... Was ist der Grund für die Beschränkung auf einen Dienst online?
Ja, schwierig, ich wollte das halt irgendwie gegenüber stellen, also z.B. einen "Fernsehanbieter", sagen wir Unitymedia vs. einen Streaming Dienst.
Man könnte das ansonsten höchstens versuchen kostenmäßig gegenüberzustellen: Wieviel Streaming kriegt man für die Kabelgrundgebühr? Aber auch das ist schwierig, vorhin habe ich z.B. die privaten HD-Sender erwähnt, die kosten in der HD-Option oder als TV-Start 5,- €, bei mir ist das aber irgendwie ins 3play reingewurstet (geschickt gemacht, deshalb hänge ich auch tatsächlich etwas mehr an dem Vertrag!).
Wenn man auf der anderen Seite Sat-TV fürs lineare Fernsehen als Grundlage nimmt, das kostet (bis auf die Anschaffungskosten für Hardware) erst mal gar nichts. Andererseits gibt's natürlich auch viel kostenloses Streaming, z.B. der ÖR.
Bei Sat-TV hätte man auch noch mal mehr Auswahl, man denke nur an den einen oder anderen hochwertigen Werbekanal!
Ich habe bisher oft explizit von Flatrate Streaming gesprochen, weil das eben so populär ist, aber es gibt auch noch VOD Streaming. Du hast das bei Amazon ja schon schön beschrieben, das VOD Angebot ist oft nochmal signifikant größer.
Und signifikant teurer!
Und ich glaube, auch das VOD-Angebot ist bei Amazon schon in die ca. 12 000 Sendungen eingerechnet.
Videobuster hat nach eigenen Angaben z.Zt. etwa 60 000 Titel im Angebot. Und ich wage jetzt mal zu behaupten, dass diese Titel früher oder später auch alle durch die Fernsehsender geistern. Früher oder später findet sich für alles ein Käufer. Und im Fernsehen läuft natürlich auch noch eine Menge mehr, Sachen, manchmal z.B. kleine Film- oder Serienperlen, die sogar Videobuster nicht hat. Und die hochwertigen Eigenproduktionen!

Also ich glaube, insgesamt ist die Auswahl im linearen Fernsehen viel größer, aber - wieder ein Nachteil - es läuft halt linear.
Heißt, die Lieblingsserie läuft vielleicht nur einmal die Woche, während man sich per Streaming oder VOD soviel hintereinander reinziehen kann, bis der Arzt kommt. Kann man aber kompensieren, indem man eben die komplette Serie erst mal aufnimmt und dann schaut.
Edit: Übrigens habe ich gerade einen interessanten
Artikel im Spiegel über Netflix gefunden. Ich will Netflix jetzt nicht schlecht machen, im Gegenteil, ich würde es begrüßen, wenn sie als "Gegengewicht" zu Amazon eine Chance hätten, aber das deutsche Angebot scheint ja quantitativ eher bescheiden zu sein.
Der Spiegel beruft sich dabei wiederum auf Zahlen von Unogs, Zitat:
Die aktuell wohl spannendste, inoffizielle Netflix-Suchmaschine ist "Unofficial Netflix Online Global Search" (Unogs) - sie bietet den bis jetzt wohl vollständigsten Einblick in den Katalog des Unternehmens.
Wenn man da mal gerade aktuell für Deutschland schaut, wären es 2146 Videos (1636 Filme, 510 Serien).
Wer Lust hat, findet z.B. bei
Stern noch einen Artikel, der sich wiederum auf einen aktuellen Test von Stiftung Warentest bezieht. Die haben wohl einige Streaming Dienste (erneut) unter die Lupe genommen.
Um das verfügbare Video-Angebot zu testen, legte Warentest einen Katalog aus 40 Serien und 160 nach Kategorien sortierten Filmen an und prüfte, ob und in welcher Form die Streaming-Dienste diese im Repertoire hatten. Dabei wurde unterschieden, ob die Videos Teil eines Abo-Angebotes waren oder einzeln geliehen werden konnten.
Dabei schnitten alle Dienste eher schlecht ab. Das beste "Gesamtpaket" (auch unter Einbindung anderer Aspekte wie AGB) biete demnach Maxdome, mit einer Schulnote von 2,8!
Leider stand dort nicht konkret, wieviele Filme oder Serien aus dem Katalog verfügbar waren. Dazu müsste man sich wohl den Stiftung Warentest Artikel gegen Gebühr runterladen.