Interessantes Tool das DNS Benchmark Tool. Ich habe es mal zusätzlich mit den von Vodafone zugeteilten DNS Servern gefüttert (die sind als "LIBERTYGLOBAL" gekennzeichnet), meinem eigenen DNS (10.1.0.1), der Fritzbox (10.1.0.2), und der Liste in dem von @Nachtwesen geposteten Link. Dann die toten entfernt, und das hier kommt heraus, sortiert nach der Performance gecachter Abfragen:
Der letzte ist der von Digitalcourage, also eher nicht verwenden. Der rote Bereich ist die Zeit für gecachte Antworten, der grüne für ungecachte Antworten. Was das blaue bedeutet, habe ich nicht richtig verstanden. Relevant ist zunächst die reine Antwortzeit-Performance für gewöhnliche Abfragen, das ist rot und grün.
Hier dieselbe Liste sortiert nach ungecachter Performance (grün):
Das interessante ist, dass bei ungecachten Antworten die lokalen Nameserver unterperformen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass da ein klein wenig Rechenleistung eine Rolle spielt, und in der Fritzbox und meinem Raspberry Pi, auf dem mein DNS Server läuft, ist da halt eher wenig Rechenleistung zu finden, während die DNS Server der großen Provider dicke Boliden sind. Da sind die Unitymedia DNS Server nicht zu verachten. Google und Cloudflare sind da messbar langsamer. Nicht die Welt, aber messbar oberhalb von Messtoleranzen. Bei gecachten Antworten sind die lokalen Server natürlich durchweg im Vorteil, weil die Latenz ins WAN wegfällt (minimal 7 ms bei einem 500mbit/s Kabel-TV Anschluss, wohingegen es nur 0-0.1 ms bei Ethernet im LAN sind. WLAN fügt glaube ich so um die 20-30 ms hinzu).
Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon schrieb, sollte man auf die Performance von Bastelservern achten - nicht wenige der alternativen Privatsphären-DNS-Server sind tatsächlich deutlich langsamer als die von großen Providern betriebenen und deshalb nicht zu empfehlen.