- Fritzbox und Horizon rebooten jeden Freitag 3 Uhr nachts (gelöst!) Beitrag #1
boba
Ich muss mal was erzählen, und zwar etwas, was mich echt überrascht hat.
Seit Monaten hat meine Fritzbox wie ein Uhrwerk jede Freitag Nacht um genau 03:01-03:03 Uhr rebootet. Sonst nie, auch keine Störungen dazwischen, keine Internet-Abbrüche, alles perfekt - bis auf diesen Reboot, der auch wirklich seit Monaten jeden einzelnen Freitag stattfand, immer exakt dieselbe Uhrzeit. Nicht mal 5 Minuten früher oder mal später, sondern exakt 1-2 Minuten nach 3. Wie mit Schaltuhr.
Ich ging stets davon aus, dass "in der Vermittlungsstelle" ein Job läuft, der aus welchen Gründen auch immer um diese Uhrzeit die Verbindungen resettet und einen Reboot-Befehl verschickt. Auch die Horizon hat zu dem Zeitpunkt kurz das Signal verloren, was sich in kaputten Aufzeichnungen geäußert hat, wenn da zu der Uhrzeit mal eine lief.
Vor zwei Wochen oder so hat mich das wieder mal genervt, und da habe ich bei Unitymedia eine Störung aufgemacht - eher in der Annahme, das eh nichts getan werden kann, aber ein Versuch kann ja nicht schaden.
Die Dame an der Hotline hat zwar nicht verstanden, was ich wirklich für ein Problem habe, aber sie hat mich auch nicht mit "resetten sie die Fritzbox und das Internet geht dann wieder" abgespeist. Im Anschluss hat mich ein Techniker aus dem Backoffice angerufen, der sehen konnte, was wirklich ablief, und der bestätigen konnte was ich beschrieben habe. Eine Woche lang wollte er sowas wie einen Trace laufen lassen und mich dann wieder anrufen. Ich solle währenddessen schauen, ob zu der Uhrzeit im Haus irgendwas unheiliges geschieht, und die Nachbarn befragen. Gesagt, getan, und eine Woche später Bestätigung: ja, wirklich, das Signal fliegt immer genau dann weg. Wieso? Großes Fragezeichen, sowohl bei mir als auch bei ihm.
Eigentlich war er gerade ziemlich stinkig, weil just zu meinem Termin seine Computer abgestürzt waren und er aufs hochfahren warten musste, wie ich so zwischen seinen Worten erahnte, und so habe ich versucht ihn mit etwas technischem Smalltalk in der Leitung zu halten bis der Kram wieder hochgefahren ist, obwohl er das Gespräch eigentlich verschieben wollte. Hat geklappt, und ich habe mich sehr gefreut, dass auch richtige freie Menschen mit Kundenkontakt betreut sind, die auch engagiert auf den Gespächspartner eingehen dürfen. Keine roboterartig erscheinenden menschlichen Drohnen mit vorgegebenen auswendig gelernten Gesprächsvorlagen wie in der Hotline.
Aber jegliche weitere Analyse hat dennoch nichts ergeben: Da gibts keinen Job wo auch immer, der irgendwas resettet, und die Leitungswerte sind eigentlich auch nicht problematisch. Nur genau zu diesem Zeitpunkt fliegts weg.
Das hätte das Ende sein können, und um die Uhrzeit (Fr 3 Uhr nachts) wären die Resets auch für mich kein wirklich existentielles Problem gewesen. Aber wohl um mir was gutes zu tun, hat er dennoch das volle Programm beauftragt: neue Fritzbox, kompetenten Techniker zur Anschlussüberprüfung (da scheints 2 Arten zu geben). Ich hätte fast abgesagt, weil ich mir nichts davon versprochen habe, aber ich wollte ihn auch nicht vor den Kopf stoßen.
Also gelieferte Fritzbox angeschlossen, und um wirklich jegliche Alt-Technik auszuschließen, habe ich natürlich auch den beiliegenden Aktiv-Splitter ausgetauscht, obwohl ich schon einen hatte, und auch komplett die neuen mitgelieferten Kabel verwendet. Wenn schon was tauschen, dann richtig. Auch Fritzbox per Hand neu eingerichtet und keine gespeicherte Konfiguration eingelesen, um keine Altlasten zu importieren.
Dann kamen die 2 Techniker, und die haben gemeint, die Pegel-Schräglage wäre nicht akzeptabel (bei den niedrigen Frequenzen hatte ich 1 dbmV, bei den hohen 7 dbmV). Da ich sonst nie Bandbreitenprobleme oder Docsis Fehlermeldungen in der Box hatte, hatte ich das immer als akzeptabel gesehen, die Werte sieht man ja immer in der Box, aber ok. Sie haben den Übergabepunkt getauscht und einen Filter gegen die Schräglage eingesetzt, Verstärker und Übergabepunkt neu gepegelt, und was soll ich sagen, heute Nacht gabs das erste Mal keinen freitäglichen Reboot der Fritzbox mehr. Juppie!
Die Techniker hatten zuvor gemeint, dass es nicht unwahrscheinlich sei, dass es sich um eine reine Störung des Signals handle. "Weiter hinten" im Signalweg gäbe es ein Hochhaus, und wenn die ganzen Smart-TVs nachts auf einen Schlag ausgeschaltet werden, könnte das durchaus eine Auswirkung auf das Kabelnetz haben. Immer genau 3 Uhr nachts? Wie ein Uhrwerk? Ja, durchaus, meinten sie. Ich wollte es irgendwie nicht glauben. Aber das Resultat hat ihnen Recht gegeben.
Wieder mal die Erkenntnis erneuert, dass man mit Halbwissen und Vermutungen eben doch nicht weiter kommt, so logisch auch immer es einem erscheint, sondern vielmehr nur mit dem know-how, das man mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung erhält.
Seit Monaten hat meine Fritzbox wie ein Uhrwerk jede Freitag Nacht um genau 03:01-03:03 Uhr rebootet. Sonst nie, auch keine Störungen dazwischen, keine Internet-Abbrüche, alles perfekt - bis auf diesen Reboot, der auch wirklich seit Monaten jeden einzelnen Freitag stattfand, immer exakt dieselbe Uhrzeit. Nicht mal 5 Minuten früher oder mal später, sondern exakt 1-2 Minuten nach 3. Wie mit Schaltuhr.
Ich ging stets davon aus, dass "in der Vermittlungsstelle" ein Job läuft, der aus welchen Gründen auch immer um diese Uhrzeit die Verbindungen resettet und einen Reboot-Befehl verschickt. Auch die Horizon hat zu dem Zeitpunkt kurz das Signal verloren, was sich in kaputten Aufzeichnungen geäußert hat, wenn da zu der Uhrzeit mal eine lief.
Vor zwei Wochen oder so hat mich das wieder mal genervt, und da habe ich bei Unitymedia eine Störung aufgemacht - eher in der Annahme, das eh nichts getan werden kann, aber ein Versuch kann ja nicht schaden.
Die Dame an der Hotline hat zwar nicht verstanden, was ich wirklich für ein Problem habe, aber sie hat mich auch nicht mit "resetten sie die Fritzbox und das Internet geht dann wieder" abgespeist. Im Anschluss hat mich ein Techniker aus dem Backoffice angerufen, der sehen konnte, was wirklich ablief, und der bestätigen konnte was ich beschrieben habe. Eine Woche lang wollte er sowas wie einen Trace laufen lassen und mich dann wieder anrufen. Ich solle währenddessen schauen, ob zu der Uhrzeit im Haus irgendwas unheiliges geschieht, und die Nachbarn befragen. Gesagt, getan, und eine Woche später Bestätigung: ja, wirklich, das Signal fliegt immer genau dann weg. Wieso? Großes Fragezeichen, sowohl bei mir als auch bei ihm.
Eigentlich war er gerade ziemlich stinkig, weil just zu meinem Termin seine Computer abgestürzt waren und er aufs hochfahren warten musste, wie ich so zwischen seinen Worten erahnte, und so habe ich versucht ihn mit etwas technischem Smalltalk in der Leitung zu halten bis der Kram wieder hochgefahren ist, obwohl er das Gespräch eigentlich verschieben wollte. Hat geklappt, und ich habe mich sehr gefreut, dass auch richtige freie Menschen mit Kundenkontakt betreut sind, die auch engagiert auf den Gespächspartner eingehen dürfen. Keine roboterartig erscheinenden menschlichen Drohnen mit vorgegebenen auswendig gelernten Gesprächsvorlagen wie in der Hotline.
Aber jegliche weitere Analyse hat dennoch nichts ergeben: Da gibts keinen Job wo auch immer, der irgendwas resettet, und die Leitungswerte sind eigentlich auch nicht problematisch. Nur genau zu diesem Zeitpunkt fliegts weg.
Das hätte das Ende sein können, und um die Uhrzeit (Fr 3 Uhr nachts) wären die Resets auch für mich kein wirklich existentielles Problem gewesen. Aber wohl um mir was gutes zu tun, hat er dennoch das volle Programm beauftragt: neue Fritzbox, kompetenten Techniker zur Anschlussüberprüfung (da scheints 2 Arten zu geben). Ich hätte fast abgesagt, weil ich mir nichts davon versprochen habe, aber ich wollte ihn auch nicht vor den Kopf stoßen.
Also gelieferte Fritzbox angeschlossen, und um wirklich jegliche Alt-Technik auszuschließen, habe ich natürlich auch den beiliegenden Aktiv-Splitter ausgetauscht, obwohl ich schon einen hatte, und auch komplett die neuen mitgelieferten Kabel verwendet. Wenn schon was tauschen, dann richtig. Auch Fritzbox per Hand neu eingerichtet und keine gespeicherte Konfiguration eingelesen, um keine Altlasten zu importieren.
Dann kamen die 2 Techniker, und die haben gemeint, die Pegel-Schräglage wäre nicht akzeptabel (bei den niedrigen Frequenzen hatte ich 1 dbmV, bei den hohen 7 dbmV). Da ich sonst nie Bandbreitenprobleme oder Docsis Fehlermeldungen in der Box hatte, hatte ich das immer als akzeptabel gesehen, die Werte sieht man ja immer in der Box, aber ok. Sie haben den Übergabepunkt getauscht und einen Filter gegen die Schräglage eingesetzt, Verstärker und Übergabepunkt neu gepegelt, und was soll ich sagen, heute Nacht gabs das erste Mal keinen freitäglichen Reboot der Fritzbox mehr. Juppie!
Die Techniker hatten zuvor gemeint, dass es nicht unwahrscheinlich sei, dass es sich um eine reine Störung des Signals handle. "Weiter hinten" im Signalweg gäbe es ein Hochhaus, und wenn die ganzen Smart-TVs nachts auf einen Schlag ausgeschaltet werden, könnte das durchaus eine Auswirkung auf das Kabelnetz haben. Immer genau 3 Uhr nachts? Wie ein Uhrwerk? Ja, durchaus, meinten sie. Ich wollte es irgendwie nicht glauben. Aber das Resultat hat ihnen Recht gegeben.
Wieder mal die Erkenntnis erneuert, dass man mit Halbwissen und Vermutungen eben doch nicht weiter kommt, so logisch auch immer es einem erscheint, sondern vielmehr nur mit dem know-how, das man mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung erhält.