
Die minimale Latenz hat sich von 9 ms auf 10 ms erhöht. Da ist also heute CMTS Hardware im Einsatz, die konzeptbedingt in Hardware 1 ms langsamer ist als frühere CMTS.
Das wellenförmige auf und ab in der unteren Grafik ist der Tag-/Nachtrhythmus. Abends Maximum, morgens Minimum.
Wenn also jetzt jemand sagt, es hat 16 ms am Abend, dann würde ich dem zustimmen. Ich persönlich spiele keine Shooter, von daher ist mir das egal, aber für Leute, deren Hobby niedrige Latenzen erfordern, kann das sicher ein Problem werden, wenn sie gegen Leute an DSL oder Glasfaser-Leitungen antreten, bei denen prinzipbedingt durch die geringere Anzahl von Kanälen niedrigere Latenzen auftreten.
Angepingt für diese Grafiken wird seit jeher die erste erreichbare ip Adresse innerhalb des Vodafone-Netzes, die in Traceroute auftaucht. Damit werden externe Einflüsse wie die Backbone-Anbindung des Ziels ausgeschlossen. Es ist die Latenz zwischen einem Endgerät in meinem privaten Netz und dem Backbone-Eingang innerhalb Vodafone. Es testet nicht den Vodafone-Backbone und nicht die Vodafone-Anbindung ins Internet, sondern umfasst so gut wie möglich nur die docsis Leitung zwischen Router und CMTS. Reale Pings ins Internet sind höher.