Vor allem für die Kabelnetzbetreiber wird es kritisch. Diese sollten m.E. dringend an technischen Lösungen arbeiten. Denn wenn alle von Störungen betroffenen Hausbesitzer ihre etwas "in die Jahre" gekommenen Hausverkabelungen erneuern müssen/sollen, stellen sicherlich nicht wenige auf SAT-Empfang oder begnügen sich z.B. mit DVB-T. Nach meiner Auffassung ist hier aber auch die Bundesnetzagentur zur Regulierung und Koordination eines störungsfreien Miteinanders in der Pflicht.
Die BOGESTRA hat mir zu dem Problem gerade u.a. folgendes mitgeteilt:
Um nun die Ursache Ihrer Störung zu ermitteln, sind folgende Schritte in Bezug auf den Kabelanschluss nötig:
1. Der Kabelprovider muss nachweisen, dass keine Einstrahlung in seine Anlage erfolgt.
2. Der Elektroinstallateur der Gebäudeanlage muss Einstrahlfestigkeit nachweisen.
3. Das Endgerät (TV, Radio, Anschlusskabel zur Wanddose) muss vom Endgerätehersteller als einstrahlfest zertifiziert sein. Dies wird meistens durch den Elektronikhändler bestätigt.
Sollten Sie bei diesen drei Gruppen keine Lösung des Problems finden, raten wir Ihnen, sofern es der Kabelprovider bzw. der Elektroinstallateur nicht schon veranlasst haben, die BNetzA zu benachrichtigen.
Der Kabelprovider hat sich zur Störung nicht näher geäußert bzw. zuckt mit den Schultern und schiebt den schwarzen Peter zur BOGESTRA, der Elektroinstallateur sagt Wanddose und Anschlusskabel sind einstrahlfest zertifiziert und die TV-Geräte von Sony & Co stammen vom Mediamarkt der diesbezüglich bejahend nickt.
Insofern war es schon richtig, die BNetzA einzuschalten...