Telefonkabel gehören aber zur Grunversorgung und sind
Überall vorhanden. Deshalb muss DSL auch in diesen
Gebieten ausgebaut werden.
...
DSL geht aber immer.
Du lehnst Dich da weit aus dem Fenster ...
Das stimmt schon aus der ex-post-Betrachtung heraus nicht, es gibt durchaus eine gewisse Anzahl Gebäude, die an so langen Leitungen hängen, daß nicht einmal DSL ultralight (384 kBit/s) geschaltet werden kann!
Einen solchen Anschluß hatte ich sogar schon zwischen und nur mit der Hilfe eines Telekomiker aus dem ok-Forum war es möglich, eine Überprüfung des Leitungsweges einzuleiten, die dann in diesem Fall auch so ausging, daß ein günstigerer Weg möglich war, der dann immerhin DSL ultralight ermöglicht hat.
Aus Gegenwartssicht und erst recht bei der ex-ante-Betrachtung (Also der Zukunft) stimmt das schon gar nicht mehr.
Man ist nicht verpflichtet, sein Haus ans Telekom-Netz anschließen zu lassen und die Telekom ist unter gewissen Umständen auch nicht verpflichtet, das zu tun.
Grundversorgung mit Teilnehmeranschlüssen
Telekommunikationsanschluss und Telefondienst
Als Endnutzer haben Sie einen Anspruch auf Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und auf einen Zugang zu öffentlich zugänglichen Telefondiensten. Zurzeit erbringt die Telekom Deutschland GmbH die Grundversorgungsleistungen in der Bundesrepublik. Gegenüber anderen Anbietern, wie z. B. der Vodafone GmbH, der 1 & 1 Internet AG oder ähnlichen Unternehmen, besteht kein Anspruch auf eine Grundversorgung.
Breitband- bzw. Internetanschluss
Das Angebot von breitbandigen Internetanschlüssen, wie z. B. DSL, VDSL, UMTS oder LTE unterliegt nach dem Telekommunikationsgesetz nicht den Vorgaben der Grundversorgung. Damit ist kein Anbieter verpflichtet, Endkunden mit einem breitbandigen Internetanschluss zu versorgen.
Entscheidend ist hier insbesondere das Wort "ein".
In dem Moment, wo ein anderer Anbieter seine Leistungen anbieten kann, ist es nämlich keine Grundversorgung mehr, sondern der Luxus der Auswahl.
Es kann also durchaus den Fall geben, daß sich VodamediaColumbus dazu entschließt und das mit dem Bauträger so auskungelt, alle Gebäude eines Neubaugebietes anzuschließen und dafür die Telekom umgekehrt gar keine Leitungswegerechte erhält.
In Köln gibt es z.B. Neubaugebiete, die wurden nur von NetCologne erschlossen, nicht aber von der Telekom.
Und da ist auch noch das Tüpfelchen auf dem i, daß NetCologne der Telekom die Leitungen zu denselben Konditionen vermieten würde, die sie umgekehrt bei der Telekom erhalten. Das will die Telekom aber nicht.