Es folgt eine etwas längere Geschichte zum Thema Erdung.
Ich habe seit Herbst 2014 Internet und Tel. über Kabel (2Play 100). Der Anschluss in unserem EFH war lange unbenutzt, und ist im Zuge der Umstellung von einem Techniker einer Vertragsfirma von UM modernisiert worden.
Die Lochblechplatte mit den neue Verstärkern neben dem HÜP usw. ist mit einem Gelb-Grünen Draht mit der Haupterdungsschiene des Hauses verbunden worden. Ein doppelt galvanisches Trennglied zw. HÜP und dem Hausanschlussverstärker ist nicht gesetzt worden.
Die Haupterdungsschiene ist installiert worden, als wir im Jahr 2000 unser Haus renoviert haben.
Das Haus ist aus den 50er Jahren ist unterkellert und hat keine Beton-Bodenplatte und keinen Fundamenterder.
Als Erder (TN-C-S Netz) ist ein 2,5 m Kreuzerder verzinkt, nicht rostfreier Stahl direkt unter der HES durch ein vorher gestemmtes Loch im Estrich und die darunterliegende Ascheschicht ins Erdreich des Kellerbodens geschlagen worden.
Der Flachband-Stahlstreifen des Erders ist direkt mit der HES verbunden worden.
Es gibt keine sichtbaren Schutz-Binden um das Flachband an der Durchtrittsstelle durch die Reparaturstelle im Estrich.
Seit etwas einem halben Jahr gab es immer stärker werdende Störungen und Verbindungsabbrüche der Internet-Verbindung.
Ein Techniker hat nach einer Fehlermeldung dann den Hausverstärker und die Fritzbox (vorher 6360 nachher 6490) getauscht. Danach sah es etwas besser aus, aber die Störungen kamen immer wieder.
Um der Fehlerquelle auf den Grund zu gehen, habe ich zwischenzeitlich an allen zur Fritzbox gehenden Netzwerkkabeln die Metallschirmkragen der Stecker mit Tesafilm abgeklebt, um eventuelle Brummschleifen auszuschließen.
Das hat alles nichts gebracht.
Interessanterweise riss die Internet-Verbindung teilweise schon ab, wenn man auf der Lochblechplatte mit dem Hausanschlussverstärker irgendwelche Gerätschaften anfasste, oder an Kabeln herumzupfte...
Versuchweise habe ich eine etwa 1,30 lange vernickelte Stahlstange mit ca 8 mm Durchmesser aus der Bastelkiste als Hilfserder durch den Estrich unterhalb der Unitymedia Lochblechplatte ins Erdreich getrieben, und mit einem gelb grünen Draht (4 mm²) mit dem Lochblech verbunden.
Seitdem keine einzige Störung mehr! Vorher waren fast nie irgendwelche Kanäle mit 0 nicht korrigierbaren Bitfehlern in der Fritzbox Weboberfläche zu sehen. 586 MHz hatte häufig mehrere Millionen davon!
In 3 1/2 Tagen Laufzeit kein einziger nicht krr. Bitfehler. Die korrigierten Bitfehler sind gleichmäßig auf allen Kan. auf ca 14000 angestiegen ....
Könnte das ein Hinweis darauf sein, daß der eigentliche Erder des Hauses in den 16 Jahren unterirdisch vergammelt ist, und dringend erneuert werden sollte?
Oder sind vielleicht die 8 Meter Weg zwischen HES und Unitymedia Anschlussplatte zu viel, und der Potentialausgleich arbeitet dadurch nicht für alle Störungen, die abgeleitet werden müssten gut genug?