- Überlegung: Neue Wohnung + Wieder Unitymedia + Fritzbox Beitrag #26
SpaceRat
Re: AW: Überlegung: Neue Wohnung + Wieder Unitymedia + Fritz
<r><QUOTE author="MisterT"><s>
Die grundsätzliche Voraussetzung ist immer, daß Du einen Dienst/Server in Deinem Netzwerk zuerst einmal von außen erreichbar - bei DS-lite halt eben über IPv6 - machen mußt, bevor Du ihn von außen ansprechen kannst.<br/>
Also beinhaltet das selbstverständlich auch die entsprechenden IPv6-Freigaben (Die besser "Firewall-Ausnahmen" heißen würden) in der Fritz!Box sowie ggf. einen DynDNS-Host für dieses Gerät (Als welchen Du einfach den entsprechenden <Gerät>.abcdefghijklmno.myfritz.net-Host nehmen kannst).<br/>
<br/>
Wenn das getan ist, kannst Du eben diesen Dienst/Server genauso von außen erreichen wie "früher". Die einzige Voraussetzung ist halt, daß Du dafür auch "außen" IPv6 brauchst.<br/>
<br/>
Der auf <B><s></s>irgendeinem<e></e></B> Rechner mit Dual-Stack-Anbindung laufende 6tunnel<br/>
"6tunnel <IPv4-Port> <DynDNS-Host Deines IPv6-Gerätes zuhause> <Port auf Deinem Gerät>"<br/>
macht dann Dein Gerät zuhause <B><s></s>zusätzlich<e></e></B> noch unter <Adresse/IPv4 von "irgendeinem Gerät">:<IPv4-Port> auch per reinem IPv4 erreichbar.<br/>
<QUOTE author="MisterT"><s>
Nur, wenn der eigentliche Ziel-Dienst bzw. -Server oder das ganze Zielgerät kein IPv6 kann.<br/>
<br/>
In dem Fall könntest Du ja normalerweise die o.g. Voraussetzung gar nicht erfüllen, also die, daß das Gerät per IPv6 von außen ansprechbar sein muß. Dieses Problem umgehst Du, indem Du ein anderes - IPv6-fähiges - Gerät innerhalb des Heimnetzes nutzt.<br/>
Dort richtest Du dann den in diesem Fall zweiten 6tunnel mit den Parametern -4 und -6 ein, also z.B.<br/>
6tunnel -4 -6 <IPv6-Port> <lokaler IPv4-Zielhost> <IPv4-Port auf dem Zielhost><br/>
und öffnest in der Fritz!Box für dieses "andere Gerät" den "IPv6-Port". Durch den zweiten 6tunnel wird dabei aber eben trotzdem das tatsächliche IPv4-Zielgerät erreicht.<br/>
<QUOTE author="MisterT"><s>
Ja.<br/>
<br/>
Hier mal eine schematische Darstellung, wobei ich folgende Nomenklatura verwende:<br/>
Server = Das Gerät im heimischen LAN, das von außen erreicht werden soll.<br/>
Client = Das Gerät irgendwo draußen in der Welt, welches den Server erreichen will.<br/>
Remote Proxy = Der Rechner im Internet, welcher über eine Dual-Stack-Anbindung verfügt und für IPv4-only-Clients als Relais in Dein Heimnetz dient (Dein "Root-Server")<br/>
Lokaler Proxy = Der Rechner im Heimnetz, welcher sowohl IPv6 als auch IPv4 beherrscht und als Hilfs-Relais für ein IPv4-only-Gerät im Heimnetz herhält<br/>
<br/>
Fall 1 - Server und Client können beide IPv6 (Best-Case):<br/>
Client --- IPv6 ---> Server<br/>
Zugriff von außerhalb also wie gewohnt direkt vom Client auf Deinen Server zuhause.<br/>
<br/>
Fall 2 - Server kann IPv6, Client nicht:<br/>
Client --- IPv4 ---> Remote Proxy --- IPv6 ---> Server<br/>
In diesem Fall greift der Client statt direkt auf den Server auf den Proxy zu, da er mangels IPv6 den Server selber nicht erreichen könnte.<br/>
<br/>
Fall 3 - Client kann IPv6, der Server aber nicht:<br/>
Client --- IPv6 ---> Lokaler Proxy --- IPv4 ---> Server<br/>
<br/>
Fall 4 - Weder Server noch Client können IPv6 (Worst-Case)<br/>
Client --- IPv4 ---> Remote Proxy --- IPv6 ---> Lokaler Proxy --- IPv4 ---> Server<br/>
<br/>
Ein Sonderfall für Fall 3 und Fall 4 ist übrigens, daß das Gerät an sich durchaus IPv6 kann, aber der zu erreichende Dienst nicht:<br/>
Auf den meisten Enigma2-Receivern wirst Du diesen Fall vorfinden, also daß das zugrundeliegende Linux zwar IPv6 kann und das Gerät auch eine öffentliche IPv6 erhält, aber z.B. das darauf laufende alte Dreambox-WebInterface oder CCcam sich nur per IPv4 nach außen öffnen.<br/>
Dadurch ändert sich am Schema nichts, außer daß Du den "lokalen Proxy" in diesem Fall auch direkt auf dem tatsächlichen Zielgerät laufen lassen kannst, denn das Betriebssystem (Linux) kann ja IPv6.<br/>
<br/>
Beispiel:<br/>
6tunnel -4 -6 80 127.0.0.1 80<br/>
auf einem Enigma2-Receiver laufend würde dafür sorgen, daß das WebInterface eben dieses Enigma2-Receiver sowohl per IPv6 (Durch 6tunnel) als auch per IPv4 (direkt) erreichbar wird.<br/>
<br/>
Aber Vorsicht:<br/>
Dadurch setzt man u.U. Sicherheitsmechanismen außer Kraft, denn wenn man als Zieladresse 127.0.0.1 bzw. localhost nutzt, dann denkt das WebInterface, daß der Zugriff lokal (also vom Receiver selber aus) erfolgt und fragt nicht mehr nach einem Passwort!<br/>
Also zur Sicherheit als Ziel trotzdem die lokale IPv4-Adresse nutzen, d.h. wenn der E2-Receiver die lokale IPv4 192.168.178.15 hätte z.B.<br/>
6tunnel -4 -6 80 192.168.178.15 80</r>
<r><QUOTE author="MisterT"><s>
</e></QUOTE></s>Musst denn 6tunnel auch ports frei schalten, oder geht das so?<e>
Die grundsätzliche Voraussetzung ist immer, daß Du einen Dienst/Server in Deinem Netzwerk zuerst einmal von außen erreichbar - bei DS-lite halt eben über IPv6 - machen mußt, bevor Du ihn von außen ansprechen kannst.<br/>
Also beinhaltet das selbstverständlich auch die entsprechenden IPv6-Freigaben (Die besser "Firewall-Ausnahmen" heißen würden) in der Fritz!Box sowie ggf. einen DynDNS-Host für dieses Gerät (Als welchen Du einfach den entsprechenden <Gerät>.abcdefghijklmno.myfritz.net-Host nehmen kannst).<br/>
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Wenn das getan ist, kannst Du eben diesen Dienst/Server genauso von außen erreichen wie "früher". Die einzige Voraussetzung ist halt, daß Du dafür auch "außen" IPv6 brauchst.<br/>
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Der auf <B><s></s>irgendeinem<e></e></B> Rechner mit Dual-Stack-Anbindung laufende 6tunnel<br/>
"6tunnel <IPv4-Port> <DynDNS-Host Deines IPv6-Gerätes zuhause> <Port auf Deinem Gerät>"<br/>
macht dann Dein Gerät zuhause <B><s></s>zusätzlich<e></e></B> noch unter <Adresse/IPv4 von "irgendeinem Gerät">:<IPv4-Port> auch per reinem IPv4 erreichbar.<br/>
<QUOTE author="MisterT"><s>
</e></QUOTE></s>Muss auf dem client quasi wohin geproxyt wird auch 6tunnel dann laufen oder nicht ?<e>
Nur, wenn der eigentliche Ziel-Dienst bzw. -Server oder das ganze Zielgerät kein IPv6 kann.<br/>
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In dem Fall könntest Du ja normalerweise die o.g. Voraussetzung gar nicht erfüllen, also die, daß das Gerät per IPv6 von außen ansprechbar sein muß. Dieses Problem umgehst Du, indem Du ein anderes - IPv6-fähiges - Gerät innerhalb des Heimnetzes nutzt.<br/>
Dort richtest Du dann den in diesem Fall zweiten 6tunnel mit den Parametern -4 und -6 ein, also z.B.<br/>
6tunnel -4 -6 <IPv6-Port> <lokaler IPv4-Zielhost> <IPv4-Port auf dem Zielhost><br/>
und öffnest in der Fritz!Box für dieses "andere Gerät" den "IPv6-Port". Durch den zweiten 6tunnel wird dabei aber eben trotzdem das tatsächliche IPv4-Zielgerät erreicht.<br/>
<QUOTE author="MisterT"><s>
</e></QUOTE></s>Wie sieht das dann mit dem traffic eig aus geht der dann für ipv4 1 zu 1 über mein root dann sich, wie bei einen proxy richtig?<e>
Ja.<br/>
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Hier mal eine schematische Darstellung, wobei ich folgende Nomenklatura verwende:<br/>
Server = Das Gerät im heimischen LAN, das von außen erreicht werden soll.<br/>
Client = Das Gerät irgendwo draußen in der Welt, welches den Server erreichen will.<br/>
Remote Proxy = Der Rechner im Internet, welcher über eine Dual-Stack-Anbindung verfügt und für IPv4-only-Clients als Relais in Dein Heimnetz dient (Dein "Root-Server")<br/>
Lokaler Proxy = Der Rechner im Heimnetz, welcher sowohl IPv6 als auch IPv4 beherrscht und als Hilfs-Relais für ein IPv4-only-Gerät im Heimnetz herhält<br/>
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Fall 1 - Server und Client können beide IPv6 (Best-Case):<br/>
Client --- IPv6 ---> Server<br/>
Zugriff von außerhalb also wie gewohnt direkt vom Client auf Deinen Server zuhause.<br/>
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Fall 2 - Server kann IPv6, Client nicht:<br/>
Client --- IPv4 ---> Remote Proxy --- IPv6 ---> Server<br/>
In diesem Fall greift der Client statt direkt auf den Server auf den Proxy zu, da er mangels IPv6 den Server selber nicht erreichen könnte.<br/>
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Fall 3 - Client kann IPv6, der Server aber nicht:<br/>
Client --- IPv6 ---> Lokaler Proxy --- IPv4 ---> Server<br/>
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Fall 4 - Weder Server noch Client können IPv6 (Worst-Case)<br/>
Client --- IPv4 ---> Remote Proxy --- IPv6 ---> Lokaler Proxy --- IPv4 ---> Server<br/>
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Ein Sonderfall für Fall 3 und Fall 4 ist übrigens, daß das Gerät an sich durchaus IPv6 kann, aber der zu erreichende Dienst nicht:<br/>
Auf den meisten Enigma2-Receivern wirst Du diesen Fall vorfinden, also daß das zugrundeliegende Linux zwar IPv6 kann und das Gerät auch eine öffentliche IPv6 erhält, aber z.B. das darauf laufende alte Dreambox-WebInterface oder CCcam sich nur per IPv4 nach außen öffnen.<br/>
Dadurch ändert sich am Schema nichts, außer daß Du den "lokalen Proxy" in diesem Fall auch direkt auf dem tatsächlichen Zielgerät laufen lassen kannst, denn das Betriebssystem (Linux) kann ja IPv6.<br/>
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Beispiel:<br/>
6tunnel -4 -6 80 127.0.0.1 80<br/>
auf einem Enigma2-Receiver laufend würde dafür sorgen, daß das WebInterface eben dieses Enigma2-Receiver sowohl per IPv6 (Durch 6tunnel) als auch per IPv4 (direkt) erreichbar wird.<br/>
<br/>
Aber Vorsicht:<br/>
Dadurch setzt man u.U. Sicherheitsmechanismen außer Kraft, denn wenn man als Zieladresse 127.0.0.1 bzw. localhost nutzt, dann denkt das WebInterface, daß der Zugriff lokal (also vom Receiver selber aus) erfolgt und fragt nicht mehr nach einem Passwort!<br/>
Also zur Sicherheit als Ziel trotzdem die lokale IPv4-Adresse nutzen, d.h. wenn der E2-Receiver die lokale IPv4 192.168.178.15 hätte z.B.<br/>
6tunnel -4 -6 80 192.168.178.15 80</r>