wüßte ich gerne mal, ob die o.g. Firmware-Version STD6.01.12 schon von mehreren Kunden gesichtet wurde und ob darin jetzt auch der Bridge-Modus freigeschaltet wurde
Ich habe die Firmware STD 6.01.12 schon ein paar Wochen drauf (bei KabelBW in Südbaden) und bekomme keinen Bridge-Modus im Menü angeboten.
Die Features hängen aber wesentlich von dem gerade aktiven Konfigurationsfile zusammen. Dieses holt sich der TC7200.U beim Aufbau der Online Verbindung verschlüsselt per TFTP vom Netzbetreiber ab, und ist nicht einsehbar. Nach einem Werksreset per Knopf und abgehängtem Koaxkabel hat mein TC7200.U noch die ganzen Menüpunkte im "Fortgeschritten"-Menü gemäß Bedienungsanleitung drin, wie DMZ, Filter und UPnP. Nach erstmaligem Aufbau der Online Verbindung und Download der Konfiguration sind dann die meisten Menüpunkte aus dem "Fortgeschritten"-Menü verschwunden. Dafür wird das Auswahlfeld "IPv6-Firewall" eingeblendet.
Richtig beobachtet, aber technisch nicht ganz korrekt.
Per TFTP kriegt das Kabel-Modem seine DOCSIS-Einstellungen, das "CM Configuration File". Da steht dann drin, welche Kanäle das Modem benutzen darf, wieviel Bandbreite, usw. usf.
Beim Cisco EPC3212 kann man sich das Ding auch anzeigen lassen, z.B. auch die exakte maximale "Traffic Rate":
UpstreamMaximumSustainedTrafficRate = 5120000
= 5000 kBit/s = exakt 5 MBit/s bei hybrider Zählweise oder 4,88 MBit/s bei rein dualer Rechnung.
UpstreamMaximumSustainedTrafficRate = 112640000
= 110000 kBit/s = 110 MBit/s bei hybrider Zählweise oder 107,42 MBit/s bei rein dualer Rechnung.
Dieses Config File kann man dem Modem theoretisch auch anderweitig unterjubeln, z.B. um sich einen schnelleren und priorisierten Anschluß zu basteln, und in Amerika ist das in manchen Netzen auch möglich (gewesen), aber ordentlich gewartete CMTSen werden gefälschte Konfigurationen nicht akzeptieren (Weil man die Zertifikate nicht so leicht fälschen kann).
Das ist auch der Grund, wieso man in Deutschland kein eigenes Kabelmodem mitbringen darf (Es könnte kompromittiert sein), sondern das des Anbieters nutzen muß.
Die Konfiguration des Routers zieht sich dieser dann per
TR-069.
In der Wirkung ist das nicht viel anders als die von Dir beschriebene, aber es sind dennoch zwei unterschiedliche und getrennte Vorgänge.
Beide Arten der Konfiguration kann Dir der Provider jederzeit auf die Hardware schieben (Deshalb dauern Geschwindigkeitswechsel von der Beauftragung bis zur Schaltung ja meistens nur Minuten), in der Praxis wird die über TR-069 übertragene Router-Config aber nicht annähernd so oft übermittelt wie das Docsis-Config-File. Ich habe einem Bekannten vor geraumer Zeit in seiner Fritz!Box 6360 den Bridge-Modus und die IPv6-Konfiguration freigeschaltet und die Einstellungen sind auch immer noch da.
Das nur mal als kurze Klugscheißerei am Rande
Nichtsdestotrotz kann UnitymediaKBW natürlich jederzeit eine veränderte Konfiguration auf Dein TC7200 schicken, z.B. eine, in der der Bridge-Modus freigeschaltet wurde. Anderen Foren zufolge soll das auch durchaus vorkommen, also das KabelBW das auf Nachfrage tut.