Ich habe nie gedacht, was Du schreibst. Ich hatte doch gerade darauf hingewiesen, dass Box und Rufnummern ein Bundling als Zusatzoption darstellt. Jeder für sich muss sich überlegen ob er diese Zusatzoption buchen möchte und wenn ja aus welchem Grund. Mir ging es nie um die 3 Rufnummern sondern um die Box.
Ich bin seit 6 Jahren Unitymedia-Kunde. Vor 6 Jahren, das war wirklich so, konnte man keine eigene Hardware als Router verwenden. Man hatte das Gerät zu nutzen, dass der Provider zur Verfügung stellt bzw. der Provider konnte sich weigern Kundenhardware an sein Netz zu lassen. Inzwischen ist das alles anders. Der Provider muss eigene Hardware zulassen und wie dann die Zuordnung des Endgeräts zum Kunden erfolgt, das ist dann das Problem des Providers. Bei DSL-Modems ist das alles sehr einfach. Da bekommt man als Internet-Nutzer ein paar Daten, die stellt man ein und schon ist man mit dem Netz verbunden.
Ich habe zumindest bei dem von Unitymedia gemieteten Router noch nicht einmal das Menü gesehen in welchem ich irgendwelche Daten, auch wenn ich das überhaupt nicht will, verstellen kann.
Tatsächlich kann ich mich an die Erstanmeldung noch sehr genau erinnern. Ich habe den Router ausgepackt, ans Kabel gestöpselt und erst einmal ging nichts. M. E. haben die, da bin ich nicht sicher, eine Zuordnung der MAC-Adresse zum Kunden und können so individuell für jeden Kunden die notwendigen Aktualisierungen bzw. Zugangsdaten aufspielen.
So konnte ich auch nicht selber in meinem Router die Unterstützung eines Wifi-Hotspots aktivieren oder deaktivieren. Ich bin von Unitymedia gefragt worden und habe das verneint.
Das war nämlich noch zu einem Zeitpunkt, als die Frage der Störerhaftung diskutiert wurde. Damals war der Anspruch, wer das Endgerät zur Internetbenutzung anderen zur Verfügung stellt, die dann damit Straftaten begehen haftet mit. Er ist durch sein Endgerät der Störer gewesen.
Auch das hat sich, m. E. inzwischen weitgehend geändert. Zumindest wüsste ich nicht, dass noch irgendwer bei freien Accesspoints mit Passwörter und Zuordnung per Personalausweis und Co rumhampelt. Man setzt sich ins Straßenkaffee und kann, auf eigenes Risiko, ein freies WLAN nutzen.
Ich führe jetzt mal nicht aus, was ich mit eigenem Risiko meine. Darüber könnte man auch wieder ne irre lange Abhandlung machen
Das alles waren für mich damals Beweggründe zu sagen ich möchte kein eigenes Gerät anschließen sondern nutze das Gerät vom Provider. Da ich aber als DSL-Kunde bei einem anderen Provider über viele Jahre verschiedene AVM-Produkte zu schätzen gerlernt habe und die erweiterte Produktpalete mit DECT-Telefonen, Repeater und Smarthomegeräten von AVM ebenso gerne nutzen möchte, musste es eben nicht der Standardrouter von Unitymedia sondern der per Zusatzoption buchbare AVM-Router sein.
Die 3 Rufnummern waren mir mehr oder weniger egal.
Logischerweise interessiert mich daher jetzt auch eher das Sicherheitsproblem als diese 3 Rufnummern. Und ja, natürlich ist das Problem ganz einfach zu lösen. Ein Anruf bei der Hotline, die Zusatzoption zum nächsten möglichen Termin kündigen, natürlich fragen wie das dann mit dem Zugang eines eigenen Routers funktionieren würde und selbstverständlich sich ein solches Gerät kaufen, was wohl aktuell etwas schwierig zu sein scheint.
Die andere Alternative ist einfach mit dem Problem zu leben in der Hoffnung, dass man kein Angriffsziel darstellt.
Auch das muss jeder für sich selber entscheiden. Ja natürlich sind sämtliche anderen WLAN-Geräte auch betroffen. Ich weiß im Moment nur nicht so genau ob man über ein Fernseher, mal als Beispiel, oder eine Waschmaschine den Weg über den Router zum eigentlichen Angriffsziel, den Hauptrechner findet.
Gruselig ist es aber schon wenn man per WLAN Zugriff auf die Waschmaschine bekommt. Wenn die nicht nur Informationen sendet, sondern sich per WLAN programmieren lässt, dann ist das richtig übel. Auf der englischen Seite zum eigentlichen Problem werden 3 Angriffsszenarien demonstriert. Unter anderm wird da eine Lampe gehackt und dann ein- und ausgeschaltet.
Das Thema Sicherheit wird in der IT viel zu klein geschrieben. Ich bin seit vielen Jahrzehnten in der IT beschäftigt und ich kenne das Thema nur zu gut. Es lassen sich viele weitere Beispiele finden. Kaum einer wird wohl auch davon Notiz genommen haben, dass die Funkgeräte von Logitech eine Schwachstelle haben. Die ist weitgehend behoben, bedarf aber eben auch ein FIRMWARE-Update. Die Kunden werden darüber aber nicht informiert.
Das ist wohl dann doch etwas anders als die Rückrufe großer Autobauer, weil deren Hard- oder Software Probleme bereitet. Nun ja, da geht es dann auch um Menschenleben. Das ist in der IT wohl nicht nicht angekommen, dass es auch um Menschenleben geht, wenn man den Herzschrittmacher manipuliert oder aber den intelligenten Stromzähler manipuliert. Das sind nur zwei weitere Beispiele aus dem Themenkomplex Sicherheit.
Aber hey, ich wollte das jetzt gar nicht so sehr ausdehen.
Faktum ist jeder kann mit dem Stand der Information umgehen wie er will und mag. Erzwingen kann man mal gar nix
