Ein "Ei pellen" die sich nicht drauf! :smile: Netter Ausdruck, muss ich mir mal merken.
Aber um Himmels willen: Wer will schon sofort drauf los klagen? Nein - das sicher nicht. Mit welchem eiligen Ziel auch? Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Korrespondenz über eine Rechtsvertretung sich doch effizienter gestaltet als diejenige per Hotline. Schließlich muss ich das wissen - bin seit fast 15 Jahren selber eine. Nein, keine Hotline

, sondern eine Rechtsvertretung. Und wer - wohlgemerkt zurechenbar - über einen längeren Zeitraum eine Störung, also einen Mangel im Rahmen der Vertragserfüllung, offenbar negiert, glaubt man den diversen Erfahrungsberichten hier, muss sich nicht wundern, eben "Post vom Anwalt" zu erhalten.
Nochmal zum juristischen Teil. Sowas kann man auch Organisationsverschulden nennen. Die Hotline - immerhin kostenpflichtig - suggeriert eine schnelle Hilfe. Daran muss sich das Unternehmen messen lassen! Also kann und darf der Kunde erwarten, mit seinem Anliegen ernst genommen zu werden. Ergo gehört es zu den Pflichten des Vertragsunternehmens, vorliegende Störungen den Hotlinemitarbeitern alsbald nach Kenntnisnahme hiervon anzuzeigen, damit diese dann auch entsprechend den Kunden gegenüber reagieren können. Das vermeidet auch den ansonsten ja immer wieder anzutreffenden Hinweis auf ein angeblich defektes Modem oder ein zerschossenes Windows...
Der hier im konkreten Fall entstandene besonders heftige Ärger dürfte eben auch darauf zurückzuführen sein, dass die Mitarbeiter der Hotline sicherlich deutlich zu spät informiert wurden.
An sich hat sich das Thema jetzt aber insoweit erledigt, nur die Störung muss noch beseitigt werden, und alle sind wieder glücklich!
Nur mal am Rande, sozusagen off-topic: Man kann sich natürlich auch mal den einen oder anderen Gedanken darüber machen, weshalb die Kundenbetreuung häufig derart schlecht ist. Irgendwie haben wir uns das am Ende selbst anzukreiden. Im Streben nach immer billigeren (und die sind es dann auch im wahrsten Sinne des Wortes) Angeboten vollzieht sich ein ruinöser Wettbewerb. Da bleiben mal als allererstes die Mitarbeiter auf der Strecke; womöglich schlechte Schulung, womöglich schlechte Bezahlung - wenig motivierend!
Niemand verlangt, dass - wie bei mir vor noch nicht mal 6 Jahren - für einen DSL 700 irgendwas Anschluss mit Internet Flatrate knapp 50 € monatlich zu blechen sind. Allerdings wären mir (!) 5 oder auch 10 € im Monat mehr als derzeit zu zahlen wesentlich lieber, wenn ich dann einen wirklich funktionierenden, nach Möglichkeit kostenfreien Service "im Falle des Falles" in Anspruch nehmen könnte. Vielleicht entwickelt sich das ja mal irgendwann wieder in eine solche Richtung.
Wie gesagt, man kann mal drüber nachdenken.