ich denke in manchem Altbau sind shclimmere Kabel verlegt als in einem "nur" 20 Jahre alten Haus.
Das Kabel an sich wird völlig überbewertet, vor allem wenn ich mir hier manche Posts ansehe, in denen dringend Kabeltyp XYZ von Hersteller ABC angeraten wird.
Fehlt eigentlich nur noch, das Oehlbach mit seinen Neppkabeln in den Bereich Kabelmodems einsteigt und "Docsis-3.0-taugliches Coaxkabel, halogenfrei, sauerstoffrei, vergoldet, blanchiert, frittiert, mit linksdrehenden Kupferkulturen" anbietet.
Der wesentlichste Unterschied bei Kabeln ist eigentlich, wie gut sie sich verarbeiten lassen. Bei NYM heißt das, daß bei gutem Kabel der Kautschuk locker abfällt wenn man den Mantel absetzt, während man ihn beim Baumarkt-Billigrotz umständlich abpröteln muß. Coax unterscheidet sich entsprechend darin, wie gut sich ein F-Stecker draufdrehen läßt, wie gut man dabei was vom Schirm "mitkriegt", usw. usf.
Bei sehr wenig Schirmung und einem Kabel das gleichzeitig im unteren Toleranzbereich des Nenndurchmessers ist muß man sich da schonmal etwas mehr bemühen, um eine ordentliche Verbindung hinzukriegen, es ist aber eben nicht unmöglich.
Das richtige Einpegeln des Verstärkers, ordentliches Anklemmen der Kabel, usw. sind viel wichtiger als altes Billigkabel vs. neues Highend-Kabel.
Gehen wir mal davon aus, daß kein Fachmann sich dabei größere Mängel erlaubt, ist der entscheidende Punkt am Ende, ob da ein Stern, ein Etagenstern oder ein Strang durch den ganzen Puttig liegt.
Erstens ändert man das nicht mal eben zwischen Suppe und Kartoffeln und zweitens ist es da u.U. schlichtweg unmöglich, die Leitung so einzupegeln, daß der Internetneukunde in der letzten WE am Strang vernünftiges Netz hat und Oma in der ersten WE gleichzeitig keine Geisterbilder in ihrer analogen Glotze.
Da unser "Am-Kabel-Zweifler" aber eben das nicht hat, sondern einen Stern (Ein Kabel zu jeder Dose), kann er ganz locker durch die Hose atmen.