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Unitymedia Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Diskutiere Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? im Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz Forum im Bereich Internet und Telefon; Hallo, ich bin 2play 200/20 Bestandskunde mit der FB 6490, full Dual Stack und einer kleinen ISDN- und SIP-Anlage. Welche Vorteile bringt mir...
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #1

arent

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Hallo,
ich bin 2play 200/20 Bestandskunde mit der FB 6490, full Dual Stack und einer kleinen ISDN- und SIP-Anlage.

Welche Vorteile bringt mir der August 2016? Gibt es auf dem Markt bessere Kabelrouter als die 6490?

Wenn nicht, warum sollte ich die (quasi kostenlose) 6490 aufgeben und mir eine eigene "freie" FB kaufen? Welche Funktionen sind derzeit gesperrt, außer SIP?

P.S. Ich zähle mich zwar zu ambitionierten Usern, leide aber nicht an Paranoia ("Hilfe, UM könnte mein Haus über ihren Router steuern!") :)
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #2
Wenn du mit deinem Router von UM so in allen Belangen zufrieden bist, bringt es dir nur einen Vorteil. Du musst nicht warten bis UM die Updates von AVM einpflegt sondern kann sofort bei Rollout updaten.

Man muss ja nicht zwingend einen eigenen Router verwenden und kann auch mit denen leben die UM anbietet.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #3
Meines Wissens sind im UM-Land auf der 6490 folgende Dinge gesperrt:

- Telnet
- Eigene Updates einspielen
- DVB-C-Funktion
- Eigene SIP-Anbieter
- Paketmitschnitt
- Bridgemodus

Wenn du keine dieser Funktionen brauchst bzw. es dir egal ist dass du neue Updates immer erst nach einer halben Ewigkeit eingespielt werden, dann kannst du auch bei der 6490 von Unitymedia bleiben.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #4
Das ist genau das, was ich wissen wollte, vielen Dank!

Kann man die DVB-C Funktion nutzen, wenn man 2play hat? Und wie ist das technisch realisiert, IP-Stream?
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #5
Wenn du mit deinem Router von UM so in allen Belangen zufrieden bist, bringt es dir nur einen Vorteil. Du musst nicht warten bis UM die Updates von AVM einpflegt sondern kann sofort bei Rollout updaten.
Inzwischen hat sich meine Vermutung, dass das UnityMedia-Netzwerk nicht 100%-standardkonform ist, ja bestätigt. Mit der Vermutung, dass es am DS-Lite liegt lag ich aber weit daneben; dass es am Aufbau eines HotSpot-Systems liegt, hat mich selbst überrascht.

Ich gehe davon aus, dass das Firmware-Update fürs UnityMedia-Netz ein anderes ist als das für 100%-standardkonforme Netze und dass UnityMedia die Firmwarepatches nur deswegen nicht "zeitnah" eingespielt hat, weil AVM für UnityMedia ein eigenes Firmware-Update machen musste und damit eben erst ein bis zwei Monate später fertig wurde.

Wenn man einen eigenen Router hat, hat man dasselbe Problem; lediglich, dass man dann auf der AVM-Homepage vielleicht folgendes lesen kann:
Dieses Firmware-Update ist für das UnityMedia-Netzwerk leider nicht geeignet.
Falls Sie es dennoch installieren, haben Sie als UnityMedia-Kunde wahrscheinliche keine Internetverbindung mehr.
Ein Firmware-Update für UnityMedia-Kunden werden wir in drei Monaten nachliefern.

... oder wenn man Pech hat:
Dieses Firmware-Update ist für das UnityMedia-Netzwerk leider nicht geeignet. ...
Da nur wenige Geräte an UnityMedia-Kunden verkauft worden sind, ist kein Firmware-Update für UnityMedia-Kunden geplant.

Wenn man einen gemieteten/geliehenen Router nimmt, wird AVM das zweite nicht tun, so dass man sich wenigstens sicher sein kann, dass man überhaupt irgendwann ein Firmware-Update bekommt.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #6
Gegen diese wunderschöne Theorie spricht aber folgendes:

Nach der riesigen Sicherheitslücke in den Fritzboxen vor zwei (?) Jahren wurde ein Recovery-Image für die 6360 und 6320v1 geleakt - dieses Image enthält die Brandings "avm", "um", "kbw" - und hat auch sowohl bei mir als UM-Kunde, als auch (laut Berichten im Internet) bei KBW-Kunden funktioniert.

Also sind sämtliche Unterschiede nur im Branding festgehalten und müssen wohl kaum für jedes Firmwareupdate neu geschrieben werden.

Die Verzögerungen kommen immer nur durch die jahrelangen "Prüfungen" von Unitymedia.

Und selbst WENN es Unterschiede im DOCSIS-Protokoll bei Unitymedia geben SOLLTE - dann werden die einmal programmiert, und landen in jeder Firmware, und fertig. AVM wird nicht mit jedem Firmwareupdate den kompletten DOCSIS-Treiber komplett neu programmieren.

AVM hat außerdem auf Fragen nach den Verzögerungen mehrmals mitgeteilt, dass Unitymedia die betreffende Firmware schon lange erhalten hat - und ich traue AVM nicht zu, da die Kunden einfach so dreist anzulügen was das angeht.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #7
Warum Kabelrouter? Ein stinknormales DOCSIS3.0 Modem und dahinter Router egal - fertig.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #8
Gibt es denn eigentlich überhaupt schon brauchbare EuroDOCSIS3-Modems mit 24/8 Kanälen wie die 6490? 3208 und 3212 haben ja meines Wissens nur 8/4 ...
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #9
Meines Wissens sind im UM-Land auf der 6490 folgende Dinge gesperrt:

- Telnet
Ich habe zwar jetzt kein Kabelmodell einer Fritzbox hier, aber Telnet ist bei allen modernen Firmwares (Fritz-OS) seit vorigem Jahr gesperrt.
http://www.antary.de/2015/07/17/avm-fritzbox-neue-firmwares-ohne-telnet/
Das lässt sich zwar umgehen, was ich hier auch gemacht habe,ist aber letztlich für den Normalbenutzer nicht sehr praktikabel.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #10
Gibt es denn eigentlich überhaupt schon brauchbare EuroDOCSIS3-Modems mit 24/8 Kanälen wie die 6490? 3208 und 3212 haben ja meines Wissens nur 8/4 ...
Für EuroDOCSIS ist mir derzeit nur Hitron bekannt: http://www.hitrontech.com/doc/product/52/CDA-32372_Datasheet.pdf
Mir reichen jedoch 8x4, da mein Cluster start genug ausgebaut ist und selbst 400MBit/s durchkommen würden.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #11
Nach der riesigen Sicherheitslücke in den Fritzboxen vor zwei (?) Jahren wurde ein Recovery-Image für die 6360 und 6320v1 geleakt - dieses Image enthält die Brandings "avm", "um", "kbw" - und hat auch sowohl bei mir als UM-Kunde, als auch (laut Berichten im Internet) bei KBW-Kunden funktioniert.

Also sind sämtliche Unterschiede nur im Branding festgehalten und müssen wohl kaum für jedes Firmwareupdate neu geschrieben werden.
Soviel ich weiß wurde auf die TC7200s von UnityMedia ein Firmware-Update durch UnityMedia aufgespielt, ohne dass es ansonsten irgend einen Grund dafür gegeben hat.

Möglicherweise erlauben die UnityMedia-Router in deren Rechenzentrum derzeit beide Protokolle (ohne VLAN für Kunden, die noch kein Firmware-Update haben und mit VLAN für Kunden, die das HotSpot-Update bereits drauf haben). Schließlich müssen ja auch noch Kunden mit Altverträgen und reinem Modem noch versorgt werden.

Indem du darauf vertraust, dass die "normale" Firmware auch am UnityMedia-Netz läufst, geht man ein hohes Risiko ein. Ein Beispiel, was im schlimmsten Fall passieren kann:
  • UnityMedia muss noch vor dem 1. August die "Schnittstellenbeschreibung" offenlegen. Möglicherweise schreibt UnityMedia rein, dass eine UnityMedia-spezifische VLAN-Variante bei den Routern notwendig ist. Die Router im UM-Rechenzentrum erlauben aber noch "normales" DOCSIS.
  • Du schließst einen Vertrag am 1. August ab und entscheidest dich für einen eigenen Router. Du kaufst dir eine 6360 mit normaler Firmware.
  • Am 1. Oktober macht UnityMedia auf ihrem Router im Rechenzentrum ein Software-Update. Von diesem Moment an bekommen Router zuhause, die kein UnityMedia-spezifisches VLAN haben, plötzlich kein Internet mehr.
  • Du rufst bei UnityMedia an, warum es denn eine "Störung" im Netz gibt. UnityMedia teilt dir mit, dass es gar keine Störung gibt, sondern dass dein Router das Problem ist, da du einen inkompatiblen Router gekauft hast.
  • Du willst daraufhin einen Router mieten, aber UnityMedia vermietet Router nur, wenn man das bei Vertragsabschluss bereits so wünscht.
  • Wenn du Pech hast, bekommst du für die restlichen 22 Monate Vertragslaufzeit nirgends einen Router mit UnityMedia-spezifischem VLAN, so dass du 22 Monate lang fürs Internet bezahlen musst, ohne dass du es überhaupt nutzen kannst.
  • Zwei Monate nach Vertragsbeginn ist dein reguläres Rückgaberecht abgelaufen.
  • Ein Sonderkündigungsrecht hättest du in diesem Fall auch nicht, laut Gesetz wäre es nämlich Sache des Kunden und nicht des Providers, dafür zu sorgen, dass er einen kompatiblen Router irgendwo her bekommt. Und der Router, den du hast, ist nachweislich nicht mit der Schnittstellenbeschreibung kompatibel, die am 1. August (also bei Vertragsabschluss) gegolten hat.

AVM hat außerdem auf Fragen nach den Verzögerungen mehrmals mitgeteilt, dass Unitymedia die betreffende Firmware schon lange erhalten hat
Ok.

Dann ist das was anderes.

Für den Fall, dass UnityMedia tatsächlich eine VLAN-Variante "verpflichtend" macht, hättest du allerdings immer noch nicht die Garantie, dass der in meinem Beitrag genannte zweite Fall eintritt - also:

"Da wir nur wenige Router vom Typ 6543 an UnityMedia-Kunden verkauft haben, werden wir kein UnityMedia-kompatibles Update für dieses Modell herausbringen."
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #12
Es ist wohl sehr weit hergeholt dass Unitymedias Router keine Verbindung mehr zulassen ohne ein zweites VLAN. Und die Fritzboxen können mehrere VLANs aufbauen, also ist das mit ganz ganz geringen Firmwareänderungen möglich, wenn nicht sogar durch den Benutzer durch Manipulieren der Einstellungsdatei (zumindest die VLAN-Verbindung herstellen, ob die dann "genutzt" wird und ein WLAN läuft, bekommt UM ja nicht mehr mit. Die Fritzboxen bauen ja jetzt schon ein zweites VLAN auf für TR069 und VoIP. Mit Telnet-Zugriff kann man dann ganz einfach auch noch ein drittes, viertes, fünftes VLAN aufbauen.

Und wenn die da irgendwas "spezielles" bastlen müssten sie auch ihre Router in den Rechenzentren gegen Router mit eigens manipulierter Firmware austauschen. Das halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Es gibt außerdem noch jede Menge Kunden mit alten Modem ohne VLAN, will UM die alle aussperren oder ein neues Gerät schicken? Und was ist mit den Leuten, die dem Wifi-Spot widersprochen haben, bauen die trotzdem eine VLAN-Verbindung auf und verbraten damit unnütze Bandbreite, Rechenleistung, evtl. sogar IPs?

Und wenn es nachweislich nicht möglich ist, den Internetanschluss zu nutzen, weil es nirgendwo Geräte zu kaufen gibt mit denen das funktioniert dann muss den auch keiner zwei Jahre lang bezahlen ...

Außerdem, wenn AVM keine UM-kompatiblen Updates mehr machen würde, dann hätte auch UM ein Problem mit "Telefon-Komfort" und sämtlichen Businessanschlüssen ...
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #13
Und wie sieht es im Ausland aus? Die werden wohl auch gute Kabelrouter haben? Oder sind USA, GB oder AUS auch auf die Fritten angewiesen? :)
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #14
Gibt es denn eigentlich überhaupt schon brauchbare EuroDOCSIS3-Modems mit 24/8 Kanälen wie die 6490? 3208 und 3212 haben ja meines Wissens nur 8/4 ...

TP-Link hat vor einigen Monaten 2 Geräte angekündigt, ein reines Modem und einen Router.
Waren auch zeitweise mal auf der Webseite gelistet, mal abwarten, da kommt bestimmt noch was.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #15
Meinst du das TP-Link TC-7620? Hat aber auch nur 16/4 und keine 16/8. Ob das nicht zu langsamem Upload bei Segmentüberlastung führt? Die 6490 hat doch 8 US-Kanäle, oder?

(Wie können die das Ding nur "TC" nennen das wird einen immer an das drecks TC7200 erinnern ...)
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #16
Meinst du das TP-Link TC-7620? Hat aber auch nur 16/4 und keine 16/8. Ob das nicht zu langsamem Upload bei Segmentüberlastung führt? Die 6490 hat doch 8 US-Kanäle, oder?
Meistens ist doch der DS das Problem und nicht der US...oder?
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #17
Im Moment vielleicht. Aber wenn man sich jetzt für 80 € ein Modem kauft und ein paar Monate später gibts eventuell Tarife mit mehr Upload die dann auf dem Modem nie vollständig ankommen ...
Außerdem ist der Upstream eh schon immer so knapp bemessen im Gegensatz zu VDSL dann will man da nicht auch noch Teile "verlieren" durch die dämlichen Überlastungen die ständig auftreten.

Ich würde lieber einmal ein vernünftiges 16/8-oder-mehr-Modem kaufen was dann auch ein Weilchen (also bis zur Einführung von DOCSIS 3.1) funktioniert.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #18
@rv112

Ich hab mir bei Amazon ein EPC3212 bestellt und habe heute eine Nachricht an Unitymedia los gelassen um es nutzen zu dürfen. Die Frage ist:

Wird dein Modem von UM gemanaged oder machst du das selber? Denn mir würde ein ordinäres Modem reichen, da ich bereits einen Router besitze mit dem ich meinen Restlichen Netzverkehr im Haus manage
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #19
Das Modem wird immer von UM "gemanaged". Auf dem Modem wird durch den Netzbetreiber konfiguriert, welche Geschwindigkeiten Du gebucht hast, ob Du Telefonie bekommst*, usw.
Selbst einstellen kannst Du beim 3212 nur, welche Kanäle und Frequenzen er im Kabelnetz benutzen soll - und das bekommt das Gerät eh automatisch raus.

Alles Weitere machst Du natürlich auf dem eigenen Router, und da kommt UM auch nicht dran, wenn Du sie nicht lässt :)


* Bei Verwendung eines eigenen Modems/Routers stellt UM das Modem immer so ein, dass die Telefonie dort deaktiviert ist. Du musst dann auf dem Router oder einem anderen Gerät die von UM bereitgestellten SIP Accounts konfigurieren.
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #20
Das das Modem aktuell noch genutzt wird ist gut. Ich hoffe das bleibt auch noch eine Weile so, denn sonst muss ich mir was anderes bestellen... Derzeit habe ich ja noch das erste von TC welches ja absolut keine Funktion hat, daher ja auch die Neuanschaffung. Hätte auch kein Problem damit es selber aktuell zu halten, wenn es da überhaupt einen Weg gibt.

Wegen Telefon dachte ich eigentlich, dass das Modem nehmen kann, denn ich habe extra das genommen, weil es ja 2 rj11 Anschlüsse hat. Den Rest bekomme ich mit meinem TP-Link hin.

Das 3212 würde mir ja reichen denn ich habe eh nur die 100er Leitung
 
  • Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden? Beitrag #21
Du kannst keine Firmwareupdates einspielen, da dafür der Netzbetreiber verantwortlich ist.
Soweit mir bekannt, wird das aber bei kundeneigenen Geräten nicht gemacht.

Es ist etwas merkwürdig, dass UM für die Telefonie mit Kundengeräten nicht auch Packetcable erlaubt/verwendet. Momentan ist das aber wohl so. Müsstest Du ggf. mal bei der BNetzA nachfragen, was die davon halten, ich kann mir nicht vorstellen, dass UM das freiwillig ändert.
 
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