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Unitymedia Netgear C6250EMR

Diskutiere Netgear C6250EMR im Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz Forum im Bereich Internet und Telefon; Moin! Nachdem Experimente mit einem importierten Arris CM8200B letztes Jahr nicht zum Ziel führten, bin ich nun zufällig über ein Netgear...
  • Netgear C6250EMR Beitrag #1

Maurice

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BW
Moin!

Nachdem Experimente mit einem importierten Arris CM8200B letztes Jahr , bin ich nun zufällig über ein gestolpert. Das ist einer der üblichen eierlegenden "WLAN-Router" mit integriertem Kabelmodem (Broadcom-Chipsatz, 16x4). Netgear verkauft die Geräte wohl nur an Kabelnetzbetreiber. Derzeit bietet ein Händler bei eBay einige Exemplare an, die dem Anschein nach von YouSee (Dänemark) stammen. Die haben vorbildlich , wie sich der Bridge-Modus aktivieren lässt. Der Preis war interessant (und es musste noch ein ablaufender Gutschein weg), daher habe ich zugeschlagen.

Das Umschalten in den Bridge-Modus funktioniert wie beschrieben. Das Gerät startet neu, anschließend ist alles bis auf Modem und MTA deaktiviert und aus dem Webinterface verschwunden. Außerdem ändert sich die IP-Adresse standardkonform in 192.168.100.1. Es synchronisiert einwandfrei am UM-Anschluss (Arris-CMTS) und ein angeschlossener Rechner bekommt über DHCP eine öffentliche IPv4-Adresse. Leider wird die genaue Upstream-Modulation nicht angezeigt, nur "ATDMA 5120 Ksym/sec". Mehr konnte ich bisher nicht testen. Ich schreibe einen Nachtrag wenn ich es bei UM registriert habe.

Die Firmware ist V2.01.05 und erschien laut YouSee-Forum vor ca. drei Jahren. Updates sind nur via CMTS möglich.

Momentan gibt es bei eBay noch genau ein Exemplar. Falls es sich bewährt könnte man ja mal anfragen, ob noch mehr aufzutreiben sind.
(Achtung: Beim C6250 ohne "EMR" handelt es sich um die US-Version. Die wird dort übrigens immer noch für > 100 $ neu verkauft.)

Grüße

Maurice
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #2
Gut, 16x4 ist jetzt nicht so zeitgemäß. Ansonsten natürlich schön dass man den Bridgemode sauber umgesetzt wurde.
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #4
Zumindest könnte VF wieder die Aktivierung verweigern, da sie 16x8 Kanäle fordern. Wieviel hast du denn dafür bezahlt ? Hat ja immerhin noch einen Broadcom Chip...
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #5
Zumindest könnte VF wieder die Aktivierung verweigern, da sie 16x8 Kanäle fordern.
Die Verweigerung wäre aber nicht haltbar, da sie selbst ja nur 4 Kanäle im US übertragen. :hammer:
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #7
Wo steht das mit den 16 Down- und 8 Upstream-Kanälen?

Ich habe nur dieses Dokument gefunden:
https://www.vodafone.de/media/downloads/pdf/VKD-DOCSIS-Interface-Specification-v1.04.pdf
5.2.1 ... Nominal minimum SC US channel count is 4.

Was da unter 5.1.1 zum Downstream steht habe ich mir nicht genauer angeschaut ...
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #8
Das ausgerechnet Netgear den Bridgemodus korrekt umgesetzt hat, ist schon sehr verwundernd :D
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #9
Leider klemmt es bei UM mal wieder. Habe die Daten gestern im Chat durchgegeben und laut Kundencenter lief der Auftrag durch, aber noch ist das alte Cisco online. Ich halte euch auf dem Laufenden. Solange noch ein paar Erkenntnisse:
  • Das Webinterface ist auch über HTTPS erreichbar (Port 8443, natürlich mit ungültigem Zertifikat).
  • Auf HTTP Port 8080 gibt es den bekannten Broadcom-Spectrum-Analyzer. :super:
  • SNMP ist aus dem LAN erreichbar und liefert einige interessante Infos (Interface-Status, Traffic, MTUs, ...).
  • Das normale Webinterface sowie SNMP sind auch über die IPv6-Link-Local-Adresse erreichbar, der Spectrum-Analyzer nur über IPv4.
Der Bridge-Modus scheint wirklich ordentlich implementiert, da könnte sich so manche [%]Box eine Scheibe abschneiden:
  • Im Router-Modus werden Router Advertisements sowie UPnP Notifications ins LAN geblasen, im Bridge-Modus herrscht Ruhe.
  • Beim Umschalten in den Bridge-Modus ändert sich auch die LAN-MAC-Adresse (von a4:2b:8c:xx:xx:xx in 00:18:4d:ff:ff:02).

Natürlich kann es nicht mit aktuellen D3.1-Geräten mithalten, aber es wäre eine interessante Alternative zu den alten 8x4-Ciscos (mehr DS-Kanäle, SNMP, Spectrum-Analyzer).
Der Preis bei eBay war 39 € inkl. Versand (wohlgemerkt mit ordentlicher Rechnung und Gewährleistung). Das letzte Exemplar war dann gestern morgen schnell weg (nachdem es vorher schon seit Wochen angeboten wurde)... wer hat's? :D Bei dba.dk (dänisches eBay-Kleinanzeigen-Äquivalent) sind aber .
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #10
Respekt, das Gerät scheint für uns wirklich so wie man es sich wünschen würde von allen aktuellen Geräten. Hoffe UM bekommt es gebacken die richtigen Tasten zu treffen damit es läuft.
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #11
Der Bridge-Modus scheint wirklich ordentlich implementiert, da könnte sich so manche [%]Box eine Scheibe abschneiden:
  • Im Router-Modus werden Router Advertisements sowie UPnP Notifications ins LAN geblasen, im Bridge-Modus herrscht Ruhe.
  • Beim Umschalten in den Bridge-Modus ändert sich auch die LAN-MAC-Adresse (von a4:2b:8c:xx:xx:xx in 00:18:4d:ff:ff:02).

Ist er das wirklich? :kratz:

Ich meine besonders im Bridge-Mode sollten vom CMTS auch die Router-Advertisements via Multicast am CPE nach dem Kabelmodem ankommen. Damit man neben seiner IA_NA IPv6 Adresse via DHCPv6 auch eine Default-Gateway IPv6 Adresse erhaelt. Oder bekommt man bei UM sein Router-Advertisement nur nach einer Anfrage mittels Router-Solicitation?

Drueben bei VFKD ist es so, dass man ab einem 3.0 Setup mit Bridge-Mode oder normalen Kabelmodem ohne eRouter, periodisch im Abstand von kleiner 10 Sekunden ein Router-Advertisement bekommt von der IPv6 Source Adresse fe80::1. Da werden z.B. Router-Solicitation gar nicht beantwortet (Multicast-Only Operation).
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #12
Multicast ist aber auch fest in ICMPv6 integriert, da sollten RAs schon durch kommen. Was Anderes wäre natürlich, wenn, wie wittmann schon sagt, das CMTS gar keine RAs aussendet, sondern im eRouter Betrieb einfach das CPE diese zur SLAAC an die Endgeräte leitet. Dann könnte es durchaus erwünscht sein, das eigene Router via Solicit nach ia_na/ia_pd anfragen.
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #13
Ich glaub das erst, wenn der Router provisioniert wurde und auch tatsächlich Traffic über die Bridge fließt.
Dass man an der Bridge eine öffentliche IP bekommt, heißt noch lange nicht, dass auch Traffic darüber fließt.
Es kann nämlich sein, dass sich das Teil im Hintergrund immer noch die erste öffentliche IP schnappt und über die Bridge nur eine zweite öffentliche IP kommt, über die aufgrund von MaxCPE =1 dann kein Traffic fließt.

Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt.

@Maurice
Du scheinst ja aus BW zu kommen, sonst würdest Du über die Bridge ja keine öffentliche IP bekommen (in NRW und HR bekommt man bei einen unprovisionierten Gerät ja nur eine interne 10er IP).
Wie sieht es denn aus, wenn das Teil im Routermodus arbeitet, fließt denn dann Traffic über die Leitung :kratz:
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #14
Gestern nochmal bei UM nachgehakt und dieses mal hat jemand den richtigen Knopf gefunden. Wenn die das doch endlich automatisieren würden.

Netgear im Bridge-Modus angestöpselt. DS blinkt, DS leuchtet, US blinkt, US leuchtet, Online blinkt, Online leuchtet, Reboot. Reboot?? Dann das Spiel von vorne, dieses mal kein Reboot, aber das Gerät ist wieder im Router-Modus. Das Verhalten ist reproduzierbar. Die cust-own-Config triggert offenbar das Umschalten in den Router-Modus, denn im unprovisionierten Zustand trat dieses Verhalten nicht auf.

Im Router-Modus läuft es grundsätzlich, bezieht aber keine IP-Adresse mehr. Das hat im unprovisionierten Zustand noch funktioniert. Vielleicht greift sich irgend ein versteckter Dienst eine IPv4-Adresse und der eigentliche Router bekommt dann wegen MaxCPE=1 keine mehr? In der no-service.bin ist MaxCPE=2, insofern wäre das plausibel.

Komme ja aus BW, aber hier wären jetzt ein paar zünftige bayerische Flüche angebracht. Werde noch mit SNMP experimentieren, vielleicht kann man da was drehen. Das ist auch im
provisionierten Zustand offen wie ein Scheunentor. Habe darüber z. B. eine zweite IPv4-Adresse auf dem LAN-Interface gefunden (192.168.17.1/24), die im Webinterface nicht auftaucht. Auch die WLAN-Schlüssel und das Admin-Passwort lassen sich über SNMP auslesen. Und ändern. Alles ohne Authentifizierung.

Bezüglich der RAs habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Bei den Tests im ersten Beitrag hing das Gerät am UM-Kabelnetz, bei denen im zweiten nicht. Im Router-Modus generiert es selbst RAs (Lifetime 0, alle Flags 0, ohne Präfix, ohne RDNSS / DNSSL, da das WAN ja offline ist). Im Bridge-Modus tut es das nicht. Beim ersten Test am Kabelnetz (Bridge-Modus, unprovisioniert) habe ich auch die Flut der ARP-Requests vom CMTS gesehen. Zumindest Broadcasts gingen also durch.

@Andreas: Im unprovisionierten Zustand bekam ich zwar eine öffentliche IPv4-Adresse, es ging aber keinerlei Traffic raus. Weder im Bridge- noch im Router-Modus. Bei meinem Cisco war das damals vor der Provisionierung aber genauso, insofern nicht ungewöhnlich.
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #15
Dann das Spiel von vorne, dieses mal kein Reboot, aber das Gerät ist wieder im Router-Modus. Das Verhalten ist reproduzierbar. Die cust-own-Config triggert offenbar das Umschalten in den Router-Modus, denn im unprovisionierten Zustand trat dieses Verhalten nicht auf.
Das habe ich so befürchtet.
Das wird auch nicht durch die cust-own-Config getriggert, sondern der Router macht das selbst.
Er erkennt, dass er nur mit MaxCPE =1 provisioniert wurde und switched dann eigenständig in den Routermodus zurück, da er mit MaxCPE =1 keine IP mehr auf der Bridge liefern kann (die einzige öffentliche schnappt er sich selbst).
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #16
Man müsste das Teil mal im Vodafone Netz ausprobieren.
Da dürfte der Bridge Modus laufen.
So gut ich weiß, werden dort eigene Geräte mit MaxCPE =2 provisioniert :zwinker:
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #17
Die Frage ist, was genau sich die Adresse schnappt (falls es denn so ist) und ob sich das abschalten lässt. Der eigentliche Router ist es nicht, denn im Router-Modus bekommt er ja auch keine Adresse mehr. Vielleicht ist das nicht deutlich geworden.
Mein Verdacht ist irgend eine YouSee-Spezialität. Das Gerät ist definitiv "gebrandet", erkennbar z. B. an der Default-SSID. Sowas ähnliches wie Wifi-Spot haben die wohl grundsätzlich auch (ob auch auf diesem Gerät finde ich noch raus). Also vermutlich mal wieder eine vom ISP verbastelte Konfiguration und keine grundsätzliche Einschränkung des Geräts. Nicht vergleichbar z. B. zur Fritzbox.

Falls sich keine Lösung finden sollte gebe ich das Gerät gerne ins Vodafone-Land weiter.
 
  • Netgear C6250EMR Beitrag #18
Moin!

Nachtrag, um das Thema abzuschließen: Ich bin weiter gekommen, aber nicht zu einer funktionierenden Lösung.

CableLabs spezifiziert ein MIB-Object, über das sich eRouter in den Bridge-Modus schalten lassen:

[...] When this object is set to ipDisabled(1), the eRouter is instructed to switch to IP Protocol Disabled Mode and transparently bridge all traffic as described in the eRouter Initialization section of the CableLabs IPv4 and IPv6 eRouter Specification. [...]
In Disabled Mode, the eRouter transparently bridges all traffic directly between its Customer-Facing Interfaces and its Operator-Facing Interface. In this mode, it appears as if there is no eRouter present. The CM bridges all traffic (regardless of IP protocol version) to the CPE ports that would have been behind the eRouter had it been enabled. In this mode, the eRouter specification is irrelevant – the interfaces become part of the cable modem. All behavior will occur according to the DOCSIS specifications.
Das funktioniert mit dem Netgear tatsächlich. Sobald man den Wert via SNMP setzt, startet das Gerät neu und ist anschließend im Bridge-Modus. Genau wie beim Umschalten via Webinterface, nur dass nun nach dem Laden des Config-Files kein Zurückschalten in den Router-Modus mehr erfolgt.

Am Ethernet-Port sieht man dann Multi- und Broadcasts vom CMTS (Router Advertisements, Neighbor Solicitations, ARP-Requests) - die Bridge funktioniert also grundsätzlich. Allerdings bekommt man keine Antwort auf DHCP-Anfragen (weder v6 noch v4). Ich vermute, dass neben eRouter und eMTA noch eine weitere Komponente am eCM hängt, wodurch dieses wegen MaxCPE=1 nichts vom gebridgten Ethernet-Interface (bzw. vom eRouter, sofern aktiv) durchlässt.

Zwar gab es es auf dem Gerät bei YouSee nie einen WiFi-Spot. Der wurde dort 2014 noch auf den Vorgängermodellen ausgerollt, wegen katastrophaler Sicherheitsprobleme aber schon nach wenigen Wochen wieder abgeschaltet. Anschließend wurde wohl noch längere Zeit an einem Relaunch gearbeitet und währenddessen das C6250EMR eingeführt. Das dürfte daher schon entsprechend präpariert sein (obwohl der Relaunch nie erfolgte). Scheint mir zumindest die plausibelste Erklärung zu sein.

Leider ist im Bridge-Modus kein SNMP-Zugriff möglich, was weitere Experimente sehr erschwert. Habe daher mittlerweile das gute alte Cisco wieder provisionieren lassen. Das läuft und läuft und läuft...
Falls jemand das Netgear z. B. bei Vodafone testen möchte: Einfach melden.

Grüße

Maurice

(Recherche-Nebenergebnis: Bei YouSee gibt es 1000/500(!) für ~74 €. Alle Neukunden (auch in langsamen Tarifen) erhalten ein D3.1-CPE (Sagemcom 3890). Das hat laut YouSee-Forum ebenfalls einen (dort) funktionierenden Bridge-Modus...)
 
Thema:

Netgear C6250EMR

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