Ich bin selbst Hausbesitzer und bei uns im Revier/Niederrhein gibt es diese Alternative nicht. Nur UM, :-(
Waaas, bei euch gibt's keinen Satelliten-Empfang? Dicke Bleiglocke über der Region? Das wusste ich ja noch gar nicht...
"Konkurrenz imKabelnetz" zu erzwingen wäre ein schwerwiegender Eingriff in die Eigentumsrechte, und den darf der Gesetzgeber nur in wohlbegründeten Fällen vornehmen. Die feuchten Träume einiger populistischer Abgeordneter reichen da nicht aus.
An dem Punkt stimme ich Dir uneingeschränkt zu.
Es wird nun mit Sicherheit der Einwand kommen, daß es im Telefonnetz ja auch ginge, da gibt es aber ein paar wesentliche Unterschiede und direkt nach den technischen, die schon zigfach erörtert wurden, ist der vorrangigste, daß der Anteil der KNB an der Wertschöpfung ein völlig anderer ist:
Nachdem die
Bundespost im Hinblick auf die bevorstehende Privatisierung bereits
keinen Handschlag mehr am BK-Netz getan hat, wurde dieses in Häppchen verschachert.
Außer ein paar Gehäusen und Koaxresten haben diese Netze heute praktisch nichts mehr mit dem Bundespest-BK-Netz gemeinsam. Jedenfalls war dieses Netz nicht bis 862 MHz ausgebaut, mittels Glasfaser-Backbone zusammengeschaltet und rückkanaltauglich ...
Das
Telefonnetz hingegen hat sich die Bundespost aber noch
Mitte der 90er kernsanieren lassen, da haben sich Bautrupps von SEL (Standard-Elektrik Lorenz) dran kaputtmalocht (Also für deren Verhältnisse, ... ich würde heute gerne so Urlaub machen, wie die damals arbeiten mußten ...), damit das Netz
vor der Privatisierung noch einmal komplett auf links gedreht wird.
In diesem gemachten Nest hat es sich dann die Deutsche Telekom mit ein bißchen Pseudo-Konkurrenz durch Call-by-Call gemütlich gemacht. Die Telekom muß auch bis heute kaum mehr der Konkurrenz überlassen, als sie selber in den Hintern geblasen bekommen hat ... und darf dafür auch noch Mondpreise verlangen.
Mein Vodafone-DSL läuft jedenfalls über einen Vodafone-eigenen DSLAM, so wie das ISDN über eine Vodafone-eigene ISDN-Linecard läuft, beides steht in einem Gebäude, in dem Vodafone sich den Platz mieten muß, während die Telekom ihn von der Bundespost geerbt hat. Dazu muß Vodafone sich auch noch zwei Adern viel zu langen Klingeldrahtes von der Telekom mieten, obwohl diese auch diesen von der Bundespost geerbt hat.
D.h. obwohl die Telekom die ganze Festnetztechnik noch aus Bundespostzeiten rumstehen hat, müssen andere Anbieter eigene Technik kaufen und aufbauen ...
Wie soll aber nun Konkurrenz in einem Netz aussehen, das der private Anbieter tatsächlich aus privatem Geld von Grund auf errichten mußte?
Auch wenn die Idee eines gewissen Reizes nicht komplett entbehrt, hoffe ich, daß es niemals so weit kommt, denn dann ist es auch nicht mehr weit, bis die Stadt bei mir vor der Tür steht und mir einfach so mein Haus wegnimmt.