Wobei ich die Entscheidung trotzdem nicht verstehen kann.
Die Richter sagen in diesem Fall doch selber, er hätte die Möglichkeit gehabt, auch einen kürzeren Vertrag zu schließen und höhere Beiträge zu zahlen. Das ist meines Wissen bei Unitymedia, oder auch bei der Telekom nicht möglich.
Die Richter haben das alles weiteres Kriterium angeführt, nicht als allein ausschlaggebend.
Hallo,
ja, ok, trotzdem ist es ein Punkt von zweien. Es bleibt, dass der Kunde klar benachteiligt wird, weil er eben, gerade in der heutigen Zeit, nicht vorhersehen kann, ob er umziehen muss.
Dann müssten die Anbieter gezwungen werden, generell verschiedene Modelle, mit verschiedenen Laufzeiten anzubieten, wo jeder entscheiden kann. Dann wäre es ja fair und jeder könnte entscheiden.
Bei Alice ist das wohl jetzt möglich, warum nicht bei anderen Anbietern?
Denn so schützen sie ja ausschließlich die Provider und das kann nicht sein. Schließlich weiß kaum einer von uns, wann und ob er umziehen muss, aus beruflichen Gründen oder anderen Gründen. Selbst wenn eine Wohnung baufällig ist bleibe ich doch nicht wohnen, nur weil ich einen laufenden Vertrag habe. Wie gesagt, Strom- Gas - ist doch das gleiche Prinzip, warum funktioniert es da? Da sagt der Anbieter doch auch nicht: "In deiner neuen Wohnung kann ich dir aber das Gas nicht liefern. Du musst also für den Rest deiner Laufzeit hier noch weiter bezahlen."
Das Gericht macht es den Providern da schon recht einfach und gibt ihnen eine Freikarte. Dann sollen sie, wie gesagt, klare Vorgaben machen, eben z.b. verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Laufzeiten. Dann kann jeder entscheiden und Punkt.
Aber wenn die Leistung nicht in der neuen Wohnung erbracht werden kann, ist es schon sehr merkwürdig, dass man den Providern Recht gibt und der Kunde soll weiterzahlen. Mit welchem Grund? Der Kunde hätte ja wissen müssen, das er in x Monaten oder Jahren umzieht? Lächerlich! Der Kund soll sich am besten noch ne Wohnung suchen, in dem der Provider die gleiche Leistung bieten kann? Lächerlich!
Wenn in der neuen Wohnung die gleiche Leistung verfügbar ist, ist es ja ok und selbstverständlich, den Vertrag weiterlaufen zu lassen.
Aber wenn die Leistung überhauotp nicht erbracht werden kann..ist das einfach nur lächerlich.
Aus Trotz könnte ich dann ja sagen und verlangen, ok, dann zahle ich den Vertrag zuende und verlange aber, dass in der alten Wohnung die Leitung bestehen bleibt und mein Nachmieter dann nicht mehr telefonieren und surfen kann, solange mein Vertrag noch läuft....erst wenn mein Vertrag abgelaufen ist, darf dann mein Nachmieter die Leitung bekommen und telefonieren und surfen...
Ich kann nicht verstehen, dass die Richter, quasi, sagen, der Kunde würde einseitig recht bekommen bzw. der Provider wäre dann klar benachteiligt, aber auf der anderen Seite geben sie dem Provider in allen Punkten recht und fällen ein einseitiges Urteil, was nur den Kunden klar benachteiligt. Welche Maßnahmen soll denn der Kunde ergreifen? Keinen Vertrag mehr abschließen, oder nur noch einen Handyvertrag? Er ist ja teilweise gezwungen nur zwischen einem Provider wählen zu können und muss seine Bedingungen aktzeptieren...und wird dann dafür, im Ernstfall, auch noch bestraft, weil er umziehen muss?
Wie gesagt, ICH finde das Urteil sehr unfair und empfinde es als unrecht. Dann hätten die Richter klare Regeln vorgeben müssen, für den Provider, aber so ist es wieder einmal nur ein Witz.
Ich sehe es ein, dass Provider kalkulieren müssen und ihr Geld erwirtschaften müssen, darum geht es nicht...aber dann müssen sie eben auch entsprechende Angebote vorlegen. Denn wenn eine Leistung nicht erbracht werden kann, muss ich sonst, in anderen wirtschaftlichen Kreisen, auch nicht bezahlen. In Sachen Telekommunikation aber schon....