Was ist für dich denn bitte eine "Internetstörung"? Wenn Google nicht erreichbar ist? Ich prophezeihe mal, dass wenn du einen kompletten Internetausfall hast, auch VoC nicht mehr funktioniert. Die VoIP-Server für TelefonPLUS stehen genau so im selben Netz von Unitymedia wie die VoC-Infrastruktur für den simulierten Analog-Anschluss. Bis zur CMTS (Kopfstation) geht es eh über dasselbe Kabel. Egal ob du eine Fremdeinstrahlung hast oder das Kabel zerbaggert wird, VoC und VoIP sind gleichermaßen betroffen. Wenn die CMTS ausfällt (Kabel durch, Strom weg, Hardwareausfall), dann wird ebenfalls beides betroffen sein.
Sollte zudem nur die externe Internet-Anbindung von Unitymedia oder irgendwas im externen Netz (wohl der häufigste Fall einer "Internetstörung") einen Knacks haben, so betrifft das dein VoIP nicht, denn das steht im internen Netz von Unitymedia. Wenn die externe Telefon-Anbindung (wenn das nicht auch schon VoIP ist!) einen Knacks hat, ist eh wieder beides betroffen.
Wie es ab der CMTS weitergeht kann ich nur mutmaßen. Eventuell wird auch hier das VoC auf VoIP "umgesetzt" (es sind eh schon IP-Pakete) und an dieselben VoIP-Server weitergeleitet wie der Rest. Irgendwo muss es ja eh zusammenlaufen. Die Kunden wollen ja untereinander und in fremde Netzte telefonieren. Und Unitymedia wird da sicher keine komplett doppelten Infrastrukturen bis extern betreiben. Ich vermute ja, dass ab der CMTS eh alles gleich läuft. Wäre interessant da mehr Informationen zu bekommen.
Zwei kleine Anekdoten am Rande mit einem echten ISDN-Anschluss über Alice, also mit Splitter und DSL-Router: 1. Telefon fällt aus, Internet nicht. Da ist tatsächlich die ISDN-Hardware in der Vermittlungsstelle kaputt gegangen, sprich hinter dem Splitter auf meiner Gegenseite. Wir haben das nicht mal bemerkt, bis irgendwann das Handy klingelte und die Familie fragte, warum wir seit Tagen nicht ans Telefon gingen. 2. Fremdspannung auf der Leitung, da ein altes Stück Telefonkabel unter dem Bürgersteig mit Papierummantelung durchgeweicht war. Da musste der Buddeltrupp der Telekom ausrücken, nachdem ein Techniker alle Teilstücke durchgemessen hatte. Es war der erste Meter vom Verteilerkasten bis zum neuen Kabel im Bürgersteig. Auch hier gar es nur Probleme mit der Telefonie, nicht mit dem Internet
EDIT:
Das Cable Modem Termination System überbringt die digitalisierten Daten der Voice over Cable Kabel Internettelefonie dann an den IP BackBone. Die eigentliche Adressierung und Übertragung der Sprachdaten geschieht wie bei der IP Telefonie Voice over IP (VoIP), also ähnlich der Internettelefonie eines DSL Anschlusses, wie zum Beispiel bei 1&1.
Quelle: http://www.kabel-internet-telefon.de/kabel-telefonanschluss/internettelefonie
Das klingt für mich sehr danach, als ob es ab dem CMTS nur noch eine gemeinsame Glasfaster mit den "normalen IP-Paketen" zum Backbone und den VoIP-Server gibt

Alles andere würde auch nur mehr Geld kosten und doppelte Infrastruktur bedeuten. Also ist VoC oder VoIP gehüpft wie gesprungen.
EDIT:
Auch die Telefonie realisiert Kabel Deutschland über IP, also über die Leitungen, die auch das Internetsignal zum Kunden bringen. KDG spricht hier von Voice-over-Cable (VoC) und meint eine Mischform aus NGN und klassischem VoIP. Voice over Cable wird nach KDG-Darstellung mittels des Signalisierungsprotokolls Media Gateway Control-Protokoll (MGCP) und dem Quality-of-Service-Mechanismus Paket Cable realisiert. Die Sprachkanäle für Telefonie stehen damit auch unter hoher Internet-Auslastung zuverlässig zur Verfügung. Kabel Deutschland unterhält eigene Vermittlungstechnik für die Sprachvermittlung. Diese ist im Prinzip in weiteren Teilen identisch mit der klassischen Festnetzvermittlung im NGN-Gebiet. Da bei Kabel Deutschland auf IP-Basis telefoniert wird, werden keine PSTN-Voice-Switche (PSTN = Public Switched Telephone Network, klassisches Festnetz) mehr benötigt, es werden lediglich Softswitche verbaut, die leichter zu warten sind.
Quelle: http://mobil.teltarif.de/kabel-netz-technik-hintergrund/news/35853.html?page=3