Mit diesen ewig langen Update-Zyklen betreibt unitymedia bei den technisch interessierteren Leuten nur die Abwanderung von Provider-Boxen zu selbstgekauften, deren Anwender dann im Schnitt einen um ein Vielfaches höheren Supportaufwand benötigen. Das kann doch keiner wollen. Ich verstehe unitymedia da wirklich nicht. Die sind da doch nur Durchlauferhitzer: Neue Firmware testen, bei Problemen an AVM melden, Bugfix oder Workaround bekommen, nächste Testrunde drehen. Wie man bei dem Gigabit-Piloten sieht, geht das durchaus fix, und nicht nur im 2-Jahrestakt.
Meine Schlussfolgerung: unitymedia will keine Firmware-Updates aufbringen. Es wird zwar eine Box mit Mehrwert beworben und installiert, aber wirklich sich darum kümmern und pflegen tut man ausschließlich die Connectivity, nicht jedoch die Mehrwertfunktionen. Bringt AVM dort Updates und Bugfixes heraus, oder gar Erweiterungen, wird das ignoriert. Unitymedia will sich die Kosten für die Firmwarepflege sparen. Hübsche Bilder auf der Webseite und App-um-Webseite-darin-darzustellen sind wichtig, Firmware-Updates der installierten Boxen unwichtig.
So wie ich das sehe, werden im geplanten Lebenszyklus einer Box von 3-5 Jahren 2-3 Firmware-Updates geplant, 2 am Anfang um Startprobleme zu beheben und ein drittes kurz vor EOL, damit man ab EOL keinen Aufwand mehr hat bis die installierten alten Dinger beim Kunden sterben und durch die nächste Hardware-Generation ersetzt werden.