Nö. LISP ist was ganz anderes. LISP ist eigentlich ganz vereinfacht gesagt ein Tunnelprotokoll, wenn ich das richtig verstanden habe.
Kann man wunderbar nutzen um sich von einem LISP-Beta-Anbieter kostenlose statische IPv6 (und IPv4!) Adressen zu besorgen.
Ich habe da vor einiger Zeit ein statisches IPv6-/48er-Netz bekommen, und, noch viel wichtiger/besser, ein statisches IPv4-/28, also ganze 14 nutzbare öffentliche IPv4-Adressen.
Aktiviert man dann allerdings dieses LISP, läuft sämtlicher eingehender und ausgehender Traffic über diesen Anbieter, und das ist dann halt langsamer.
Man könnte allerdings evtl einen Raspberry als Endpunkt für den LISP-Tunnel nutzen - ein Raspi kann dann auch mit einem öffentlichen IPv4-Netz umgehen (anders als die Fritzbox) und man kann sich das Routing so bauen, dass die langsamen statischen IPs nur für eingehende Verbindungen genutzt werden.
Das Port Control Protocol allerdings soll in Zukunft, wenn es denn endlich sowohl von Endgeräten als auch von Unitymedia unterstützt wird, direkt Portfreigaben im Unitymedia-AFTR-Gateway anlegen können. Also nicht noch ein zusätzlicher Tunnel.
Ich fürchte aber, man wird über PCP trotzdem keine Server laufen lassen können, denn ich glaube nicht, dass UM es zulassen wird, dass sich jmd. die Systemports <1024 über PCP freigibt. Sonst gibt das noch "Krieg" um die Serverports wenn da was weiß ich wie viele Kunden an einem AFTR hängen.
Aber auch die Lösung mit "du kannst dir über PCP bis zu X noch nicht vergebene Ports aus dem Bereich 1024 - 65535 aussuchen" ist ja schon eine erhebliche Verbesserung zum aktuellen Zustand.