Möglichkeit 1: Den DHCP bei beiden Fritz Boxen deaktivieren und den Fritzboxen im gleichen Netz zwei unterschiedliche feste IPs zuweisen.
z.B. BOX1: 192.168.172.0.1
z.B. BOX2: 192.168.172.0.1
Dann kannst du beide Fritzboxen miteinander verbinden oder auch ein GBIT-Switch nehmen und dort beide anschließen. Die Rechner musst du dann allerdings alle manuell Konfigurieren.
D.h. du nimmst je nach Wunsch Gateway von BOX1 oder von BOX2. DNS-Server dann auch dementsprechend die gleiche IP wie vom Gateway.
Möglichkeit 2: Wie bei Möglichkeit 1, nur dass du von einer BOX den DHCP anlässt. Bei der anderen deaktivieren. PCs, die jetzt die BOX ohne DHCP-Server nutzen sollen, müssen auch wieder manuell Konfiguriert werden. Somit hast du schonmal einen Failover und neu angeschlossene Geräte, verwenden automatisch den Anschluss von der BOX, die den aktivierten DHCP-Server hat.
Möglichkeit 3: Beide DHCP-Server aktiviert lassen und die IPs in den beiden Fritzboxen an eine MAC-Adresse binden. Hierbei wird aber das Problem sein, dass man die Box nicht so einstellen kann, dass sie keine IP vergibt, wenn keine MAC-Adresse eingetragen ist. Generell sind 2 DHCP-Server im gleichen Netz schlecht und sorgen für Probleme.
Möglichkeit 4 (nur für Nerds): Linux-Server mit Load-Balancing (kein Bonding) einrichten. Das ist zwar etwas schwere Kost, aber für experimentierfreudige ein Versuch wert. Mit einem einzigen Download wirst du aber nur die volle Bandbreite einer Leitung erreichen. GGf. kann dann z.B. ein Download mit einem Downloadmanager in zwei Teile oder mehr auf gesplittet werden, was dir dann die volle Bandbreite beider Leitungen ausnutzen würde. Da die meisten Server eh nur eine 100MBIT-Anbindung haben oder limitieren, ist das uninteressant. Bei P2P wird das aber nichts bringen. Letztendlich kannst du aber damit das erreichen, was du willst. Der Traffic wird gleichmäßig auf beide Leitungen aufgeteilt. Dafür reicht ein alter PC mit zwei Onboard GBit-Nics vollkommen aus. Einziger großer Nachteil sind die Stromkosten, die man nicht außer acht lassen sollte. Aber es gibt ja auch Hardware, die sehr wenig Strom verbraucht (
Beispiel). Mit deinem jetzigen Anschluss könntest du die Hardware aus dem Beispiel verwenden. Du wirst dann aber auf Max 100 Mbit/s bei einem Anschluss limitiert sein. Die Anschaffungskosten würden sogar noch unter 400€ liegen. Schau dich mal hier um: http://www.alix-board.de/index.html
Wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, würde ich das selbst mal mit zwei Anschlüssen testen. Da ich aber nur einen Anschluss habe, bleibt das Testen anderen überlassen ^^
HowTo: http://lartc.org/howto/lartc.rpdb.multiple-links.html
PS: Wenn du dir das Mini-ITX-Gehäuse mit dem passenden Board holst, kannst auch auch eine Herkömmliche GBit-Karte verwenden und bist für die Zukunft besser gerüstet. Es ist auch Möglich dort einen File-Server einzurichten. Wie der Verfasser in dem Beitrag aber schon geschrieben hat, sollte man Firewall/Router nicht mit anderen Diensten mischen.