Re: Muss ich "Kabelblocker" in der Wohnung zulassen? <r><QUOTE author="nappi"><s>
</s>bei der datenrate ist ziemlich viel möglich bis zu 50 mbit bei quam 256 und muss ich dich daran erinnern das dann in mpeg4 gesendet wird ??? denke mal du weiss was das heisst, besseres bild mit weniger mbit.<br/>
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das signal ist robuster !!! also wird auch niciht ein so hoher fehler korrektur gebraucht, <br/>
die schlechteste variante um sie auch zu erwähnen läge bei 7,3 mbit<br/>
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bei 50 mbit in mepeg4 könnten locker 5 HDTV programme auf einen muxx kommen, Premiere HD sendet zeitweise nur 7 bis 8 mbit *gggg* die ÖR senden kein hdtv aber haben manchmal spitzen bis zu 9 mbit.<br/>
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die einführung von dvb-t2 wird viel früher sein als denn kabelanbieter recht ist, rtl bekommt nun von allen seiten vorgeworfen das sie einen unötigen zwischenschritt machen wollen und wer weiss vieleicht geht ja rtl in stuttgart mit dvb-t2 on air ??<br/>
denn receiver muss es ja bald geben denn in england startet es ja bald auch durch und italien testet auch schon fleissig die zukunft ist und bleibt SAT aber DVB-T2 wird es denn kabelanbeiter sehr schwer machen, denn wer will schon 16,90 für was bezahlen das er auch umsonst bekommen könnte ???<e>
</e></QUOTE>
... 50 Mbit/s ist ein rein theoretischer Wert. Beim verwandten DVB-C2 sind theoretisch bei Verwendung von 65536QAM Datenrate bis 108Mbit/s möglich.<br/>
In der Praxis werden diese Datenraten allerdings nicht realisierbar sein. Wenn man bei DVB-T2 das Verbreitungsgebiet nicht einschränken will, sind ca. 28 Mbit/s pro Kanal realistisch. Im Kabel dürften mit DVB-C2 max. 86Mbit/s, eher 68Mbit/s pro Kanal realisierbar sein<br/>
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Für MPEG4 wird kein DVB-T2/DVB-C2 benötigt, denn das ist bereits mit DVB-T/DVB-C möglich. Im Kabel werden derzeit nur HDTV-Programme in MPEG4 gesendet. Über DVB-T wird MPEG4 in Stuttgart für das neue RTL-Bouquet verwendet.<br/>
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Das DVB-T2-Signal ist bei gleichen Sendeparametern robuster. Dieser Vorteil relativiert sich allerdings wieder durch die Verwendung von empfindlicheren Modulationen. Bei DVB-C2 wird wie bei DVB-T2 auf COFDM gesetzt, womit die Bandbreite eines Kanals besser ausgenutzt werden kann. Bei 256QAM auf einem 8MHz-Kanal stehen mit DVB-C ca. 51 Mbit/s zur Verfügung, mit DVB-C2 sind es 54Mbit/s. Mit DVB-C2 ist das 256QAM so robust, wie bei DVB-C bei 64QAM, das 1024QAM-Signal wie bei DVB-C bei 256QAM.<br/>
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Für Kabelnetzbetreiber ist die Handhabung bei DVB-C2 flexibler, zumal man nicht mehr auf feste Kanalraster angewiesen ist. Aufgrund Geschäftsmodellen, bei denen der Kabelnetzbetreiber das Empfangsequiment zur Verfügung stellt, wäre der Umstieg auf DVB-C2 schnell erledigt. Er müsste lediglich die Receiver der Kunden austauschen. Bei DVB-T2 ist die Angelegenheit erheblich komplizierter, denn die Haushalte selbst müssen ihre alten Receiver entsorgen und neue DVB-T2-Receiver kaufen. Für einen Simulcastbetrieb fehlen die Kapazitäten. <br/>
Anders als z.B. in Großbritannien und Italien spielt die Terrestrik in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle, vor allem was den primären Empfangsweg angeht. Außerdem werden die bisherigen DVB-T-Kapazitäten vielerorts nicht ausgenutzt.<br/>
Ob in Deutschland überhaupt mal ein Umstieg auf DVB-T2 stattfinden wird, steht in den Sternen. Sollte ein Umstieg auf DVB-T2 in Erwägung gezogen werden, wird mit Sicherheit auch der Vebraucherschutz auf die Barrikaden steigen.<br/>
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In Stuttgart wird das RTL-Bouquet defintiv im DVB-T-Standard verbreitet. RTL setzt dabei auf MPEG4, womit dort 6 RTL-Programme (4 FreeTV und 2 Pay-TV) verbreitet werden. Aufgrund der Verwendung von MPEG4 können bisherige DVB-T-Receiver nicht genutzt werden. Die Programme werden in Conax verschlüsselt. Für die Nutzung der Programme ist ein Receiver erfoderlich, der die Signal entschlüsseln kann. Für die FreeTV-Programme fallen keine mtl. Kosten an. Die Pay-TV-Programme können im ersten Jahr ohne Abo gesehen werden, wobei nach 6 Monaten eine kostenlose Registrierung erforderlich sein wird.<br/>
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Wenn es wider Erwarten einen Umstieg auf DVB-T2 geben sollte, würde neue Receiver benötigt und die kommerziellen Sender dürften das für die Einführung eine Grundverschlüsselung ausnutzen. Eine Programmschwemme wird es ohne geeignete Geschäftsmodelle für die kommerzieller Sender nicht geben. Schon heute sind vielerots keine kommerziellen Programme über DVB-T verfügbar obwohl ausreichende Kapazitäten vorhandenen sind. Stattdessen wird mit dem Gedanken gespielt, die brachliegenden DVB-T-Kapazitäten für Internetversorgng in ländlichen Regionen zu nutzen.<br/>
Für kommerzielle Programmanbieter hat DVB-T ein schlechtes Kosten-/Nutzenverhältnis, vor allem wenn die Programmanbieter ihre Programme selbst verbreiten. Über Sat erreicht man mit wenig Aufwand viele Haushalte. Gleiches gilt für's Kabel. Im Kabel werden die Programme weiterverbreitet, womit den Programmanbietern Urheberentgelte zustehen. Gleiches gilt in Stuttgart auch für die RTL-Programme, die von Eutelsat VisAvision weiterverbreitet werden. Eutelsat VisAvision weitet damit ihre Kabelaktivitäten auf DVB-T aus.<br/>
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Ein Umstieg auf DVB-T2 liegt wie gesagt in weiter Ferne, denn es gibt derzeit keinen Bedarf für zusätzliche Sendekapazitäten. Die Verbaucher zu einem Kauf eines neuen DVB-T2-Receiver zu zwingen ohne dass der einen Mehrwert hat, ist in Deutschland nicht durchsetzbar.<br/>
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DVB-C2 wird erheblich früher eingeführt werden. Die Kabelnetzbetreiber können das stufenweise einführen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden nur noch DVB-C2-Receiver, die abwärtskompatibel kompatibel zu DVB-C sind, zur Verfügung gestellt. Später erweitert man einfach das Programmangebot, wobei die neuen Programme nur noch mit DVB-C2-Receiver zu empfangen sind. Das wird einige Kunden zum Tausch des Receivers bewegen, womit dann weitere Haushalte DVB-C2-fähig. Irgendwann kann man dann die noch verbliebenden Kunde auf DVB-C2 umstellen, in dem man ihnen einen entsprechenden Receiver zustellt.<br/>
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Über Kabel werden in Zukunft viele weitere Dienste zur Verfügung stehen und aus dem Grund kann man das Kabel nicht als Auslaufmodell bezeichnen. IPTV wird auch in den Kabelnetzen früher oder später zum Einsatz kommen, primär für echte Video-on-Demand-Dienste. Für IPTV ist das Kabel sowieso besser geeignet als DSL ...</r>