- Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest Beitrag #1
HNIKAR
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Zu meiner großen und positiven Überraschung ist KabelBW auf Platz 2 und Unitymedia auf Platz 3 hinter der Telekom und noch vor Vodafone gelandet;
http://www.connect.de/ratgeber/festnetztest-8-provider-im-haertetest-1279040.html
Auch wenn derartige Tests immer mit ein bisschen Vorsicht zu genießen sind, ist das - wie ich finde - ein durchaus respektables Ergebnis.
Zumindest befindet man sich auf einem guten Wege. Hoffen wir, dass dieser vom neuen Gemeinschaftskonzern auch weiterhin so konsequent beschritten wird.
Das geht aber nur, wenn endlich Geld in den Netzausbau gesteckt wird, nicht nur in die Neukundenakquise...
Besonders Interessant ist für mich das Ergebnis in Puncto Telefonie. Obwohl ich ein ausgesprochener NGN- und VoIP-Hasser bin,
nehme ich beruhigt zu Kenntnis, dass sich hier zumindest die Deutsche Telekom, die richtigen Gedanken gemacht und in die Realität umgesetzt hat.
Vor vier Jahren (da war ich Kunde bei der DTAG-Tochter Congstar) sah das wirklich noch katastrophal aus.
Doch gerade die KNB haben hier - zumindest theoretisch - alle Möglichkeiten noch aufzuholen oder sogar zu überholen, da sie hierfür aus meiner Sicht die bessere Technologie besitzen.
Es kommt jedenfalls nicht ganz von ungefähr, dass man derzeit vermehrt von der marketingwirksamen "First-Line-Qualität" bei VoC im Koaxkabelnetz liest.
Neben der grundsätzlichen Zuverlässigkeit und durchschnittlichen Verfügbarkeit kommt der höheren verfügbaren Mindestbandbreite in Zukunft die entscheidende Bedeutung zu!
Und hier kann bzw. könnte das Koaxkabel schon heute alle Vorteile für sich verbuchen und diese Ausnutzen. Doch die derzeitige Umsetzung ist leider noch ein wenig rückständig.
Wenn man mit NGN/VoC gegen konventionelles ISDN anstinken will, dann braucht man hierfür einen eignen Datenkanal, der mindestens 128 kbit/s pro Sprachkanal (das doppelte von ISDN) bietet.
Über diesen Datenkanal dürfen allerdings niemals Internetdaten laufen, damit für den Sprachkanal immer die voll bereitgestellte Bandbreite ausschließlich für VoIP-Telefonie zur Verfügung steht!
D. h. pro paralleler Sprachverbindung bzw. "Pseudoamtsleitung" muss diese Bandbreite rund um die Uhr (und am besten noch ohne Disconnect = echter "First-Line-QoS") zur Verfügung stehen.
Und damit kommen wir zum großen Problem für die konventionellen DSL-Anbieter;
Ein eigenständiger Datenkanal für die Telefonie ist natürlich nur dann sinnvoll bzw. überhaupt erst möglich, wenn dann immer noch ausreichend Bandbreite für den Internetzugang übrig bleibt.
Bei vielen DSL-Anschlüssen ist das aber nicht der Fall. Die o. g. 128 kbit/s gelten nämlich sowohl für den Up- als auch für den Downstream. Und da wird es dann haarig.
Um "Endverbraucher-ISDN" mit 2 Amtsleitungen vollwertig zu ersetzen benötigt es nämlich mind. 256 kbit/s Bandbreite im Up- und Download.
Von DSL light bis DSL 1k ist das ganze somit von vorn herein unrealisierbar. Darüber hinaus wäre es zwar denkbar, bedeutet aber einerseits einen schweren Schlag ins Bandbreitenkontor
und ist andererseits trotz theoretisch ausreichender Bandbreite oft nicht realisierbar, da die physikalischen Gegebenheiten des Anschlusses einfach zu schlecht sind.
Ich habe vor ein paar Monaten erst erlebt, wie VoIP von 1&1 gnadenlos am DSL 1,5k-Anschluss meines Bruders versagte. Und der hatte nur eine einzige Pseudoamtsleitung gebucht.
Der Ausweg für ihn - er wechselte auf meinen Rat hin zur Telekom und buchte sich das kleinste DSL-Paket mit klassischem Analoganschluss. Keine Probleme mehr mit Telefonie.
Inzwischen hat er VDSL 25 und behält seinen Analoganschluss auf seinen ausdrücklichen Wunsch trotzdem. VoIP kommt ihm nicht mehr ins Haus.
Ergo: Unter einer soliden DSL 2k-Leitung kann man das alles vergessen. Die KNB kennen solche Schmalspurprobleme nicht, da genügend Bandbreite zur Verfügung steht.
Ein ebenso wichtiger Punkt sind die Latenzen auf der Strecke zum SIP-Server. Alles über 10 ms ist für Telefonie absolut inakzeptabel.
Elektromagnetische Störeinflüsse, Übersprechen, sind weitere Probleme der Kupferdoppelader die im Koaxkabel grundsätzlich eine geringere Rolle spielen.
Optimal ist unter beiden Gesichtspunkten natürlich Glasfaser. Die Telekom ist hier mit FTTH ja schon fleißig dabei...
Das alles bekommt man heute und in Zukunft aber nicht von VoIP-Anbietern wie 1&1, Vodafone, Telefonica O² & Co., sondern höchstens von willigen Breitbandkabelanbietern und T-FTTH.
Sobald Privathaushalte an Datenleitungen angebunden sind, deren Eigenschaften Qualitäten mit denen von LAN-Verbindung vergleichbar sind, hat NGN/VoIP eine echte Chance.
Bis es so weit ist, bleibt es allerdings lediglich eine billige Sparlösung für Anbieter, die kein Geld für gescheite TK-Technologie haben oder sich scheuen, dafür Geld in die Hand zu nehmen.
Ich persönlich möchte mich jedenfalls nicht mit einer Telefoniequalität abgeben, vor der sich schon meine Groß- und Urgroßeltern mit ihrem state-of-the-art Analoganschluss gescheut hätten.
Und wenn ISDN irgendwann mal Geschichte ist, dann erwarte ich von UPC Germany, dass mir gefälligst ein zu 100 % adäquater Ersatz dafür geboten wird!
Auch wenn mir das dann - dank Zwangsöffnung des Kabelnetzes :zwinker: - via Komplettpaket von Telekom oder Vodafone angeboten werden sollte. :naughty:
Will sagen:
Liebe KNB - macht bitte im Telefoniebereich weiter und bleibt nicht stehen! Ihr wärt heute schon in der Lage eine Telefonieleistung anzubieten, die mit ISDN mindestens mithalten kann.
Congstar bietet z. B. heute schon - ohne Aufpreis - bei DSL 8k - 16k vier parallele Gespräche gleichzeitig an. Warum nicht auch im Kabel?
Der Upload muss halt mal auch im Kabel hoch. Wenn man unter der Prämisse nur 1-2 % der Kabel-Kapazität für Telefonie freihalten würde, dann könnte man die Festnetzer doch alle einsacken.
Nur als Beispiel: In 'nem 150er-Paket von Unitymedia wären so für einen Privathaushalt unauslastbare 15 parallele Telefongespräche möglich. Das entspricht einem halben ISDN-PMX! :brüll:
http://www.connect.de/ratgeber/festnetztest-8-provider-im-haertetest-1279040.html
Auch wenn derartige Tests immer mit ein bisschen Vorsicht zu genießen sind, ist das - wie ich finde - ein durchaus respektables Ergebnis.
Zumindest befindet man sich auf einem guten Wege. Hoffen wir, dass dieser vom neuen Gemeinschaftskonzern auch weiterhin so konsequent beschritten wird.
Das geht aber nur, wenn endlich Geld in den Netzausbau gesteckt wird, nicht nur in die Neukundenakquise...
Besonders Interessant ist für mich das Ergebnis in Puncto Telefonie. Obwohl ich ein ausgesprochener NGN- und VoIP-Hasser bin,
nehme ich beruhigt zu Kenntnis, dass sich hier zumindest die Deutsche Telekom, die richtigen Gedanken gemacht und in die Realität umgesetzt hat.
Vor vier Jahren (da war ich Kunde bei der DTAG-Tochter Congstar) sah das wirklich noch katastrophal aus.
Doch gerade die KNB haben hier - zumindest theoretisch - alle Möglichkeiten noch aufzuholen oder sogar zu überholen, da sie hierfür aus meiner Sicht die bessere Technologie besitzen.
Es kommt jedenfalls nicht ganz von ungefähr, dass man derzeit vermehrt von der marketingwirksamen "First-Line-Qualität" bei VoC im Koaxkabelnetz liest.
Neben der grundsätzlichen Zuverlässigkeit und durchschnittlichen Verfügbarkeit kommt der höheren verfügbaren Mindestbandbreite in Zukunft die entscheidende Bedeutung zu!
Und hier kann bzw. könnte das Koaxkabel schon heute alle Vorteile für sich verbuchen und diese Ausnutzen. Doch die derzeitige Umsetzung ist leider noch ein wenig rückständig.
Wenn man mit NGN/VoC gegen konventionelles ISDN anstinken will, dann braucht man hierfür einen eignen Datenkanal, der mindestens 128 kbit/s pro Sprachkanal (das doppelte von ISDN) bietet.
Über diesen Datenkanal dürfen allerdings niemals Internetdaten laufen, damit für den Sprachkanal immer die voll bereitgestellte Bandbreite ausschließlich für VoIP-Telefonie zur Verfügung steht!
D. h. pro paralleler Sprachverbindung bzw. "Pseudoamtsleitung" muss diese Bandbreite rund um die Uhr (und am besten noch ohne Disconnect = echter "First-Line-QoS") zur Verfügung stehen.
Und damit kommen wir zum großen Problem für die konventionellen DSL-Anbieter;
Ein eigenständiger Datenkanal für die Telefonie ist natürlich nur dann sinnvoll bzw. überhaupt erst möglich, wenn dann immer noch ausreichend Bandbreite für den Internetzugang übrig bleibt.
Bei vielen DSL-Anschlüssen ist das aber nicht der Fall. Die o. g. 128 kbit/s gelten nämlich sowohl für den Up- als auch für den Downstream. Und da wird es dann haarig.
Um "Endverbraucher-ISDN" mit 2 Amtsleitungen vollwertig zu ersetzen benötigt es nämlich mind. 256 kbit/s Bandbreite im Up- und Download.
Von DSL light bis DSL 1k ist das ganze somit von vorn herein unrealisierbar. Darüber hinaus wäre es zwar denkbar, bedeutet aber einerseits einen schweren Schlag ins Bandbreitenkontor
und ist andererseits trotz theoretisch ausreichender Bandbreite oft nicht realisierbar, da die physikalischen Gegebenheiten des Anschlusses einfach zu schlecht sind.
Ich habe vor ein paar Monaten erst erlebt, wie VoIP von 1&1 gnadenlos am DSL 1,5k-Anschluss meines Bruders versagte. Und der hatte nur eine einzige Pseudoamtsleitung gebucht.
Der Ausweg für ihn - er wechselte auf meinen Rat hin zur Telekom und buchte sich das kleinste DSL-Paket mit klassischem Analoganschluss. Keine Probleme mehr mit Telefonie.
Inzwischen hat er VDSL 25 und behält seinen Analoganschluss auf seinen ausdrücklichen Wunsch trotzdem. VoIP kommt ihm nicht mehr ins Haus.
Ergo: Unter einer soliden DSL 2k-Leitung kann man das alles vergessen. Die KNB kennen solche Schmalspurprobleme nicht, da genügend Bandbreite zur Verfügung steht.
Ein ebenso wichtiger Punkt sind die Latenzen auf der Strecke zum SIP-Server. Alles über 10 ms ist für Telefonie absolut inakzeptabel.
Elektromagnetische Störeinflüsse, Übersprechen, sind weitere Probleme der Kupferdoppelader die im Koaxkabel grundsätzlich eine geringere Rolle spielen.
Optimal ist unter beiden Gesichtspunkten natürlich Glasfaser. Die Telekom ist hier mit FTTH ja schon fleißig dabei...
Das alles bekommt man heute und in Zukunft aber nicht von VoIP-Anbietern wie 1&1, Vodafone, Telefonica O² & Co., sondern höchstens von willigen Breitbandkabelanbietern und T-FTTH.
Sobald Privathaushalte an Datenleitungen angebunden sind, deren Eigenschaften Qualitäten mit denen von LAN-Verbindung vergleichbar sind, hat NGN/VoIP eine echte Chance.
Bis es so weit ist, bleibt es allerdings lediglich eine billige Sparlösung für Anbieter, die kein Geld für gescheite TK-Technologie haben oder sich scheuen, dafür Geld in die Hand zu nehmen.
Ich persönlich möchte mich jedenfalls nicht mit einer Telefoniequalität abgeben, vor der sich schon meine Groß- und Urgroßeltern mit ihrem state-of-the-art Analoganschluss gescheut hätten.
Und wenn ISDN irgendwann mal Geschichte ist, dann erwarte ich von UPC Germany, dass mir gefälligst ein zu 100 % adäquater Ersatz dafür geboten wird!
Auch wenn mir das dann - dank Zwangsöffnung des Kabelnetzes :zwinker: - via Komplettpaket von Telekom oder Vodafone angeboten werden sollte. :naughty:
Will sagen:
Liebe KNB - macht bitte im Telefoniebereich weiter und bleibt nicht stehen! Ihr wärt heute schon in der Lage eine Telefonieleistung anzubieten, die mit ISDN mindestens mithalten kann.
Congstar bietet z. B. heute schon - ohne Aufpreis - bei DSL 8k - 16k vier parallele Gespräche gleichzeitig an. Warum nicht auch im Kabel?
Der Upload muss halt mal auch im Kabel hoch. Wenn man unter der Prämisse nur 1-2 % der Kabel-Kapazität für Telefonie freihalten würde, dann könnte man die Festnetzer doch alle einsacken.
Nur als Beispiel: In 'nem 150er-Paket von Unitymedia wären so für einen Privathaushalt unauslastbare 15 parallele Telefongespräche möglich. Das entspricht einem halben ISDN-PMX! :brüll: