Da ist jetzt die Frage, ob es um "alternative" Firmware oder um die vom Router-Hersteller selber geht, also die Betonung auf "ihre eigene" liegt ...
Die Provider hätten auch an dieser Stelle nichts zu melden.
- Die Einhaltung der gebuchten Bandbreite wird durch das auf das Modem geladene Konfigurationsfile bestimmt - da wäre eine Hacker-Firmware auf dem Router, die diese Konfiguration ignoriert, und mehr Bandbreite ermöglicht nicht im Sinne des Providers.
Erstens bremsen die Provider auch heute schon den Datenverkehr aus, weil es wohl schon in der Vergangenheit Hacker gab, die die providereigenen Modems "bearbeitet" haben.
Zweitens wäre das für die Provider sehr einfach lösbar: In die Router der Provider einen Mechanismus einbauen, der so etwas erkennen kann und im Zweifelsfall den Internet-Anschluss für z.B. 12 Stunden sperrt. Wenn der Kunde sich dann beschwert, dass das Internet 12 Stunden lang ausgefallen ist, wird eine Fehlersuche gemacht und dem Kunden mitgeteilt, dass das Problem nicht auf Providerseite liegt, sondern dass das Endgerät (Modem) sich nicht laut Schnittstellenbeschreibung verhalten hat.
- Die Kabelmodems können nicht anhand der Leitung identifiziert werden, da Kabel eben ein shared Medium ist. Da wäre eine Firmware, die es ermöglicht ein fremdes Modem zu imitieren weder im Sinne der Provider, noch der Kunden ...
Dazu müsste man bei der aktuellen Funktionsweise von DOCSIS schon den Private-Key aus dem Inneren des Modems auslesen...
Deshalb ja Modem vom Provider.
Mit DS-Lite oder sogar 464xlat?
Ich behaupte, dass gerade bei 464xlat dem Otto-Normalkunden kaum eine andere Möglichkeit bleibt, als den Router vom Provider zu nehmen. Selbst ich wüsste jetzt nicht, woher man einen Router bekommt, der 464xlat unterstützt.
Bei der großen Anzahl an IPv4-only-Routern, die noch im Handel sind, wäre sogar bei DS-Lite die Gefahr groß, dass jemand einen IPv4-Router ohne B4-Element kauft - der an einem DS-Lite-Anschluss gar nicht funktionieren würde!
die aber nicht mal eben für jedermann zu kaufen sind .....
Da könnte man fast den Eindruck bekommen, dass auch da Geheimverhandlungen laufen, dass diese Modems nur als Beistellgeräte der Provider erreichbar sind - wenn überhaupt...
... oder sie wollen sich einfach den Ärger mit den (Privat-) Kunden sparen:
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat irgendwer sein TC4400 zurückgeschickt, weil er es nicht zum Laufen gebracht hat.
Wenn ein Modemhersteller die Dinger an geschäftliche Kunden (z.B. an einen Provider) verkauft, gibt es kein Rückgaberecht.