Der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia soll vor einer Umbennung in UPC stehen. 2011 könnte es soweit sein, berichtet der „Kontakter“ (Ausgabe vom 19. April). Die Amsterdamer Europazentrale des neuen Unitymedia-Eigners Liberty kommentierte diese Informationen gegenüber dem Branchendienst nicht. Ein Rebranding sei „derzeit kein Thema“, sagte eine Unitymedia-Sprecherin. Vielmehr stünden in diesem Jahr ein beschleunigter Netzausbau und neue Produkte im Vordergrund. „So arbeiten wir zum Beispiel intensiv an der Einführung von interaktivem Fernsehen, Catch-up-TV und Video on Demand“, wird die Sprecherin von dem Blatt zitiert.
Liberty-Eigner John Malone will dem Bericht zufolge – allen Dementis zum Trotz – langfristig weitere deutsche Kabelnetzbetreiber kaufen. Unitymedia solle dabei als „Vorzeigenetz“ die Bedenken von Kartellamt und Politik gegen Malones Expansionsdrang entkräften, hieß es weiter. In der Branche machen sich unterdessen weiter Bedenken gegen Libertys Markmacht breit. Vor allem kleinere Kabelnetzbetreiber bekämen offenbar die harte Hand der LGI zu spüren, schreibt der „Kontakter“. Verträge würden nur zu deutlich schlechteren Konditionen verlängert, die Aboerlöse für Sender reduziert, sei zu hören. Auch sollen Anbieter zur exklusiven Verbreitung ihrer Inhalte in UPC-Netzen gedrängt werden.
Quelle: InfoSat/