So einfach ist das auch wieder nicht. Die Aussage mit dem Modem stimmt grundsätzlich: Es gibt keine Zugangsdaten, außer der Hardware-Adresse des Kabelmodems. Diese wird bei der Installation vom Techniker bei UM gemeldet und freigeschaltet. Falls ein Modem gestohlen werden sollte, kann dieses also auch wieder kinderleicht gesperrt werden. Dann kann der Dieb sich das Modem an die Wand nageln.
Dazu kommt, dass das natürlich nur im Einzugsgebiet von UM funktionieren kann. Ich bin mir ebenfalls nicht sicher, ob ein Kabelmodem für das gesamte UM-Netz freigeschaltet ist, oder nur für die Kopfstation des konkreten Anschlusses. Ich wollte das immer mal mit meinem Schwager ausprobieren, der ein paar Städte weiter wohnt und auch bei UM ist.
Ferner könnte man zumindest die Kopfstation sehr leicht ermitteln, an die das Kabelmodem angeschlossen wurde. Ich habe leider keine Zahlen wie viele Haushalte ca. an einer Kopfstation hängen (Clustergröße). Aber zumindest könnte man das Gebiet eingrenzen, in dem sich das Diebesgut (nicht zwangsläufig der Dieb) aufhält. Inwiefern man genauer messen kann in welchem Haus ein bestimmtes Modem angeklemmt ist, weiß ich nicht. Ich denke aber nicht, dass das so leicht aus der Ferne funktionieren wird, wenn man selbst für einen Kabelbruch angeblich von Haus zu Haus muss (Aussage aus anderem Thread). Die Telekom hat damals sehr genau messen können auf welchem Meter der Strecke ein Problem vorlag (Fremdspannung auf der Leitung) und zielgenau den Bürgersteig aufgemacht. Nur ist ein Kabelende physikalisch etwas anderes als ein funktionierendes Gerät in einem Kabelstrang zu lokalisieren.
Bei einer FB 6360 könnte ich mir vorstellen, dass man die Konfiguration auslesen bzw. ändern könnte, so dass man das WLAN eindeutig identifizieren (eindeutige SSID vergeben) und dann durch herumfahren orten kann.
So, genug spekuliert