- IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia Beitrag #1
Red-Bull
Hi,
aufgrund der aktuellen Lage finde ich man muss auch mal die News über IPv6 bei UM hier zusammentragen.
- Weiß jm was ob getestet wird o.ä. ?
- Wann bekommen Kunden IPv6 zugewiesen?
aufgrund der aktuellen Lage finde ich man muss auch mal die News über IPv6 bei UM hier zusammentragen.
- Weiß jm was ob getestet wird o.ä. ?
- Wann bekommen Kunden IPv6 zugewiesen?
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IPv6: Nie war es so wichtig wie heute Meldung vorlesen
Das neue IP-Protokoll IPv6 wird mehr gebraucht denn je, sagte beim heutigen IPv6-Tag der EU Rudolf Strohmeier, Kabinettschef von Medienkommissarin Viviane Reding. Mit dem IPv6-Tag, zu dem Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus aller Welt eingeladen waren, beging die Kommission die Veröffentlichung ihres IPv6-Aktionsplans. Insbesondere Sensornetze und der mobile Internetzugang erforderten eine rasche Verbreitung von IPv6, sagte Strohmeyer.
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Bis 2010 will die Kommission durch unterstützende Maßnahmen die IPv6-Fähigkeit von 25 Prozent der europäischen Nutzer erreichen. Allerdings räumte ein Kommissionsbeamter mit Blick auf die eigenen Dienste heute ein, dass die Verfügbarkeit der eigenen Webseiten zwar angestrebt werde, aber noch nicht sicher sei, ob es am Ende des Aktionsprogramms schon so weit sei.
Die Generaldirektion für Informatik (DIGIT) verwaltet für die Union ein recht großes Netz mit knapp 1000 Servern und rund 1000 Routern. Als Provider der internen IT-Dienste für alle Generaldirektionen unterstütze DIGIT den IPv6-Aktionsplan, sagte DIGIT-Chef Garcia Moran heute in Brüssel. 2008 stehe dabei das Training des eigenen Teams an; darüber hinaus gebe es Gespräche mit den drei Backbone-Providern und eine Umfrage unter den Mitgliedsstaaten zum Status Quo.
Constanze Bürger vom deutschen Innenministerium nannte die Entscheidung von Bund und Ländern, das Innenministerium zentral mit der Beantragung von IPv6-Adressen bei der IP-Adressvergabestelle RIPE NCC zu beauftragen, als wichtigen Schritt hierzulande. "Doch damit beginnen auch die Schwierigkeiten", sagte Bürger, die auf dem Weg zum öffentlichen IPv6-Netz noch viel Arbeit sieht. Die Vorgaben für ein so genanntes Local Internet Registry (LIR) von Seiten des RIPE widersprächen teilweise den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland. Insbesondere widerspreche die Anforderung einer hierarchischen Weitervergabe von IPv6-Adressen aus einem zugewiesenen Block den Vorstellungen der Partner im föderalen System.
Bürger sagte mit Blick auf die Anbindung von über 40 Städten an ein chinesisches IPv6-Netz, darum seien die Kollegen in China zu beneiden. Die Zusammenarbeit deutscher Behörden sei durch ein zersplittertes Netz gekennzeichnet, bei dem teilweise Network Address Translation (NAT) unerlässlich sei. Für die Entwicklung in China verwies Liu Dong von der BII Group auf das seiner Aussage nach erste IPv4/IPv6-basierte Sensornetz zur Überwachung von 50 Stadien während der Olympischen Spiele. Der Adressreichtum von IPv6 und die laut Experten leichtere Konfigurierbarkeit wird allerdings bereits auch für Sensornetze in Japan genutzt, etwa zur Vorwarnung im Erdbebenfall.
"Es ist Zeit, IPv6 aus dem Labor ins tatsächliche Geschäft zu bringen", sagte Martin Palmer, Technology Manager im R&D Bereich der Vodafone Deutschland. Network Address Translation, bei dem viele Geräte hinter einer Adresse verborgen werden, sei inzwischen praktisch eine Religion. Tatsächlich aber erhöhe NAT die Kosten, da es für Verzögerungen und Batterieverbrauch verantwortlich sei. Wann Vodafone aber den Sprung aus dem Labor wagt, sagte Palmer nicht. Der IPv6-Tag der Kommission ist im Web noch bis heute abend zu verfolgen, ganz schlicht über IPv4. (Monika Ermert) Code:
OECD warnt vor zögerlicher Übernahme des IPv6-Standards
Die langsamen Fortschritte bei der Übernahme des künftigen Internet-Standards IPv6 könnten das globale Netz in regionale Blöcke aufspalten, meint die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Diese Situation könnte entstehen, wenn Staaten das IPv6-Protokoll unterschiedlich schnell einführen.
IPv6 soll das aktuelle IPv4-Protokoll ablösen, das aufgrund seiner Spezifikation der ungebremsten Zunahme an Internet-Teilnehmern kaum noch gewachsen ist. Vor allem der mit maximal 4,3 Milliarden Adressen für heutige Ansprüche sehr knapp bemessene Adressraum sorgte für die neue Konzeptionierung des Internet-Protokolls. Die letzten IPv4-Adressblöcke werden laut aktuellen Hochrechnungen in spätestens drei Jahren an Betreiber verteilt sein. Mittels dem bereits 1995 entwickelten IPv6 lassen sich hingegen rund 350 Sextillionen Rechner adressieren.
Das OECD empfiehlt daher in einem Bericht anlässlich eines kommenden Meetings Regierungen und Wirtschaft, den Wechsel zum IPv6-Protokoll zu forcieren. Das neue Adressierungsschema sei entscheidend für die Zukunft der Internet-Wirtschaft. Möglicherweise könnten Marktmechanismen den Wechsel beschleunigen, wenn die Kosten für die Nutzung der IPv4-Technik zunehmen, weil Betreiber zunehmend größeren Aufwand treiben müssen, um den Mangel an IPv4-Adressen auszugleichen, heisst es weiter. Vor allem in Südostasien und Südamerika sind IPv4-Adressen ein sehr knappes Gut. Das OECD empfiehlt daher Fortbildungsmaßnahmen und Kampagnen für IPv6.
Einzelne IPv6-Inseln sind immerhin schon in Betrieb. So freut sich die OECD über IPv6-Netze in Japan, die für die Auswertung von Erdbebenmesswerten genutzt werden und in China soll IPv6 im Rahmen der olympischen Spiele erprobt werden. Viele Hersteller haben die fortschrittliche Technik längst im Programm; es mangelt bisher an breiter Umsetzung. Immerhin gibt es hierzulande schon den einen oder anderen Provider, der IPv6 anbietet, obwohl noch Reserven an IPv4-Adressen vorhanden sind. Weiterführende Informationen zum Thema bieten zum Beispiel die Heisenetze-Artikel Das Mega-Netz und IPv6-Adressbereiche. (dz/c't)