was soll so eine provokante Antwort
Ich verstehe nicht, worin Du in der Schlilderung meiner Realität eine Provokation siehst. Wenn ich bedenke wie sehr ich mich geärgert habe, der 75er gehört zur Familie, dann war ich meiner Meinung nach sachlich.
Wenn sich ALLE einig sind die Preise anzuheben, aber es sind sich eben nie ALLE wirklich einig. Wenn die Gewinnmarge schon akzeptabel gut ist, wird sich wenigstens ein Anbieter finden, dem ein geringerer Gewinn je Kunde reicht und es günstiger anbietet
These: Wenn sich alle einig sind die Preise nicht zu senken, aber es sind sich eben nie alle wirklich einig? Nach meiner Beoachtung gibt es sehr wohl irgendwann niemanden mehr der die Preise weiter senkt, selbst die günstigsten Anbieter, denen ein geringerer Gewinn reicht, führen die Preise nach wenn die Konkurrenz die Preise erhöht. Kann man bei Benzinpreisen zeitnah beobachten, bei anderen Produkten ist die Zeitverzögerung grösser. Daher gibt es sehr wohl irgendwann einen Punkt an dem sich alle "einig" sind die Preise anzuheben.
denn natürlich versucht jeder schon so viel zu verdienen wie möglich ist.
Damit hebelst Du selbst Dein Argument aus. Denn damit wird jeder (= alle) die Preise anheben wenn es möglich ist.
beim Breitbandkabel als shared Medium teilen sich XY Kunden eine verfügbare Bandbreite und rechnerisch können nicht alle Kunden ihren Tarif zu 100% parallel nutzen. Das kann mir aber völlig egal sein, weil in der Praxis habe ich die vertraglich zugesicherte Leistung zumindest >95% der Zeit verfügbar = in der Realität kein Nachteil.
Ich denke das könnte mit ein Grund sein warum Edding gegen das Bandbreitenlimit ist. Wenn das Netz nur an 5% des Tages überlastet ist und die Transportkosten für den Anbieter gleich bleiben, warum bremst man dann die Kunden künstlich ab?
Ich teile übrigens Deine Einschätzung, dass der Speed nur wenig Einfluss auf das genutzte Datenvolumen hat. Ist gerade das nicht der Grund einen grossen, lange dauernden Download aus der 5% Überlastphase zu verschieben und mit Vollgas noch vor der rush hour zu beenden? Ich kenne einen Filehoster, der hat, je nach Last, Happy Hour, in der auch für nicht-Kunden weniger Limitierungen gelten. Ich bin auch bei Deinem Argument wenn Du es von der anderen Seite betrachtest: Wenn es teurer ist, dann muss mehr Leistung sein. Warum aber von Min bis "Max" hoch staffeln? Warum nicht andersrum, bei Max anfangen und ein "Limit bei Überlast" als Rabatt zurück bekommen? Die Tariftabelle würde dadurch nicht anders aussehen müssen als jetzt. Und die mehr zahlenden Kunden haben in der rush hour weniger Verkehr auf der Leitung. Eigentlich ist das eine Win/Win Situation für beide Produkte.
kein Unternehmen wird sein Produkt verramschen wenn keine Not besteht, aber - davon ausgehend das es weiterhin wirtschaftlich ist - wird sich immer wenigstens ein Anbieter finden, der je Kunde vielleicht 10% weniger verdient wie die Konkurrenz, aber dafür 100mal mehr Kunden hat durch attraktive Preise = über die Masse mehr Gewinn erwirtschaftet.
Ja, das ist Marktwirtschaft, in dieser Situation gibt es links vom billigsten Anbieter jedoch niemand mehr, genau deswegen wird der billigste Anbieter auch die Preise anheben wenn es die anderen getan haben - und dann haben ALLE die Preise angehoben.
Meine Formulierung "einig sind" war unschön, vorherige Einigung ist wie Du schon angedeutet hast eine Kartellabsprache, aber einfach Preise nachziehen, weil die anderen teurer geworden sind um mehr Gewinn zu machen, ist Marktwirtschaft.
Sachlich ist damit alles gesagt, was bleibt ist, dass ich nicht vor hatte Dich zu provozieren oder anzugreifen. Ich habe Deinen Text im Moment des Ärgers über Vodafone gelesen und darin waren leider Trigger enthalten die im Gegensatz zu dem standen was mir gerade widerfahren ist. Vodafone ist hier der günstigste Anbieter und gehört hier damit zur Gruppe "ALLE" Anbieter und hat die Preise angehoben. Den Anbieter der nicht die Preise anhebt, der sozusagen weiter links von Vodafone in der billig->teuer Liste steht, den gibt es hier nicht.