- Einschränkungen Telefon PLUS / Öffentliche IP reserviert Beitrag #1
iCode
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Hallo an alle Forumsmitglieder
Ich habe seit kurzem einen Unitymedia 3play Anschluss als 20.000'er mit Telefon PLUS Option.
Der Beschreibung des Telefonparts als "Vollwertigen Telefonanschluss" vertrauend, war ich bei der Installation des Anschlusses etwas überrascht, diesen über eine Fritz!Box Fon 7170 und VoIP realisiert zu sehen. Zwar könnte ich über die "klassischen" VoIP Einschränkungen (keine Notruffähigkeit bei Stromausfall, Abhängigkeit vom IP Backbone, etc.) unter Umständen hinwegsehen, allerdings hänge ich nun an einem Problempunkt fest, der in der grundsätzlichen Implementierung von Telefon PLUS bei Unitymedia begründet zu sein scheint.
Das Kabelmodem (Motorola SB5101E) liefert soweit ich es verifizieren kann nur dem ersten angeschlossenen Gerät eine öffentliche IP. Bei Befolgung der Installationsanleitung ist die Fritz!Box Fon dieses erste Gerät, welches dann seinerseits per NAT angeschlossene Geräte ins Internet routet. Ich bin mir zwar im Klaren darüber, dass ein NAT Setup für 95% der Anwendungsfälle alleine schon aus Sicherheitsgründen vorzuziehen ist, allerdings gibt es auch eine Reihe von Szenarien, wo es - gerade zu Testzwecken - erforderlich sein mag, ein System direkt im Internet zu haben, ohne dass da eine NAT (auch nicht als "Exposed Host" / DMZ) auf den Datenweg Einfluss nimmt. Als Beispiele seien nur Softwareentwicklung, zusätzliche VoIP Dienste, Gaming, etc. genannt.
Nach Rückfrage bei Unitymedia wird die Funktion der Telefonie jedoch nur dann gewährleistet, wenn die Fritz!Box Fon als erstes Gerät angeschlossen wird, was dann den gravierenden Nachteil hat, dass ein an die Fritz!Box Fon angeschlossenes System zwangsweise hinter einer NAT liegt, es also eben nicht möglich ist ein Gerät vollständig dem Internet exponiert anzuschliessen, es sei denn man ist gewillt die Fritz!Box zu überbrücken und auf Telefonie zu verzichten.
Meine Versuche, die Fritz!Box Fon in Eigenregie hinter einem anderen Gerät anzuschliessen (in diesem Fall hinter einer Apple AirPort Extreme 802.11n) kamen bis zu dem Punkt wo ausgehende Gespräche einwandfrei geführt werden konnten, eingehende Gespräche auch klingelten, es allerdings bei Gesprächsannahme beidseitig stumm blieb. In den Logs der Fritz!Box Fon zeigte sich dann, dass in diesen Fällen die G.711 Kodierung nicht aktiviert wurde. In Ermangelung der genauen Parameter, wie Unitymedia den VoIP Teil umsetzt, würde ich vermuten, dass da die reine Rufsignalisierung in beide Richtungen, die Tonübertragung allerdings nur bei selbst rausgewählten Geschprächen funktionierte, wahrscheinlich der SIP Teil der Kommunikation klappt, es aber bei eingehenden Anrufen am RTP Teil scheitert. Kennt evtl. jemand die Ports, die Unitymedia für die VoIP Kommunikation nutzt ?
Eine andere Option wäre evtl. denkbar, falls Unitymedia am Kabelmodem optional mehr als eine öffentliche IP bereitstellen würde, dann sollte es möglich sein, sowohl die Fritz!Box Fon, wie auch ein anderes Gerät als IP Clients mit externen IPs zu versorgen. Ich hatte in Erinnerung, dass einige ältere Kabelmodems dies so umsetzten, weiss da einer mehr ?
Ich bin für alle Hinweise dankbar wie man es hinbekommen könnte, bei Bedarf wie sonst auch üblich (und wie es auch bei den anderen Unitymedia Telefonie-Optionen der Fall ist) ein eigenes Gerät mit externer IP ins Netz zu bekommen, ohne dabei auf Telefonie verzichten zu müssen.
Danke
Ich habe seit kurzem einen Unitymedia 3play Anschluss als 20.000'er mit Telefon PLUS Option.
Der Beschreibung des Telefonparts als "Vollwertigen Telefonanschluss" vertrauend, war ich bei der Installation des Anschlusses etwas überrascht, diesen über eine Fritz!Box Fon 7170 und VoIP realisiert zu sehen. Zwar könnte ich über die "klassischen" VoIP Einschränkungen (keine Notruffähigkeit bei Stromausfall, Abhängigkeit vom IP Backbone, etc.) unter Umständen hinwegsehen, allerdings hänge ich nun an einem Problempunkt fest, der in der grundsätzlichen Implementierung von Telefon PLUS bei Unitymedia begründet zu sein scheint.
Das Kabelmodem (Motorola SB5101E) liefert soweit ich es verifizieren kann nur dem ersten angeschlossenen Gerät eine öffentliche IP. Bei Befolgung der Installationsanleitung ist die Fritz!Box Fon dieses erste Gerät, welches dann seinerseits per NAT angeschlossene Geräte ins Internet routet. Ich bin mir zwar im Klaren darüber, dass ein NAT Setup für 95% der Anwendungsfälle alleine schon aus Sicherheitsgründen vorzuziehen ist, allerdings gibt es auch eine Reihe von Szenarien, wo es - gerade zu Testzwecken - erforderlich sein mag, ein System direkt im Internet zu haben, ohne dass da eine NAT (auch nicht als "Exposed Host" / DMZ) auf den Datenweg Einfluss nimmt. Als Beispiele seien nur Softwareentwicklung, zusätzliche VoIP Dienste, Gaming, etc. genannt.
Nach Rückfrage bei Unitymedia wird die Funktion der Telefonie jedoch nur dann gewährleistet, wenn die Fritz!Box Fon als erstes Gerät angeschlossen wird, was dann den gravierenden Nachteil hat, dass ein an die Fritz!Box Fon angeschlossenes System zwangsweise hinter einer NAT liegt, es also eben nicht möglich ist ein Gerät vollständig dem Internet exponiert anzuschliessen, es sei denn man ist gewillt die Fritz!Box zu überbrücken und auf Telefonie zu verzichten.
Meine Versuche, die Fritz!Box Fon in Eigenregie hinter einem anderen Gerät anzuschliessen (in diesem Fall hinter einer Apple AirPort Extreme 802.11n) kamen bis zu dem Punkt wo ausgehende Gespräche einwandfrei geführt werden konnten, eingehende Gespräche auch klingelten, es allerdings bei Gesprächsannahme beidseitig stumm blieb. In den Logs der Fritz!Box Fon zeigte sich dann, dass in diesen Fällen die G.711 Kodierung nicht aktiviert wurde. In Ermangelung der genauen Parameter, wie Unitymedia den VoIP Teil umsetzt, würde ich vermuten, dass da die reine Rufsignalisierung in beide Richtungen, die Tonübertragung allerdings nur bei selbst rausgewählten Geschprächen funktionierte, wahrscheinlich der SIP Teil der Kommunikation klappt, es aber bei eingehenden Anrufen am RTP Teil scheitert. Kennt evtl. jemand die Ports, die Unitymedia für die VoIP Kommunikation nutzt ?
Eine andere Option wäre evtl. denkbar, falls Unitymedia am Kabelmodem optional mehr als eine öffentliche IP bereitstellen würde, dann sollte es möglich sein, sowohl die Fritz!Box Fon, wie auch ein anderes Gerät als IP Clients mit externen IPs zu versorgen. Ich hatte in Erinnerung, dass einige ältere Kabelmodems dies so umsetzten, weiss da einer mehr ?
Ich bin für alle Hinweise dankbar wie man es hinbekommen könnte, bei Bedarf wie sonst auch üblich (und wie es auch bei den anderen Unitymedia Telefonie-Optionen der Fall ist) ein eigenes Gerät mit externer IP ins Netz zu bekommen, ohne dabei auf Telefonie verzichten zu müssen.
Danke