- DOCSIS - Internet mit weniger Freiheiten und Möglichkeiten Beitrag #1
GoaSkin
- Beiträge
- 1.319
- Punkte Reaktionen
- 1
Wir bemängeln, dass man bei Unity Media einen Zwangsrouter nutzen muss, versucht wird, Gebühren für WLAN Aktivierung zu kassieren und Neukunden nur DS-Lite benutzen können.
Was Unity Media und Kabel BW tun, ist jedoch auch bei Kabel Deutschland, kleineren Kabelanbietern wie Primacom und auch im Ausland üblich. Auch der größte spanische Kabelanbieter ONO verlangt eine WLAN-Aktivierungsgebühr auf dem Zwangsrouter.
Die Freiheit, beliebige Hardware einsetzen zu dürfen und damit eine PPPoE-Verbindung aufzubauen, die gibt es faktisch nur bei DSL-Anbietern. DS-Lite ist bei Kabelneukunden inzwischen fast die Regel; im DSL-Bereich unüblich.
Würden DSL-Anbieter anfangen, den Leistungsumfang derartig einzuschränken, würden sie ggf. Ärger bekommen, weil ihre Leistungen nicht dem marktüblichen Standards entsprechen. So wurde z.B. aus den Drosselplänen der Telekom erst einmal nichts. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Kabelanbieter sich hier zumindest stillschweigend auf einen niedrigeren Leistungsumfang als bei DSL einigen und diesen im Zweifel damit zu begründen versuchen, dass DOCSIS nicht DSL ist und darauf verweisen könnten, dass z.B. ein Mobilfunk-Internetzugang auch nicht dem Leistungsumfang eines DSL-Anschlusses entspricht. So muss sich der Kabelanbieter nur mit anderen Kabelanbietern vergleichen, die Internetzugänge unter ähnlichen Voraussetzungen anbieten. Zugleich lässt sich ja auch argumentieren, dass DOCSIS keine vom Kunden aufgebaute Verbindungen mit Autentifizierung kennt - was sich technisch mit der Zeit so standardisiert hat, aber im Prinzip kein Ding der Unmöglichkeit ist.
Kann es sein, dass DOCSIS/Kabelinternet ein Versuch ist, den Standard, den ein Kunde für seinen Internetzugang bekommt, zu senken und sofern es zu keinen gesetzlichen Regeln kommt - die Anbieter darauf hoffen, einen Freibrief zu erhalten, um auch auf Basis beliebiger zukünftiger Technologien nur noch kastrierte Zugänge anbieten zu dürfen?
Wenn dem so ist, dann wird die Frage, ob Kabelanbieter vom geplanten Gesetz gegen Zwangsrouter ausgenommen sind, entscheidende Weichen für die Zukunft der ganzen Branche stellen. Jede neue Technologie, die einen Internet Zugang ermöglicht, kann man dann bequem so gestalten, dass sie vom Routerzwang ausgenommen wird, eine Drossel erlaubt ist, Carrier-Firewall-Regeln aufgezwungen werden und. und. und.
Was Unity Media und Kabel BW tun, ist jedoch auch bei Kabel Deutschland, kleineren Kabelanbietern wie Primacom und auch im Ausland üblich. Auch der größte spanische Kabelanbieter ONO verlangt eine WLAN-Aktivierungsgebühr auf dem Zwangsrouter.
Die Freiheit, beliebige Hardware einsetzen zu dürfen und damit eine PPPoE-Verbindung aufzubauen, die gibt es faktisch nur bei DSL-Anbietern. DS-Lite ist bei Kabelneukunden inzwischen fast die Regel; im DSL-Bereich unüblich.
Würden DSL-Anbieter anfangen, den Leistungsumfang derartig einzuschränken, würden sie ggf. Ärger bekommen, weil ihre Leistungen nicht dem marktüblichen Standards entsprechen. So wurde z.B. aus den Drosselplänen der Telekom erst einmal nichts. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Kabelanbieter sich hier zumindest stillschweigend auf einen niedrigeren Leistungsumfang als bei DSL einigen und diesen im Zweifel damit zu begründen versuchen, dass DOCSIS nicht DSL ist und darauf verweisen könnten, dass z.B. ein Mobilfunk-Internetzugang auch nicht dem Leistungsumfang eines DSL-Anschlusses entspricht. So muss sich der Kabelanbieter nur mit anderen Kabelanbietern vergleichen, die Internetzugänge unter ähnlichen Voraussetzungen anbieten. Zugleich lässt sich ja auch argumentieren, dass DOCSIS keine vom Kunden aufgebaute Verbindungen mit Autentifizierung kennt - was sich technisch mit der Zeit so standardisiert hat, aber im Prinzip kein Ding der Unmöglichkeit ist.
Kann es sein, dass DOCSIS/Kabelinternet ein Versuch ist, den Standard, den ein Kunde für seinen Internetzugang bekommt, zu senken und sofern es zu keinen gesetzlichen Regeln kommt - die Anbieter darauf hoffen, einen Freibrief zu erhalten, um auch auf Basis beliebiger zukünftiger Technologien nur noch kastrierte Zugänge anbieten zu dürfen?
Wenn dem so ist, dann wird die Frage, ob Kabelanbieter vom geplanten Gesetz gegen Zwangsrouter ausgenommen sind, entscheidende Weichen für die Zukunft der ganzen Branche stellen. Jede neue Technologie, die einen Internet Zugang ermöglicht, kann man dann bequem so gestalten, dass sie vom Routerzwang ausgenommen wird, eine Drossel erlaubt ist, Carrier-Firewall-Regeln aufgezwungen werden und. und. und.