Ja, das habe ich mir schriftlich bestätigen lassen. Allerdings wird dafür kein neuer Kupfer-Hausanschluss errichtet, sondern der bestehende weitergenutzt.
Einen DSL-Anschluss haben wir hier nicht und den Tarifen zufolge muss es sich um DOCSIS handeln (siehe Anhang).
Wir haben hier eine etwas unübliche Situation. Das Wohngebiet wurde von einer Immobiliengesellschaft erschlossen und entwickelt, die eigentlich auf die Vermietung von Wohnungen spezialisiert ist. Statt Mietwohnungen gibt es hier jedoch mehrere hundert Eigentumshäuser.
Das gesamte Wohngebiet wurde durch die Immobiliengesellschaft über ein Koaxialkabelnetz erschlossen, das von ihr als NE4 betrieben wurde. Bisher wurde über dieses Netz das Signal von Vodafone eingespeist, und wir Eigentümer waren bis Juli 2024 verpflichtet, eine Kabelgebühr an die Immobiliengesellschaft zu zahlen.
Mit dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs war es der Immobiliengesellschaft offenbar zu aufwendig, mit jedem Eigentümer Einzelverträge abzuschließen. Daher wurde die NE4 an die Stadtwerke verkauft. Diese arbeiten nun mit dem Anbieter Cable4 zusammen, sodass seit Juli 2024 individuelle Verträge für Kabel-TV über Cable4 abgeschlossen werden können.
In einem Schreiben wurden wir nun informiert, dass die NE4 noch in diesem Jahr mit einer eigenen Glasfaser erschlossen wird und dann nur noch Kabel-Internet-Verträge mit Cable4 möglich sind. In den kommenden Jahren soll das Koaxialkabel vollständig durch Glasfaser ersetzt werden (FTTH).
Im Schreiben steht außerdem folgendes:
Wenn dann unser genauer Ausbauplan steht, geben wir Ihnen Bescheid bzw. bestätigen wir Ihnen den exakten Starttermin Ihres Vertrages. Dabei müssen Sie sich um eventuelle Zusatzdienste, die Sie aktuell über den TV-Kabelanschluss beziehen (zum Beispiel Kabel-Internet von Vodafone, O2 oder eazy), keine Gedanken machen. Denn Ihr bisheriger Anbieter wird den bestehenden Vertrag zum Umschalttermin automatisch aufheben oder kündigen, dazu müssen Sie nichts unternehmen.
Im Jahr 2009 hat die Immobiliengesellschaft die Situation so geschildert: Sie kauft das Rundfunk- und Fernsehsignal zentral ein und versorgt ab einem Übergabepunkt sowohl den eigenen Wohnungsbestand als auch Eigentümergemeinschaften und Einfamilienhäuser eigenständig. Das führt zu einem finanziellen Vorteil in der Nebenkostenabrechnung. In meinem Wohngebiet wird sogar eine eigene Kopfstation betrieben, um den Rundfunk- und Fernsehempfang sicherzustellen. Hier wurde den Bewohnern im Rahmen eines Anfang 2007 gestarteten Pilotprojekts erstmals auch Internet und Telefonie über Breitbandkabel angeboten.
Vodafone hat erst vor 2 Jahren einen Nodesplit durchgeführt, sodass die gesamte NE4 mittlerweile ein eigenes Segment sein dürfte. Ich bin mal gespannt wie Vodafone dann damit umgeht, einen Fibernode ohne Kunden zu haben.