- Anschluss HDD DVD Recorder an Digitalreceiver möglich? Beitrag #26
koax
Du gehst bei Deiner Vorgehensweise aber von einer Bearbeitung am PC aus.Genauso ist das mit den Aufnahmen auf dem HDD Recorder.
Beim einfachen Abspielen von der Festplatte des Recorders mag man den Unterschied zwischen 8 und 4,5 Mbit vielleicht nicht umbedingt sehen wenn man nicht genau hinschaut ( Der Threadstarter schaute hier wohl genau hin) oder wenn man eine "normale" Entfernung zum TV hat (Ich gucke aus knapp 2m auf nen 32 Zoll LCD. Da sieht man auch kleinere Qualitätsunterschiede). Aber ich bearbeite sie am PC nach (Schneide Werbung raus und die "Sicherheitsminuten" am Anfang und am Ende bei Timeraufnahmen ab) und rendere sie dann neu als mpeg.
8 Mbit Rohmaterial als 8 Mbit Mpeg gerendert sieht nachher auf dem TV definitiv viel besser aus als 4,5 Mbit Rohmaterial als 8 Mbit Mpeg gerendert.
Der klassische HDD-DVD-Rekorder verfügt aber in der Regel über keinerlei Möglichkeiten, direkt digital von einer externen Quelle aufzunehmen und nimmt also vom externen Receiver ein schon analog gewandeltes Signal auf, dass er wieder digital auf die Festplatte abspeichert. Herunter bekommst Du dann dieses Material wiederum nur über den Umweg des Brennen einer DVD, wo Du bei XP-Aufnahmen wiederum auf Kapazitätsprobleme stößt.
Für die meisten Nutzer sind die Schneidemöglichkeiten am Rekorder selbst zum Herausschneiden von Werbung und Cutten an Anfang und Ende selbst völlig ausreichend.
Wenn ich selbst tatsächlich Aufnahmematerial am PC individuell bearbeiten will, nehme ich vom Digitaltuner direkt digital über die bei mir vorhandene Netzwerkschnittselle des Receivers auf den PC auf. Fürs bequeme Aufnehmen eines Films vom Wohnzimmersessel aus, ziehe ich jedoch meinen HDD-DVD-Rekorder vor.
Deine Rendering-Beispiele treffen auch nicht des Pudels Kern. Es ging mir in meinem Einwurf um die Frage, wieviel Sinn es macht, 2-3 Mbit/s Quellmaterial vom Receiver analog an den Rekorder übermittelt dort mit 8 Mbit digital aufzuzeichnen. Dies umso mehr, wenn man vorhat, dieses mit 8Mbit digital aufgezeichnete Material anschließend wieder intern auf dem HDD-DVD-Rekorder auf eine DVD zu quetschen, was dann nur in echter Abspielzeit wegen der erforderlichen Renderung geht, man also noch nicht mal schnell eine DVD in 4 Minuten von der Festplatte brennen kann.
Ich halte für den Normalkunden bei der Qualität der heutigen digitalen Sendeqaulität im Kabel die Vorgehensweise, einen Film direkt flexible während der Aufnahme auf die Kapazität einer 4,7 GB DVD zu rendern und anschließend, wenn man will, in wenigen Minuten im Schnelldurchgang auf eine DVD zu brennen, zur Zeit für die praktikabelste Lösung.
Ich werde im Bekanntenkreis häufig bei Neuanschaffungen nach dem technisch Möglichen und Sinnvollen gefragt. Wenn ich da jemand raten würde, Quellmaterial erst auf den PC zu übertragen und dann eine DVD zu brennen, würde ich bei 80% auf staunendes Entsetzen stoßen. Schon ein normaler Konsumer HDD-DVD-Rekorder erschlägt doch in der Bedienung und den Einstellmöglichkeit die Aufffasungsgabe des durchschnittlichen Benutzers. Der will einfach aufnehmen, vielleicht noch Überflüssiges auf einfache Weise am Rekorder herausschneiden und anschließend brennen. Meistens beschränkt er sich sogar darauf, alles so wie bei der Aufnahme zu belassen und nur schnell bei Werbeeinblendungen vorzuspulen, weil ihm das Schneiden schon zuviel Aufwand ist.