Weil das technisch im Kabel nicht anders geht.
geht das nicht
Ich glaub mich erinnern zu können, das auch der Upstream "bündelbar" ist und somit ein Upstream auch von über 100Mbit möglich seien?!
Das geht nicht, weil im Cluster
insgesamt nur
maximal (10 Kanäle a 6 MHz * 27 MBit/s) 270 MBit/s für den Upstream zur Verfügung stehen, aber schon bei "nur" 8 Downstream-Kanälen a 50 MBit/s bereits 400 MBit/s im Downstream.
Die 270 MBit/s für den Upstream sind zudem hochgradig theoretisch, in der Praxis liegt der Wert bei ~108 MBit/s, während weitere Downstream-Kanäle auch praktisch realisierbar sind.
Damit ist schon kaum ein besseres Verhältnis möglich als 16:1, 32:1, 64:5 oder 128/5, erst recht keine Symetrie. Dies allein schon deshalb nicht, weil Downloadgeschwindigkeiten >16 MBit/s weit überwiegend als Penisprothese angenommen werden können, dauerhaft nutzen kann das auch kein Power-User.
Die niedrigen Upload-Geschwindigkeiten dürften hingegen bei weit mehr Kunden und länger bis zum Anschlag ausgereizt sein, z.B. bei Benutzern von Online-Backups, Filesharern, aktiven Benutzern von Videoportalen, etc. pp.
Deshalb kann man das selbe MBit/s Downstream viel öfter verkaufen als ein MBit/s Upstream.
Beispiel: Selbst wenn sich ein Benutzer 10 komplette BluRays am Tag runterladen würde, dann würde er mit 64 MBit/s die Leitung gerade mal 8h 40 Minuten ausreizen. Das geht selbst dann noch, wenn 5,25 weitere User zeitgleich auf dieselbe Idee kommen (Bei 8 Kanälen), weitere ~14 User könnten sich
zusätzlich zumindest noch 8-9 BluRays mit voller Geschwindigkeit ziehen, solange sie das nicht zur selben Tageszeit machen wie die ersten 6,25. Völlig utopisch, daß die Leute das über einen längeren Zeitraum durchhalten.
Deshalb kann man dieselben 400 MBit/s an weit mehr als nur die 6,25 Kunden verhökern, die damit auch rein rechnerisch garantierte 64 MBit/s im Downstream hätten, bevor irgendjemand beim Speedtest ein Einknicken der zur verfügbaren Geschwindigkeit merken wird.
Rechenbeispiel mit VDSL-typischen 25/5:
400/25 = 16
16 Kunden könnten ohne jede Einbuße volle 25 MBit/s bekommen. Die werden sie aber nicht gleichzeitig voll ausreizen, also kann man die 400 MBit/s ca. 20x so oft verkaufen (20 ist ein Überbuchungsfaktor, der bei DSL genauso angewandt wird), das sind dann also 320 Kunden ...
Man hätte dann aber auch 320x5 MBit/s im Upstream verkauft, also 1600 ... zur Verfügung stehen aber nur die o.g. ~108 ...
Und auch wenn hier der Überbuchungsfaktor nur knapp 16 ggü. den 20 vom Downstream betragen würde, ginge das nicht auf. Teilen wir nämlich die 108 MBit/s mal direkt auf die 320 Kunden auf, kommen wir auf lediglich 345 kBit/s, die jeder nutzen könnte, wenn alle gleichzeitig "draufhalten". Das mag vielen reinen Surfern/Konsumenten noch halbwegs reichen und daher kaum auffallen, aber spinnen wir einfach mal weiter! Sagen wir nur 1% nutzt Online-Backups oder dreht den Upload im Filesharing auf, dann verbraucht dieses 1% (Also 3,2 Benutzer) bereits 16 MBit/s und es bleiben dem Rest 92 MBit/s. Die wieder auf die User aufgeteilt ergibt schon nur noch 297 kBit/s ...
Ich denke, damit sollte klar sein, wieso es Downstream in völlig überzogenen und unnötigen Dimensionen im Kabel hinterhergeworfen gibt, den Upstream hingegen nicht. In VDSL-erschlossenen Gebieten wird das in Zukunft das Hauptproblem der KNB werden, wenn 'cloud computing' und/oder Web 2.0/Porn 2.0 noch weiter zunimmt.