- Unkorrigierbare Bitfehler Beitrag #1
joge
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Hallo,
ich hab regelmäßig Bitfehler, die sich unterschiedlich äußern, je nachdem ob ein Keyframe betroffen ist oder nicht, oder ein Bewegungsvektor, oder der Audiostream oder ein Frameheader. Oft sind Streifen über die ganze oder halbe Bildbereite in Keyframes betroffen, die sich meist 0,5-1s halten und von den nachfolgenden Frames "verschmiert" werden. Manchmal sind nur Farb- oder Helligkeitswerte kaputt, manchmal ist auch völliger Datenmüll (reines Schwarz, Weiß, Rot, Blau oder Grün oder eine Mixtur daraus) an der betroffenen Stelle. Weniger häufig treten Fälle auf, wo Teile des Bilds kurz stehenbleiben (z.B. Nachrichtensprecher dreht den Kopf, aber eine Zeile Bart bleibt stehen...). Häufig treten auch einzelne Blöcke auf, die entweder "unscharf" wirken oder Datenmüll enthalten. Ist der Audiostream betroffen, gibt's ein unheimlich lautes, metallisches Klirren, das mir Angst um meine Hochtöner macht. Ist der Frameheader betroffen, stürzt schonmal die Wiedergabe ab... Insgesamt scheinen die Bitfehler zufällig, gleichmäßig verteilt über den ganzen Stream verteilt auftreten, sprich gemäß der relativen Größe sind Audiofehler ziemlich selten und die Bildfehler entsprechend häufig. "Häufig" heißt ca. 5-10 Mal pro Spielfilm.
Zur Verkablung / Hardware: als 3play-Kunden wurde mir von UM ein Rückkanalverstärker installiert und eingestellt. Eine Durchschleifdose befindet sich noch imselben Kellerraum. Das Kabel bis dahin (insges. keine 2m) wurde von UM noch erneuert, hinter der Dose besteht noch die ursprüngliche Hausverkabelung. An dieser Dose habe ich einen PC mit zwei TV-Karten (Modell TechnoTrend TT DVB-C 1501) mit CI-Slot und UM-Smartcards in Betrieb (von da streame ich live oder zeitversetzt übers LAN auf einen weiteren PC mit Beamer im Wohnzimmer). An der Durschleifdose habe ich über ein T-Stück und je ein 5m-Kabel (digitaltauglich, mit Mantelstromfilter) sowie einen Massetrenner die beiden TV-Karten angeschlossen.
Um Reflexionen aus dem nicht erneuerten Teil der Hausverkabelung ausschließen, habe ich testweise an der Durschleifdose den alten Teil abgeklemmt und stattdessen einen Abschlusswiderstand eingesetzt, was jedoch keine Veränderung brachte.
Um Einstrahlungsstörungen auszuschließen, habe ich testweise für einige Stunden sämtliche Telefonbasisstationen vom Netz genommen, bei den Mobilteilen die Batterien raus, Funksteckdosen vom Netz, WLAN/Router/Switches vom Netz - auch keine Veränderung.
Auch Bursts im Stromnetz (Ein-/Ausschalten von Halogenlampen) scheinen nicht die Ursache zu sein, da die Störungen auch nachts auftreten, wenn ich weder Lampen noch Geräte benutze.
Weil die Kanäle auf S2 (RTL, ProSieben, etc.) stärker betroffen sind als z.B. ARD (S34), hab ich für die Durchschleifdose im Fachgeschäft einen Ersatz gekauft - auch keine Veränderung. Erwähnenswert ist an dieser Stelle vllt. noch, dass die Signalpegel auf S2 100% betragen, auf den übrigen Kanälen (90-97%). Ich hoffe ja mal, dass das auch wirklich nur 100% und kein Überpegel ist, schließlich hat der Techniker das ja eingestellt. An dem Verstärker will ich nichts rumstellen, aber testweise hab ich nochmal meinen alten (nicht rückkanalfähigen) Verstärker (ohne Splitter und Modem natürlich) eingebaut und mit dem rumgespielt - mit dem Ergebnis, dass ein Absenken des Pegels unter 100% die Probleme nur schlimmer macht.
Zu den anderen Werten: die Bit-Error-Rate liegt meistens bei null, ab und zu mal bei kleineren Werten (1-4, selten mal bis zu 20) - also völlig ok. Aber: die uncorrectable blocks sind leider nicht immer null, ungefähr so häufig nicht, wie letztendlich auch die sicht- und hörbaren Störungen auftreten (logischerweise). Was ich jedoch überhaupt nicht begreife: der BER-Wert ist immer null, wenn die uncorrectable blocks auftreten? Wie kann das denn sein? Ich kann es unkorrigierbare Fehler geben, wenn es überhaupt keine Fehler gab?!? (oder ist das so zu lesen, dass ein Fehler ENTWEDER als bit-error ODER als uncorrectable block gewertet wird?)
Noch was: wenn ich mit beiden TV-Karten zur gleichen Zeit dasselbe Programm aufnehme, bekomme ich beidemale Fehler, aber nicht diegleichen! Könnte jetzt heißen, dass beide TV-Karten Schrott sind (ziemlich unwahrscheinlich), oder dass das Signal stellenweise so unsauber ist, dass einige Bits unmittelbar davor sind zu kippen (und mal kippen sie halt und mal nicht).
Wenn ich übrigens die Signal-Werte des Modem auslese, deckt sich das nicht so recht mit den empfohlenen Werten aus diesem Forum, obgleich das Internet / Telefon aber keine Probleme zu machen scheint: Downstream SNR 37dB, Power Level 15dBmV, Modulation QAM256; Upstream Power Level 34dBmV, Modulation mal 16QAM, mal 64QAM; Signal Stats: unerrored codewords 795935530, correctable codewords 2642, uncorrectable codewords 76. Dazusagen sollte man vllt. noch, dass hinter dem Verstärker nach dem Abzweiger noch zwecks 6dB Dämpfung ein T-Stück (Abschlusswiderstand am blinden Ausgang) vom UM-Techniker montiert wurde, da das Signal für das Modem zustark sei, wenn es für die TV-Dose gleichzeitig noch stark genug sein solle.
Für das Modem sind die paar uncorrectable codewords ja ok. Wenn ein IP-Paket im Eimer ist, wird's halt nochmal geschickt, aber im TV hätte ich gerne immer absolut null uncorrectable Blocks! Sonst könnte ich ja auch DVB-S nutzen...
Bin für jede mögliche Erklärung und jeden Tipp, was überhaupt noch als Ursache infrage kommt, dankbar!
Viele Grüße,
Joachim
ich hab regelmäßig Bitfehler, die sich unterschiedlich äußern, je nachdem ob ein Keyframe betroffen ist oder nicht, oder ein Bewegungsvektor, oder der Audiostream oder ein Frameheader. Oft sind Streifen über die ganze oder halbe Bildbereite in Keyframes betroffen, die sich meist 0,5-1s halten und von den nachfolgenden Frames "verschmiert" werden. Manchmal sind nur Farb- oder Helligkeitswerte kaputt, manchmal ist auch völliger Datenmüll (reines Schwarz, Weiß, Rot, Blau oder Grün oder eine Mixtur daraus) an der betroffenen Stelle. Weniger häufig treten Fälle auf, wo Teile des Bilds kurz stehenbleiben (z.B. Nachrichtensprecher dreht den Kopf, aber eine Zeile Bart bleibt stehen...). Häufig treten auch einzelne Blöcke auf, die entweder "unscharf" wirken oder Datenmüll enthalten. Ist der Audiostream betroffen, gibt's ein unheimlich lautes, metallisches Klirren, das mir Angst um meine Hochtöner macht. Ist der Frameheader betroffen, stürzt schonmal die Wiedergabe ab... Insgesamt scheinen die Bitfehler zufällig, gleichmäßig verteilt über den ganzen Stream verteilt auftreten, sprich gemäß der relativen Größe sind Audiofehler ziemlich selten und die Bildfehler entsprechend häufig. "Häufig" heißt ca. 5-10 Mal pro Spielfilm.
Zur Verkablung / Hardware: als 3play-Kunden wurde mir von UM ein Rückkanalverstärker installiert und eingestellt. Eine Durchschleifdose befindet sich noch imselben Kellerraum. Das Kabel bis dahin (insges. keine 2m) wurde von UM noch erneuert, hinter der Dose besteht noch die ursprüngliche Hausverkabelung. An dieser Dose habe ich einen PC mit zwei TV-Karten (Modell TechnoTrend TT DVB-C 1501) mit CI-Slot und UM-Smartcards in Betrieb (von da streame ich live oder zeitversetzt übers LAN auf einen weiteren PC mit Beamer im Wohnzimmer). An der Durschleifdose habe ich über ein T-Stück und je ein 5m-Kabel (digitaltauglich, mit Mantelstromfilter) sowie einen Massetrenner die beiden TV-Karten angeschlossen.
Um Reflexionen aus dem nicht erneuerten Teil der Hausverkabelung ausschließen, habe ich testweise an der Durschleifdose den alten Teil abgeklemmt und stattdessen einen Abschlusswiderstand eingesetzt, was jedoch keine Veränderung brachte.
Um Einstrahlungsstörungen auszuschließen, habe ich testweise für einige Stunden sämtliche Telefonbasisstationen vom Netz genommen, bei den Mobilteilen die Batterien raus, Funksteckdosen vom Netz, WLAN/Router/Switches vom Netz - auch keine Veränderung.
Auch Bursts im Stromnetz (Ein-/Ausschalten von Halogenlampen) scheinen nicht die Ursache zu sein, da die Störungen auch nachts auftreten, wenn ich weder Lampen noch Geräte benutze.
Weil die Kanäle auf S2 (RTL, ProSieben, etc.) stärker betroffen sind als z.B. ARD (S34), hab ich für die Durchschleifdose im Fachgeschäft einen Ersatz gekauft - auch keine Veränderung. Erwähnenswert ist an dieser Stelle vllt. noch, dass die Signalpegel auf S2 100% betragen, auf den übrigen Kanälen (90-97%). Ich hoffe ja mal, dass das auch wirklich nur 100% und kein Überpegel ist, schließlich hat der Techniker das ja eingestellt. An dem Verstärker will ich nichts rumstellen, aber testweise hab ich nochmal meinen alten (nicht rückkanalfähigen) Verstärker (ohne Splitter und Modem natürlich) eingebaut und mit dem rumgespielt - mit dem Ergebnis, dass ein Absenken des Pegels unter 100% die Probleme nur schlimmer macht.
Zu den anderen Werten: die Bit-Error-Rate liegt meistens bei null, ab und zu mal bei kleineren Werten (1-4, selten mal bis zu 20) - also völlig ok. Aber: die uncorrectable blocks sind leider nicht immer null, ungefähr so häufig nicht, wie letztendlich auch die sicht- und hörbaren Störungen auftreten (logischerweise). Was ich jedoch überhaupt nicht begreife: der BER-Wert ist immer null, wenn die uncorrectable blocks auftreten? Wie kann das denn sein? Ich kann es unkorrigierbare Fehler geben, wenn es überhaupt keine Fehler gab?!? (oder ist das so zu lesen, dass ein Fehler ENTWEDER als bit-error ODER als uncorrectable block gewertet wird?)
Noch was: wenn ich mit beiden TV-Karten zur gleichen Zeit dasselbe Programm aufnehme, bekomme ich beidemale Fehler, aber nicht diegleichen! Könnte jetzt heißen, dass beide TV-Karten Schrott sind (ziemlich unwahrscheinlich), oder dass das Signal stellenweise so unsauber ist, dass einige Bits unmittelbar davor sind zu kippen (und mal kippen sie halt und mal nicht).
Wenn ich übrigens die Signal-Werte des Modem auslese, deckt sich das nicht so recht mit den empfohlenen Werten aus diesem Forum, obgleich das Internet / Telefon aber keine Probleme zu machen scheint: Downstream SNR 37dB, Power Level 15dBmV, Modulation QAM256; Upstream Power Level 34dBmV, Modulation mal 16QAM, mal 64QAM; Signal Stats: unerrored codewords 795935530, correctable codewords 2642, uncorrectable codewords 76. Dazusagen sollte man vllt. noch, dass hinter dem Verstärker nach dem Abzweiger noch zwecks 6dB Dämpfung ein T-Stück (Abschlusswiderstand am blinden Ausgang) vom UM-Techniker montiert wurde, da das Signal für das Modem zustark sei, wenn es für die TV-Dose gleichzeitig noch stark genug sein solle.
Für das Modem sind die paar uncorrectable codewords ja ok. Wenn ein IP-Paket im Eimer ist, wird's halt nochmal geschickt, aber im TV hätte ich gerne immer absolut null uncorrectable Blocks! Sonst könnte ich ja auch DVB-S nutzen...
Bin für jede mögliche Erklärung und jeden Tipp, was überhaupt noch als Ursache infrage kommt, dankbar!
Viele Grüße,
Joachim