Ich wäre sofort bereit für einen Provider, der einen guten Service bietet mehr zu bezahlen...
Weißt Du, was ein Callcenter-Agent im Osten (teils auch im Westen) im Durchschnitt verdient? Bei einer 40h-Woche ca. 1400-1500€. Das Gehaltsniveau ist nicht darauf zurückzuführen, dass sich deren Arbeitgeber die Taschen vollstopfen (was nicht heißen soll, dass sie nichts verdienen). Sondern darauf, dass "Service" nicht zu viel Geld kosten darf, da man sonst schnell über den Preisniveau der Wettbewerber liegt.
Ich glaube Dir, dass Du selbst bereit wärst, mehr zu zahlen. So tickt mE aber nicht der Ottonormal-Bürger, der bei der Anbieterauswahl sich eher vom Preis als vom Ruf des Services lenken läßt. Glücklicherweise ist es auch nicht die Regel, mehrere Tage vom Netz abgeschnitten worden zu sein (wie in Deinem Fall), sondern er will ein paar banale Rechnungsfragen, Tarifwechsel, etc. erklärt bekommen.
Du hast zu recht festgestellt, dass im High-End-Sektor ein besserer Service vorzufinden ist. Das ist auch nachvollziehbar, weil die Servicekosten in deren Ausgaben eine untergewichtete Rolle spielt. Hingegen auf dem Telko-Markt, wo ein beinharter Wettbewerb (sprich Kostendruck) vorherrscht und der Kundenservice aufgrund der Masse an Anfragen einen großen Teil des Budgets einnimmt, ist der Abfall der Qualität fast eine logische Konsequenz. Insbesondere dann, wenn ein (potentieller) Kunde die Güte des Services nicht als Kaufkriterium sieht.
Ergo: wir bekommen den Service, den wir "verdienen"... :traurig: