Es ist nur so, weil das deutsche Kartellamt nur auf die Telefonie schaut.
Das kann ich jetzt so nicht nachvollziehen,denn der UM-KabelBW-Deal wurde aufgrund von Zugeständnissen im TV-Bereich (Wegfall der Grundverschlüsselung) erlaubt
Aber auch Telefonie-mässig ändert sich doch nichts am System: über Kabel habe ich bislang einen Anbieter, den Kabel-Provider (UM), völlig egal wie der nun heisst und in welchen anderen Regionen der Anbieter parallel Netze betreibt zu welchen Konditionen auch immer, für mich als Kunde ist das bedeutungslos
Telefonie- und Internet-mässig verlangt schon die Konkurrenz via Telefonkabel attraktive Preise für die Endkunden. Die Schnittmenge von potentiellen Kunden die nur Kabel haben, oder Kabel + "nur langsamen DSL-Anschluss" ist recht gering. Auch die Kabelanbieter bauen im ländlichen Bereich nicht grossartig aus, wenn sich mit 2km Kabel nur 3 Kunden erreichen lassen, zudem ist im ländlichen Bereich die Möglichkeit TV via Sat zu beziehen meistens deutlich einfacher als in Grossstädten und parallel bauen die Telefonkabel-Anbieter auch vorzugsweise Gebiete mit Kabelversorgung aus wegen der Konkurrenzfähigkeit.
Die Öffnung der Kabelnetze für Drittanbieter sehe ich aktuell nicht kommen in absehbarer Zeit, davon hört man hierzulande doch eigentlich nichts.
Gefahren eines Monopols sehe ich bestenfalls für die TV-Programmanbieter, welche vielleicht mehr unter Druck geraten, denn wenn diese keine Einigung über die Einspeisemodalitäten mit dem Kabelanbieter erzielen wäre das Programm gleich deutschlandweit via Kabel nicht mehr zu empfangen, was dem Kabelanbieter schon eine machtvollere Stellung einräumt bei Vertragsverhandlungen. IPTV ist vielleicht noch vorhanden, aber persönlich würde ich das nur sehr ungerne nutzen wollen und vielfach aufgrund zu geringer Internetgeschwindigkeit keine Option, der Marktanteil hält sich auch in Grenzen, via Internet halte ich eher die VoD-Anbieter für interessant.