Unitymedia Premiere verliert 124 000 Kunden (2. Update)

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08.08.06

Premiere verliert 124 000 Kunden (2. Update)

[jv] München - 124 000 Premiere-Kunden habe seit Januar dieses Jahres den Abo-Sender nach dem Verlust der Bundesligarechte verlassen, davon allein 79 000 im zweiten Quartal.

Das entspreche einem Verlust von 3,5 Prozent in den ersten sechs Monaten, teilte Senderchef Georg Kofler am Dienstag in München mit.

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Rund 70 000 Kunden hätten zwischen April und Juni ein Sonderkündigungsrecht gelten gemacht. Davon habe der Sender etwa 60 Prozent anerkannt und 40 Prozent abgelehnt. Konkurrent Arena, der am Abend seinen Sendebetrieb offiziell aufnehmen wollte, verkündete, die Rechte an der spanischen ersten Fußball-Liga erworben zu haben.

Danach zeigt der neue Bundesliga-Rechteinhaber ab 27. August die Begegnungen aus der Premiere Division. Zudem habe Arena die Rechte am spanischen "Königspokal", der Copa del Rey, erworben. In der spanischen Top-Liga sind unter anderem der FC Barcelona und Real Madrid vertreten.

Für Kofler ist der Deal "kein Beinbruch". Aus dem Verlust einer Liga "kann man jetzt keinen Trend ableiten", sagte er. Premiere zeigt Spitzenspiele der englischen, italienischen und französischen Top-Ligen. Kofler betonte, europäische Ligen machten "eher Sinn", wenn daraus Highlights gezeigt würden.

Insgesamt unterhielt Premiere zum 30. Juni Verträge mit 3,4 Millionen Abonnenten. Dies entspreche einem Zuwachs zum Vorjahresquartal von 3,9 Prozent, hieß es. Kofler bewertete den Rückgang als "ausgesprochen moderat" und "alles andere als dramatisch". Sein Sender habe seine Marktposition behauptet.

Unterdessen verteidigte die Eutelsat-Kabelplattform Kabelkios, dass zum Start der Bundesliga am Samstag voraussichtlich noch nicht alle Regionen in Deutschland Arena empfangen können. Die kleineren Kabelnetzbetreiber, mit denen Kabelkiosk verhandelt, sähen durch von Arena verlangte Minimumszahlungen ein erhöhtes Risiko, schrieb das Unternehmen an die Landesmedienanstalten. Derzeit werde aber "mit Hochdruck" an einer Lösung gearbeitet.

Die Deutsche Netzmarketing GmbH (DNMG) in Bonn verständigte sich derweil mit Kabelkiosk auf eine Einspeisung von Arena. In der DNMG sind 140 kleinere Kabelnetzbetreiber organisiert, die gemeinsam sieben Millionen Haushalte erreichen.

Trotz Konkurrenz will Kofler den Start der Bundesliga auf Arena am Samstag verfolgen. "Neugierig bin ich natürlich", sagte er. Parallel werde er auch die Bundesliga beim eigenen Sender sehen. Premiere produziert die Bundesliga-Übertragungen der Telekom für Internet-TV.

Zu Äußerungen von Arena-Geschäftsführer Dejan Jocic, der in einem Zeitungsinterview den Fortbestand von Premiere bezweifelt hatte, sagte Kofler: "Herr Jocic ist noch ein junger Mann. Hier verzeihe ich dann manche Äußerungen." Das beeinträchtige die Kooperation von Premiere mit Arena nicht. Premiere vertreibt Arena im Netz des Kabelbetreibers Kabel Deutschland.

In der Quartalsbilanz ist der Premiere tiefer in die roten Zahlen gerutscht als erwartet. Der Nachsteuerverlust zwischen April und Juni beträgt den Angaben nach 139 Millionen Euro. Grund seien buchhalterische Sondereffekte durch Abschreibungen, sagte Kofler. Zudem sei das operative Quartalsergebnis durch einen Sonderaufwand von 35 Millionen Euro für die Lizenz und Produktion der Fußball-WM belastet worden. Die Premiere-Aktie gab bis Mittag rund sechs Prozent nach. (ddp)

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/news/news_101187.html
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