Hallo,
ein Sync findet schon statt, allerdings läuft er etwas anders ab als beim klassischen DSL.
Sobald man das Kabelmodem ans Netz koppelt passiert folgendes:
Das Modem sendet einen kurzen Peak über den Rückkanalbereich 5-65MHz (Nutzbarer Bereich 15-64MHz) in Richtung der Kopfstelle.
Bei dieser Art Ping sendet das Modem exakt mit 49dBmV (109dBµV) seine MAC-Adresse mit.
Das Modem lauscht jetzt im Vorwärtsbereich auf 666MHz und wartet auf die Config-Daten.
Die CMTS wertet die Daten aus, schaut im Register ob das Modem bekannt
ist. Wenn ja geht's weiter.
Die CMTS übermittelt dem Modem jetzt einen festen freien Träger im Upstream, als im Rückkanalbereich, und einen festen Kanal für den Vorwärtsbereich. (z.B. Kanal 32).
Des Weiteren ist es zwingend das an der CMTS exakt 12dBmV (72dBµV)Sendepegel des Modems ankommen.
Dazu rechnet die CMTS die Dämpfung der kompletten Strecke zwischen Modem und Kopfstelle aus.
Das ist aber nicht so problematisch, da es reine Mathematik ist.
Ein Beispiel. Im ersten Peak sendete das Modem mit exakt 49dBmV und die CMTS hat festgestellt das 22dBmV angekommen sind.
Also bekommt das Modem die Info, bitte sende mit 39dBmV.
Jetzt steht die Strecke Modem <-> CMTS.
In der CMTS sind werden alle Daten zum Kunden abgelegt. Sollte der Kunde z.B. 2MBit als Speed gewünscht haben, moduliert die CMTS im Vorwärtsbereich eben diese
Geschwindigkeit. Wünscht der Kunde ein Upgrade auf 16MBit, verändert die CMTS die Anzahl der Träger.
Beim erstmaligen Login dauert es länger, da das Modem erstmal erkannt werden muss.
Beim nächsten Mal geht es etwas schneller, da alle Daten jetzt bekannt sind.
Wichtig für den Speed ist also nicht die Kabellänge, sondern nur das was in der CMTS abgelegt ist.
Natürlich ist der CNR ein wichtiger Faktor, allerdings wird bei DSL bei schlechtem SNR der Speed geringer (bei RA-Schaltung). Dies ist beim Kabel nicht so, hier gibt es nur 1 oder 0. Entweder die Verbindung steht oder steht nicht. Der Pegel des Vorwärtsbereich sollte 57dBµV (bei QAM256) nicht unterschreiten. Ein guter CNR wäre 38dBc.
Ziehen wir mal das Fernsehen zur Hilfe:
Analog: Du hast ein sehr gutes Bild, also ist dein SNR & Pegel optimal. Mit DSL verglichen hast Du wenige Störfaktoren. Also einen guten Speed.
Dein SNR & Pegel ist schlecht, das Bild ist aber noch erkennbar. Also Milchig oder die Farbe geht weg. Mit DSL verglichen ist dein Nutzbereich gestört also wenig Speed.
Digital: Egal wie Dein CNR ist, Dein Bild ist immer optimal. Erst wenn Du an den kritischen Bereich kommst, gibt es Aussetzer (Klötzchenbilder) oder kein Bild. So müsst Ihr Euch das mit dem Kabelspeed vorstellen.
Entweder alles oder nichts.
Bevor ich jetzt gesteinigt werde, das war nur eine Hilfe! DSL hat nichts
mit Analoger Übertragung zu tun. Aber für das Verständis IMHO eine gute Hilfe.