Ich halte ...
für die beste Ausgangsgrundlage.
Ich habe das mal ausprobiert: Anders als beim Internetzugang "Unitymedia" hat die Fritzbox die IPv6 Adresse "akzeptiert" und sich sowohl im IPv6 also auch über AFTR (die Adresse habe ich aus dem Cisco übernommen) als online gemeldet. Mit meinem Rechner kam ich aber weder über das eine noch über das andere Protokoll über die Fritzbox hinaus. Wenn ich AFTR deaktiviere funktioniert IPv4 wieder.
Nun, das eine bedingt vermutlich das andere: Wenn die IPv6-Verbindung auf diese Weise nicht funktioniert, dann kann darüber auch keine Verbindung zum AFTR aufgebaut werden.
Wenn ich die IPv6 Einstellungen manuell vornehme (Zugangsdaten->IPv6->Verbindungseinstellungen->Statische Einstellungen nutzen) und dort den LAN-Präfix des Cisco eintrage, erhalte ich statt der ULA eine Adresse mit korrekten Präfix, aber keine Verbindung nach außen...
Also kriegst Du mit den vorgeschlagenen Einstellungen
nur eine ULA?
Ändert sich daran etwas, wenn Du unter "IPv6" die Option
[ ] DHCPv6 Rapid Commit verwenden
ausschaltest?
Ziel wäre es übrigens, daß die Fritz!Box ein gültiges
anderes Präfix als das Cisco EPC3208G kriegt.
Ich habe mal auf die Fritz!Box 636 eines Bekannten geguckt und da sieht das so aus (Werte sinnerhaltend verändert):
verbunden seit 12.12.2013, 13:46 Uhr, IPv6-Präfix:
2a02:908:c472:a400::/57
Der blau markierte Teil ist das Präfix von Unitymedia. Da ändert sich nie etwas dran und deshalb bringt es auch nichts, dort beim Posten von Screenshots oder aktuellen Werten etwas zu ändern ...
Bei KabelBW stünde dort 2a02:8070: oder 2a02:8071: (KabelBW hat ein /31er Präfix, das letzte Bit aus dem zweiten Tupel gehört also schon KabelBW, Unitymedia hingegen hat ein 32er Präfix, da gehört also erst der Teil nach dem 2a02:908: zu Unitymedia).
Danach kommt der "uns" durch Unitymedia bwz. KabelBW zugewiesene Teil des Präfixes (Violett markiert).
Die grün markierten Bits gehören "uns".
Farblich nicht ganz korrekt markiert ist dabei, daß noch ein Bit im grünen Bereich zum violetten gehört.
Der gesamte farblich hervorgehobene Teil bildet markiert ein /64er Präfix. Um SLAAC nutzen zu können, braucht unser Netzwerk ein solches.
Daraus folgt:
Wenn wir nur ein 64er Präfix brauchen, aber sogar ein 57er erhalten, dann haben wir noch 7 Bits übrig (64-57), um damit 128 (2^7) unterschiedliche 64er Präfixe zu bilden, indem wir die 7 Bits im grünen Bereich ändern.
Die Subnetze für sich wären von 0 bis 127 durchnummeriert, also von 0 bis 7f hexadezimal. Diese 0 bis 7f können wir an der grün markierten Stelle einfach aufaddieren, also wären im o.g. Beispiel
2a02:908:c472:a400::/64
2a02:908:c472:a435::/64
2a02:908:c472:a463::/64
etc. pp. alles gültige 64er Präfixe innerhalb unseres vom Provider zugeteilten 57er Subnetzes.
2a02:908:c472:a47f::/64 wäre übrigens das höchste gültige und 2a02:908:c472:a480::/64 dann das erste 64er Präfix des nächsthöheren 57er Subnetzes.
Langer Rede, kurzer Sinn:
Wir wollen eigentlich gar nicht, daß die Fritte das
selbe 64er Präfix nutzt wie das Cisco EPC3208G (Dann wäre sie ja wieder nur ein IP-Client), sondern lieber ein eigenes, welches sie dann auch selber verwalten kann.
Da die Fritz!Box gerne ein 62er Subnetz haben möchte (= vier /64er Subnetze), wäre das im obigen Beispiel das Präfix 2a02:908:c472:a404::/62 (Das erste /62er Subnetz, in dem aber schon das /64er Subnet des Cisco liegt, geht von 2a02:908:c472:a400:: bis 2a02:908:c472:a403:

.
Man kann natürlich auch auf Nummer Sicher gehen und das zugewiesene 57er Subnet einfach in zwei 58er aufteilen, dann würde die Fritz!Box in unserem Beispiel das Präfix 2a02:908:c472:a440::/58 kriegen.
Letztendlich wird es aber nicht viel nutzen, der Fritz!Box das einfach einzutragen, das Cisco EPC3208G muß es der Fritz!Box vielmehr delegieren, um dann Pakete für dieses Subnetz auch an die Fritz!Box zu routen. Wenn das Cisco EPC3208G ein Subnetz - wie groß auch immer - an einen Router mit DD-WRT bzw. Open-WRT delegiert, dann wird sie das prinzipiell auch für eine Fritz!Box tun. Man muß letztere nur dazu animieren, es auch entweder anzufordern bzw. die Zuteilung zu erkennen.
Z.B. lassen sich diverse Einstellungen relativ einfach abfragen ...
Für die beschriebenen Abfragen ist wohl ein Telnet/SSH Zugang nötig. Ist dafür bereits das Freetzen notwendig? Ich habe noch keinen anderen Weg gefunden einen Zugang für die 3270 v3 einzurichten...
Richtig, man benötigt mindestens Telnet.
Telnet ist auf der Fritz!Box schon vorhanden aber inaktiv, für ssh (Dropbear und/oder OpenSSH) benötigt man Freetz.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, telnet auf der Fritz!Box (Außer den 6xxx-Modellen, also Kabel und LTE) zu aktivieren:
- Per (an der Fritz!Box angeschlossenem) Telefon:
#96*7* aktiviert Telnet
#96*8* deaktiviert es wieder - Variante davon, durch Mißbrauch der Fritz!Box-Wahlhilfe geht's auch ohne Telefon:
Telnet bei der Fritz!Box (z.B. 7270) ohne Telefon und Mod aktivieren - Pseudo-Update
Ein Firmware-Update, das keines ist. Es wird einfach nur ausgenutzt, daß ein Firmware-Update immer auch das Script /var/install enthält und dieses durch den Update-Vorgang ausgeführt wird. Das Telnet-Pseudo-Update enthält hingegen nur /var/install, in dem einfach nur Telnet (de-)aktiviert wird.
Hier findet man eine ausführliche Anleitung zu allen drei Methoden