Bei einer Satanlage hat man immer alle Sender die auf diesen Satelliten sind !
Beispiel Astra, man hat dann alle Sender die auf Astra Senden ALLE !
Offensichtlich hast Du keinen Plan wovon Du redest. SAT benötigt in der "Standardausführung" erstmal ein eigenes Kabel je Receiver; bei uns wären das mal locker 7 Strippen (je ein Fernseher im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro und Spielekeller, dazu ein Festplattenrecorder im Schlafzimmer, ein Twinrecorder im Wohnzimmer) mit der Option auf mehr (für die Kinderzimmer, wenn die Kinder mal volljährig sind, vorher gibt's da keine Fernseher).
Der Hausbesitzer müsste dafür also reichlich(!) Kabel neu verlegen, kaum ein Mieter wird es heute noch akzeptieren, genau EINEN Receiver, und den auch nur im Wohnzimmer, anschließen zu können. Mindestens im Wohnzimmer wird auch noch eine Aufnahmemöglichkeit (ein Programm sehen, ein anderes aufnehmen) gefordert sein.
Alternativ kommen Systeme zum Einsatz, die die Weiternutzung der "Altverkabelung" erlauben. Klassisches UNICable (DIN EN 50494) können inwzischen die meisten aktuellen DVB-S-Receiver (aber halt nicht alle), das erlaubt aber max. 8 Receiver pro Kabel. Auch das ist aber mit vielen bestehenden Verkabelungen inkompatibel, ein "Umbau" der bestehenden Verkabelung für die Erfordernisse von SAT ist häufig gar nicht möglich oder nicht wirtschaftlich.
Daher bedeutet "Gemeinschafts-SAT-Anlage" in den allermeisten Fällen, dass der Vermieter die "wichtigsten" Sender (je nach Preis/Qualität/Leistungsfähigkeit der SAT-Kopfstelle zwischen 10 und 30) rauspickt und nur diese in die bestehende Verkabelung eingespeist werden. Manche der entsprechenden Kopfstellen sollten mittlerweile sogar HD können; analog können sie immerhin alle (sprich, das DVB-S-Programm wird in ein analoges Matschbild verwandelt und ins Hausnetz eingespeist). Am TV kommt dann übrigens ein Analog- und ein DVB-
C-Signal an.
Fazit: SAT per Gemeinschaftsantenne ist i.d.R. etwas
völlig anderes als eine private SAT-Anlage. Man hat i.d.R. weiterhin monatliche Kosten über die Nebenkosten (die behält nun halt der Vermieter für den Betrieb der Gemeinschaftsanlage) und keineswegs das volle Spektrum der auf ASTRA verfügbaren Sender, sondern noch
deutlich weniger als bei UM. Dazu ist natürlich die Möglichkeit zur Internetnutzung per Kabel verbaut. Die Vorteile liegen zu 100% beim Vermieter, der Mieter hat in solchen Fällen ausschließlich Nachteile. Löbliche Ausnahmen gibt es sicher, grade in kleinen Objekten mit wenig Wohneinheiten, aber die sind eben genau das - löbliche Ausnahmen.
Bleibt nur zu hoffen, dass Mieter - bevor sie einer Umstellung auf Gemeinschafts-SAT zustimmen - auch immer vorher brav informiert werden, wie die technische Umsetzung erfolgen wird und was für Folgen das für sie hat, sonst kommt es gern mal zu einem bösen Erwachen.
Jörg