Armselig finde ich das hier der Wettbewerb mit zweifelhaften Mitteln eingeschränkt wird und auf die Bewohner dann höhere Kosten zukommen.
Man sollte die Wahl haben.
Die Wahl gibt es bei Kabelanschlüssen doch seit jeher nicht.
Oder kennst Du jemanden, der Internet von O2, easybell oder PYUR im Versorgungsgebiet von Unitymedia über seinen Kabelanschluss beziehen kann?
Kabelbetreiber schließen mit Hauseigentümern Versorgungsverträge, die die Nutzer über ihre Nebenkostenabrechnung bezahlen. Immer häufiger wird der Mieter dadurch auch bei seiner Internet/Telefonversorgung an den Kabel- oder Glasfaseranbieter gebunden.
Kabelbetreiber und Wohnungswirtschaft verdienen gut daran.
Und das ganze wird durch einschlägige Rechtssprechung (die aus meiner Sicht auf veralteten Grundlagen basiert) gestützt und gefördert.
Abhilfe würde hier nur schaffen, dass entweder die Rechtssprechung sich ändert. Dass ein Mieter, wie etwa in der Schweiz, nicht an Gemeinschaftsverträge zur TV-Kabelversorgung gebunden ist.
Oder durch Öffnung der Netze; freiwillig durch OpenAcces oder durch Regulierung.
Viele Glasfaseranbieter stehen OpenAccess recht offen gegenüber.
Kabelanbieter, wie Unitymedia, gehören zu denen, die sich bis heute am stärksten gegen eine Öffnung wehren.
Solange die Lobby aus Versorgern und Wohnungsgesellschaften ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzt, wird es mit unserer Wahlfreiheit nicht weit her sein :zwinker: