Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung?

Diskutiere Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? im FRITZ!Box für Kabel Internet Forum im Bereich Internet und Telefon; Guten Morgen. Ich habe in meinem Doppelhaus das Dachgeschoss ausgebaut und in diesem Zuge auch drei neue Antennenleitung (für TV) gezogen...
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #1

Eik

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Guten Morgen.

Ich habe in meinem Doppelhaus das Dachgeschoss ausgebaut und in diesem Zuge auch drei neue Antennenleitung (für TV) gezogen; insgesamt liegt eine sternförmige Verteilung vor. Da die Kapazitäten am alten Verteiler erschöpft gewesen sind, habe ich diese gegen ein neues Modell ausgetauscht:

Verbaut ist nun ein: AXING BAB 8-03X 8-fach Abzweiger | 13 … 20 dB | 5 … 1800 MHz | Bauform 03:

Der neue Verteiler ist gegenüber dem alten Verteiler Rückkanalfähig und ich habe gerade mal an dem Ausgang mit der 16 db Dämpfung das Antennen-Kabel zur Fritz!box 6660 cable! angeschlossen. In 2010 hatte damals noch Unitymedia einen Splitter mit 16 DB-Ausgang lt. Aufschrift zwischen Hauseingangsverstärker und eigentlichen Verteiler gesetzt.

Nach den ersten Test kann ich sagen, dass das Internet und TV-Signal fehlerfrei zu funktionieren scheinen. Ich konnte keine Probleme feststellen.

Auch im Up- und Download zeigt die Fritz!Box nach dem Neustart die bisherige Geschwindigkeit an.-

Zusätzlich habe ich mir egerade die PowerLevel in der Fritz!box angesehen.

Im Upload liege ich zwischen 39,8 und 46,8 dbmV. Zuvor waren es zwischen: 41 und 47. Soweit ich mich eingelesen habe, bedeuten niedrigere Werte bessere Performance.

Im Download liegen die Werte zwischen -1,8 und 8,2. Optimum liegt zwischen -7 und +7. Hier bin ich mit den Kanälen:
20 = 7.2 dBmV
21 = 7,5 dBmV
22 = 7,8 dBmV
23 = 8,2 dBmV
24 = 8,2 dBmV

außerhalb des Optimums. Wobei vorher auch schon Werte bis 8.2 im Download angelegen haben.

Da der neue Verteiler Ausgänge mit unterschiedlichen Dämpfungen hat, frage ich mich, ob ich mit einer niedrigeren oder hören Dämpfung es noch optimieren könnte. In welche Richtung müsste ich korrigieren?

Ist noch auf etwas anderes zu achten. Das Einsparen eines Bauteils, da ich mir auch einen Antennenverteilerkasten geholt habe, fände ich schon sehr praktisch.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #2
Im Download liegen die Werte zwischen -1,8 und 8,2. Optimum liegt zwischen -7 und +7. Hier bin ich mit den Kanälen:

Ist noch auf etwas anderes zu achten.
Ja, auf die Schräglage. Einheitliche Pegel sind gewünscht, mit einer Toleranz von max. 10dBmV zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Pegel. Da bist du genau an der Grenze. Schau dir in der Fritz!Box mal das Spektrum an (am besten auch mal Screenshot posten), dass sollte möglicht "gerade" sein und keine "Wellen" oben drauf haben. Wenn es "verbogen" ist, also der Pegel sich zu höheren Frequenzen nach oben oder unten neigt, dann stimmt die Schräglage nicht. Dafür sollte es einen Regler im HAV geben.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #3
Wer lange Fragen stellt, muss mit langen Antworten rechnen.

Hier wurde ein klassischer Fehler gemacht.
Verteiler und Abzweiger sind nicht das Gleiche und der Aufbau der Anlage dahinter (vor allem die Dosentypen) hängen stark davon ab.
Du hast jetzt einen sogenannten Mehrfachbazweiger (Multitap) verbaut. Das ist intern eine Hintereinanderschaltung von mehreren Abzweigern, daher hat jeder Ausgang eine andere Dämpfung.
Diese Teile hat man früher dafür verwendet, wenn man eine Hausverkabelung mit sehr unterschiedlichen Kabellängen hatte, so dass man das längste Kabel an den Pegelstärksten Ausgang anschließen konnte und umgekehrt.
Das sollte die schlechte Symmetrie in solchen Aufbauten verbessern, hat aber sie praktisch meist noch schlechter gemacht (weil die Kabeldämpfungen sich selten so stark unterschieden haben wie die Dämpfungen am Multitap).
Deswegen nutzt man heute im Normalfall symmetrische Verteiler statt so etwas.

Hinter einem Abzweiger setzt man in der Regel Stichdosen ein, normale Duchgangsdosen sind dahinter zwar auch technisch ok, jedoch wird die Dämpfung dadurch unnötig groß, was bei einem zu kleinen Verstärker zum Problem werden kann.
Umgekehrt darf man hinter einem Verteiler aber keinesfalls Stichdosen einsetzen.

Hier wurde jetzt, sofern ich das richtig verstanden habe, ein Verteiler durch einen Abzweiger ersetzt, was meist dafür sorgt, dass der ganze Aufbau nicht mehr zusammen passt.
Ich vermute mal, dass vorher auch ein 16 dB Abzweiger (also nicht "Splitter", weil den gibt es nicht mit 16 dB) vor dem Anschluss an dem die Fritzbox ist gesessen hat.
Deswegen passt dieser Teil des Aufbaus zumindest trotzdem, wenn du wieder den 16dB Ausgang des Multitaps benutzt, deshalb sind auch die Pegel der Fritzbox ok
Die anderen Anschlüsse werden dagegen wahrscheinlich technisch gesehen nicht in Ordnung sein, zumindest nicht alle.
Was aber nicht heißt, dass es nicht trotzdem störungsfrei funktionieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #4
Ja, auf die Schräglage. Einheitliche Pegel sind gewünscht, mit einer Toleranz von max. 10dBmV zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Pegel. Da bist du genau an der Grenze.
Die Schräglage ändert sich durch den genannten Umbau nicht oder nicht so, dass es eine Rolle spielen würde.
Möglichst einheitliche Pegel sind gewünscht, aber keinesfalls "Pflicht" oder gar an den meisten Anschlüssen hinzubekommen. Der häufigste Fall ist, dass man an der MMD eine leichte De-Emphasis hat, und das ist auch weder schlecht noch schlimm.

Ich kann aus den Angaben oben im Ausgangspost zwar keine Frequenzen erkennen´und deshalb nicht genau sagen, ob die -1,8 bis 8,2 über das ganze Band gesehen sind, aber:
Zu "Du bist an der Grenze":
-1,8 bis 8,2 ist zwar eine Differenz von 10, aber die Schräglage wird mit gleichartigen Signalen angegeben.
Also muss man berücksichtigen, dass die oberen OFDM-Kanäle mit -5 dB Backoff eingespeist werden, also bei den oberen Kanälen 5 dB dazu addieren..
Die Schräglage wäre dann also 5dB.

Schau dir in der Fritz!Box mal das Spektrum an (am besten auch mal Screenshot posten), dass sollte möglicht "gerade" sein und keine "Wellen" oben drauf haben. Wenn es "verbogen" ist, also der Pegel sich zu höheren Frequenzen nach oben oder unten neigt, dann stimmt die Schräglage nicht. Dafür sollte es einen Regler im HAV geben.
"Wellen" gäbe es zum Beispiel, wenn man Stichdosen an einen Verteiler anschließen würde.
"Schräg" bzw. "leicht verbogen" (sowohl mit abfallender als auch mit steigender Flanke) darf durchaus sein.
Wenn wir hier im UMKBW-Gebiet untwerwegs sein sollten (was in diesem Forum ja meistens so ist), gibt es (zum Glück) keine Einsteller im Verstärker mehr (sofern nach 2010 verbaut), an denen Kunden selbst und nur anhand eines ausgelesenen Modems herumdrehen könnten.
Mit anderen Worten oder wenn doch Steller drin sind: Nicht daran rumdrehen bitte.

Im Upload liege ich zwischen 39,8 und 46,8 dbmV. Zuvor waren es zwischen: 41 und 47. Soweit ich mich eingelesen habe, bedeuten niedrigere Werte bessere Performance.
Ich weiß nicht, woher solche Gerüchte immer kommen, aber NEIN! Das hat mit der "Performance" überhaupt nichts zu tun.
Habe ich schon mehrmals erklärt, bist Du im Fenster ist, ist fehlerfreie Funktion gegeben. Ob du nun mit 39 dBmV oder mit 48 dBmV "sendest", ändert an der Performance null.
Es gibt kein besser oder schlechter, aber bei hart an der Grenze laufenden Modems muss man damit rechnen, dass man auch mal in den nicht mehr "zulässigen" Bereich schwanken kann, deswegen sollte man halt nicht hart an der Grenze laufen.
Aber selbst dann passiert meistens nichts.

Insgesamt würde ich hier sagen:
Trotz der technisch wahrscheinlich nicht ganz richtig gemachten Erweiterung ist der Teil, der das Modem versorgt, in Ordnung.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #5
Umgekehrt darf man hinter einem Verteiler aber keinesfalls Stichdosen einsetzen.
Normative Ausnahme: Wohnungsintern sind nur 22 dB Entkopplung gefordert, die bereits mit einem Zweifachverteiler + Stichdosen + Kabel erzielt werden. Nach Partner-Handouts der KNB kann auch mehr gefordert sein, da bin ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #6
Das halte ich aber für ein Gerücht, dass man mit einem 2-fach Verteiler (4dB) + Stichdosen ( im schlimmsten Fall auch 4dB) + ein paar Meter Kabel auf >22dB kommen kann. Hinter einem Verteiler und auch in einem Baum haben Stichdosen definitiv nichts zu suchen. Diese sind nur für Abzweiger gedacht und sonst nichts anderes
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #7
KDG weiß ich nicht, weil wir ja hier eher ex-UMKBW (VF-West) sind.
Aber in keinem Dokument von VF-West das ich kenne ist von diesen Wohnungs-internen 22dB irgendwo die Rede.
So ganz verstehe ich auch nicht, was an zwei in einer Wohnung angeschlossenen Endgeräten anders sein soll, als wenn diese in verschiedenen Wohnungen stehen, der Aufbau aber technisch gleich ist.
Kann es vielleicht sein, dass sich das einfach auf diese 4-Loch-Dosen bezieht und da dann auf die Entkopplung der beiden Data-Buchsen? Ich meine nämlich, dass man da typischerweise die 22dB Entkopplung hat. Und genau damit hatte ich auch schon öfter mal Probleme in der Realität...

Die 22dB kann man mit manchen modernen Verteilern glaube ich sogar schon ganz ohne Dosen erreichen. Aber nur 22dB widerspricht allem, was ich in den letzten 25 Jahren dazu gelernt habe.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #8
Wie war die Zeit doch schön, wie man noch Abnahmeberichte für die Post erstellen musste, damit eine Kabelanlage überhaupt erst in Betrieb genommen werden durfte. Die hätten einem einen solche Konstellationen um die Ohren gehauen.
@Bastler bei mir sind es mittlerweile 46 Jahre ;)
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #9
Und heute machst du 50 Fotos pro Auftrag, die sich niemand angucken kann aufgrund der Foto-Flut und daher ist es auch egal, was auf dem Bild zu sehen ist ;)
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #10
Die 22dB kann man mit manchen modernen Verteilern glaube ich sogar schon ganz ohne Dosen erreichen. Aber nur 22dB widerspricht allem, was ich in den letzten 25 Jahren dazu gelernt habe.
22 dB und mehr Entkopplung sind für Zweifachverteiler normal und in Datenblättern nachzulesen..

Vor 25 Jahren galt noch die europäisch harmonisierte und in der war die Entkopplung in einem Haushalt nur "in Beratung" und noch nicht festgelegt. Ab der international harmonisierten DIN EN 60728-1 (VDE 0855-7):2008-11 seit nunmehr 17 Jahren aber schon. ;)

Statt Text ein Griff in meinen historischen Folienbunker:
Folie2.PNG
Wären in den Technischen Anhängen speziell der KATHREIN-Kataloge die Entkopplungswerte mit aufgeführt worden, würden den Fakt auch mehr Fachleute kennen.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #11
Die Anmerkung finde ich aber am interessantesten ;).
Könnte man auch so verstehen, dass die min. 22 dB nur gelten, wenn nur an einer Dose ein Endgerät angeschlossen ist (wobei dann auch genau so gut 0 dB gehen würden) oder mehrere angeschlossen sind, aber nie gleichzeitg betrieben werden.
Ob das so gemeint ist weiß ich nicht, aber das würde dann vielleicht noch etwas mehr Sinn ergeben.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #12
Könnte man auch so verstehen, dass die min. 22 dB nur gelten, wenn nur an einer Dose ein Endgerät angeschlossen ist ..
Nee, der Bezug auf einen Haushalt ist doch eindeutig.

An einer Dose kann man zwei TV-Geräte nur an einer Breitbanddose anschließen, die einem Zweifachverteiler entspricht oder an noch selektiven mittels Verteiler. Und wer dafür nicht nur ein Billig-T-Stück verwendet hat, das nur Drahtbrücken enthält, kann auch damit 22 dB Entkopplung erzielen. Solche Exponate sind mir früher mehrere im gleichen Gehäuse wie qualitativ hochwertige T-Stücke ohne Impedanz-Vergewaltigung untergekommen.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #13
Sinngemäß
"Mehrere Fernsehempfänger unabhängig voneinander betreiben kann es erforderlich machen dass die Anforderungen aus der Tabelle auch für einen Einzelhaushalt erfüllt werden müssen".
Finde ich irgendwie komisch ausgedrückt. Entkopplung an sich braucht man doch sowieso nur, wenn mehrere Geräte unabhängig betrieben werden...
Das ist jetzt auch keine "spezielle Anforderung", wie ich finde, auch wenn das da so genannt wird.

Aber völlig unabhängig davon:
Was unterscheidet eine komplett gleich aufgebaute Verkabelung die sich in einem Haushalt befindet von genau dem gleichen Aufbau der z.B. über zwei Haushalte geht!?

Erinnert mich ein wenig an eine alte Richtlinie von UM, wo man den Verstärker nur anhand der Wohneinheiten auswählen sollte und nicht nach der benötigten Verstärkung.
 
  • Neuer Abzweiger vor der 6660 Cable - Frage zur Dämmpfung? Beitrag #14
Aber völlig unabhängig davon:
Was unterscheidet eine komplett gleich aufgebaute Verkabelung die sich in einem Haushalt befindet von genau dem gleichen Aufbau der z.B. über zwei Haushalte geht!?
Dass man sich nur selbst stören kann. :)

Die Einführung der 22 dB Entkopplung ist mir auch erst 2012 mit Verzögerung aufgefallen, als ich dem Schweizer Fortbildungsinstitut ifac im Klugschüssmodus mitgeteilt habe, dass sich die Teilnehmerentkopplung in Reihenschaltungen nur aus 1 und nicht 2 Mal Auskoppel- plus 1 x Rückfluss- plus Kabeldämpfung ergibt.

Ich neige ja schon zum Applaus, wenn am Ende einer Stammleitung keine fälschlich als Endddose bezeichnete Stich-/Einzeldose vorgefunden wird. Aber das ist ein anders Thema.
 
Thema:

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