In einem anderen Thread wurde das Thema angesprochen, warum es so wenige durch den Kunden updatebare Kabelmodems/router gibt:
Die DOCSIS Spezifikation sieht diese Updatemöglichkeit nicht vor - da ist der einzige Updateweg der durch die TR069 Wartungsschnittstelle aus dem Kabelnetz.
Bei den in den USA benutzten Kabelmodems/router wird auch strikt darauf geachtet, dass die Router/Modems in diesem Punkt strikt Normkonform sind.
Die bisherigen Fritzboxen waren den US-Anbietern relativ egal, weil sie dank EURO-DOCSIS nicht in den USA einsetzbar sind.
Vor DOCSIS 3.1 "Ostereiern" aus Europa hat man aber mehr Angst, da diese auch in den USA einsetzbar wären, und so könnte das Zertifizierungsinstitiut CableLabs, dass der US-Kabelbetreibern deutlich näher steht, als den Europäischen die Zertifzierung für ein durch den Kunden updatebares Kabelmoden verweigern ...
Dann wäre AVM und die Kabelprovider in einem Dilemma
1) Mit Updatemöglichkeit kein Zertifikat von CableLabs
2) Ohne Updatemöglichkeit Probleme mit dem europäischen Produkthaftungsgesetz
Da ist die Frage, wie bei einer frei verkäuflichen 6591 (1) und (2) unter einen Hut gebracht werden könnten ...
- Provisionieren europäische Kabelprovider auch Router, die kein auf dem Root-Zertifikat von CableLabs fußendes Zertifikat haben?
- Liefert AVM an Endkunden einen Router aus, für den dieser keine Updates einspielen kann?
- Spielen die Kabelprovider trotz Haftungsproblemen auf Nachfrage Updates über die TR069 Schnittstelle in kundeneigene Geräte ein?
Ich denke, das wäre schwierig, aber nicht unmöglich, all das unter einen Hut zu bringen ... es könnte aber einige Zeit dauern, bis das gelöst ist ...