Mal abgesehen davon, daß guthenberg verzweifelt nach einem Rezept sucht, um mit Birnen einen Apfelkuchen zu backen:
Bei der 7140 ging "echtes" Festnetz durchaus, wenn man sie per Firmware-Update zur "7160" aufgewertet hatte, der dann ggü. einer echten 7170 "nur" der externe S0-Bus und die dritte Fon-Buche fehlte.
Für mich wäre der externe S0-Bus zwar ein Killerkriterium (Und der einzige Grund, wieso ich überhaupt Witz!Boxen verwende, technisch betrachtet sind die nämlich Müll), aber in diesem Fall würde das ja reichen.
7140 zur 7170 flashen Man braucht dann halt noch ein Y-Kabel (Das liegt einer 7140 ja nicht bei) und kann den "echten" Festnetzanschluß aus dem Kabel-Modem in seine 7140 bringen.
Bei der 7240 ist der aktuelle Stand wohl, daß man zwar die 7270-Firmware aufgespielt bekommt (Und somit auch die Seiten zum Eintragen der echten Festnetznummer(n)), die Festnetzfunktionalität aber trotzdem nicht geht. Soweit ich die entsprechenden Threads im IP-Phone-Forum gelesen habe, hat die 7240 wohl eine eingebaute Frequenzweiche, so daß der Frequenzbereich für Festnetz schon an der Eingangsbuchse verlustig geht.
So, ich wollte es nur mal erwähnt haben. Praktischen Wert hat das für UM-Kunden nämlich nicht, denn selbst wenn man noch irgendwo eine 7140 rumfliegen hat, ist diese für Kabel-Internet zu schwach auf der Brust¹ (Bestenfalls am 16.000er Anschluß würde das Sinn ergeben).
¹Technisch eben Müll. Es gibt kaum einen Router, der so schlecht "routet" wie eine Witz!Box. Die sind dermaßen auf Kante genäht, daß sie unter Last zusammenbrechen und für kleinste Fürze eine neue rauskommen muß.
Alles vor 7270 z.B. synct ganz bescheiden an DSL. Das fiel früher nur deshalb nicht auf, weil die meisten Anschlüsse (zumindest technisch, also egal ob die Rechnung von jemand anderem kam) von der Telekom mit ihren rigiden Dämpfungsgrenzen realisiert wurden, so daß in Deutschland die DSL-Sync-Eigenschaften im Grenzbereich keine Rolle spielten. Solange auf Leitungen mit 14 MBit/s Leitungs"kapazität" nur DSL3000 geschaltet wurde, war es unerheblich, daß der Berliner Plastikmüll dabei lediglich 15 dB Störabstandsmarge hingekriegt hat, während gute DSL-Modems 20 dB geschafft hätten (Beides nur Beispielwerte), denn 6-9 dB reichen locker für eine stabile Verbindung.
Erst seitdem es vermehrt ratenadaptives DSL - primär von Telefonica, aber mit der Einschränkung, daß man für den richtigen Grenzbereich separat drum bitten muß, auch von Arcor/Vaderphone - gibt, fällt die schlechte Qualität der älteren Witz!Box-DSL-Modems auf, denn jetzt merkt man eben, daß mit einem Thomson SpeedTouch oder einem Arcadyan auf derselben Leitung eine höhere DSL-Geschwindigkeit erreicht wird.
Außerdem dimensioniert AVM die Leistung der Boxen so, daß sie
so gerade eben (eigentlich gehört hier noch ein "nicht" hin) für aktuelle Leitungen ausreicht. D.h. die 7170 z.B. packt so gerade eben noch DSL16000, solange nur ein alternder Windows PC dahinter klemmt. Eine 7170 kriege ich am DSL16000 dazu, alle paar Minuten in die Grätsche zu gehen und neu zu starten, indem ich einfach mal einem BitTorrent-Client freie Hand lasse (Sehr viele Verbindungen, die zudem in schneller Folge schnell auf- und abgebaut werden). Die Begrenzung der maximal "halboffenen Verbindungen" in Windows hat AVM letztlich den Ruf gerettet, denn ansonsten wären die älteren Fritz!Boxen zuhauf in die Knie gegangen, nachdem immer schnellere Rechner es auch Windows ermöglichten, Dampf auf der Leitung zu machen. Von der herausragenden Leistungsfähigkeit der 7170 können ja auch die UM-Kunden mit Telefon Plus bei mehr als 16000er Bandbreite ein Lied singen ...
Gelernt hat AVM daraus nix: Die 7390 bricht schon bei VDSL50 - das es ja mancherorts wirklich geben soll - zusammen und mußte beim Kunden reifen (Die alten Rezensionen hat Amazon gelöscht ...), die 7570 packt immerhin VDSL50 noch ganz gut. VDSL100 (Gibt es bei Wilhelm.Tel) packt keine Witz!Box ohne Zicken.
Die schlechte DECT- und LAN-Reichweite der Witz!Boxen ist schon legendär ...
Und über die hervornagende Qualität der Witz!Box 6360 brauche ich mich
hier wohl kaum auszulassen ...
Der Punkt ist: AVM hat noch nie von der Qualität der Produkte gelebt!
Die Fritz!Card (ISDN) hat sich nicht etwa (z.B. gegenüber Teles, damals Marktführer im Massenmarkt) durchgesetzt, weil sie super gewesen wäre. Ganz im Gegenteil, AVM hatte der Fritz!Card nicht einmal eine OS/2-CAPI (Mitte der 90er war OS/2 durchaus noch relevant, gerade was ISDN anging, z.B. wegen der ganzen Mailboxen) spendiert. Nein, der herausragende Unterschied war, daß man die Windows-CAPI "kostenlos" ziehen konnte, während man die CAPI von Teles über eine 0190-Nummer ziehen mußte, wodurch sich Teles auch nach dem Kauf der Karte ab und an noch die ein oder andere Mark (Für die Jüngeren hier: Die damalige Währung in Deutschland hieß "Mark") eingesackt hat.
Und genauso leben die Witz!Boxen nicht davon, daß es Spitzen-Router wären. Ganz im Gegenteil, wie oben aufgeführt. Vielmehr leben sie davon, daß sie einerseits besser als Produkte der meisten anderen Hersteller auf die Kuriositäten des dt. Telekomnunikationsmarktes ausgerichtet sind (z.B. Call by Call, Fax, ext. und int. ISDN S0, das schließt viele andere Routerfabrikate und -Modelle aus, da sowohl Fax als auch ISDN international kaum eine Rolle (mehr) spielen²), es viele Spielmöglichkeiten gibt und das, was im Horizont eines - frech gesagt - Dummusers liegt, einfach konfiguriert werden kann. Dafür fehlt es den Geräten an Leistung und schon den banalsten (semi-)professionellen Einstellungsmöglichkeiten (Fremd-DNS, z.B. Google DNS oder DNS-o-Matic; einem bestimmten Gerät gezielt eine
bestimmte IP per DHCP zuweisen lassen; usw.).
Toll sind die AVM-Witz!Boxen also vor allem aus Sicht der Anbieter: AVM gibt ihnen ein einzelnes Billigschrottgerät an die Hand, mit denen dann die Anbieter auf primitivster Grundlage (DSL+VoIP, am besten noch auf DSL2000-Bitstream(=Resale)-Basis) Drecksanschlüsse realisieren können, die sich trotzdem auf der Seite, an der der Kunde seine Geräte einsteckt, fast wie ein richtiger Telefonanschluß verhalten, inkl. der dt. Besonderheiten ISDN und Fax (via NetCAPI). Daß eine Witz!Box grundsätzlich zusammenbricht, bevor man die Leitung ans "Glühen" bringt, ist aus Sicht der Anbieter ja auch kein Nachteil ...
²Basierend auf der deutschen Idiotie, ein Fax als Dokument zu akzeptieren und somit oftmals als Mindestanforderung zu stellen. Man kann bei einem dt. Gericht Klage per Fax einreichen. Schickt man das selbe PDF direkt als eMail, statt es über den "SoftFax-Drucker" zu "druckfaxen", geht es nicht. Dabei ist es dann egal, wenn der Absender immer wieder ein und dieselbe Unterschrift in einen Text einfügt und als PDF an einen eMail-to-Fax-Dienst schickt oder über ein Software-Fax an den Empfänger "ausdruckt". Nein, es muß Fax sein, auch wenn ich dieses PDF in weitaus höherer Qualität auch gleich per eMail schicken könnte. Siehe hierzu auch die fantastische Verfügbarkeit von Fax-Software (Delrina/Symantec WinFax lief zuletzt auf Windows XP), entwickelt wird halt für den internationalen Markt.
Bei ISDN sieht es ähnlich aus: Die meisten Benutzer sehen in ISDN nur die zwei Leitungen, nicht aber die ganzen anderen Möglichkeiten. Daher spielt ISDN bei uns nur deshalb eine solch große Rolle, weil der Deutsche damit auch dann telefonisch erreichbar blieb, wenn er mit 64 kBit/s (oder per "Ruf-vor-Daten" sogar mit 128 kBit/s) im Internet surfte, während der Amerikaner schon per Kabel-Modem surfte. Zudem wurden im Ausland diverse Features, die sich auch ohne ISDN realisieren lassen, nicht künstlich auf ISDN-Anschlüsse beschränkt. Rufnummernübermittlung gab es hierzulande eben lange nur bei ISDN, möglich ist sie - wie man inzwischen auch hier sieht - genauso gut auch an einfachen Analoganschlüssen (Allerdings muß man bis heute bei der Telekom auf einen aktuellen Tarif (Mindestens Call Plus) wechseln, um die Rufnummer von Anrufern zu sehen, für alte "T-Net Standard"-Anschlüsse wird das Feature nicht freigeschaltet).