Unitymedia Sky verärgert Kunden

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Der Bezahlsender bietet seinen Kunden ab Jahresbeginn keine Filme von Paramount mehr. Fußball gewinnt noch mehr an Bedeutung. Abonnenten und Aktionäre erfahren das nur auf Umwegen.

Der Bezahlsender Sky Deutschland vergrault mit einem verkleinerten Angebot seine Kunden. Ab 1. Januar können die Abonnenten keine Filme von Paramount mehr sehen. Das räumte der Programmchef von Sky Film ein, nachdem er auf einer Facebook-Seite zu einer Stellungnahme zu entsprechenden Gerüchten gedrängt worden war. Paramount ist das weltweit umsatzstärkste Filmstudio mit Blockbustern wie "Mission Impossible", "Tim und Struppi" und "Titanic".

Verhandlungen über Bundesligarechte
Die Filmsparte des Senders büßt damit massiv an Attraktivität ein - und die zweite Säule des Programms, der Sport, gewinnt an Bedeutung. Dort steht Sky vor entscheidenden Monaten: In den nächsten Wochen beginnen die Verhandlungen über die Bundesligarechte bis 2017. Vorstandschef Brian Sullivan will die Spiele nicht nur auf Fernsehgeräte, sondern auch ins Internet übertragen, auf Smartphones und Tablet-PC.

Schon jetzt kosten die Kickerrechte das Unternehmen jährlich rund 275 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten für die eigenständig produzierten Sportnachrichten, die Sky seit Anfang Dezember rund um die Uhr sendet. 48 Millionen Euro hat das Unternehmen in das Angebot gesteckt.

Aktionäre warten auf Rendite
Seit der Gründung vor mehr als 20 Jahren warten die Aktionäre darauf, dass sich derlei Investitionen in eine stabile Rendite verwandeln. Finanziert wird das Unterfangen seit seinem Einstieg vor fast vier Jahren von Medienunternehmer Rupert Murdoch, der inzwischen knapp 50 Prozent an Sky hält. Die beständigen Probleme nähren die Zweifel, dass sich für Bezahlfernsehen in Deutschland ein Geschäftsmodell finden lässt: Zu groß ist das Angebot der - abgesehen von den GEZ-Gebühren - kostenfreien öffentlich-rechtlichen und privaten Sender. Zudem kommt mittlerweile Pay-TV-Konkurrenz, etwa von der Telekom.

Entscheidend für die Gewinnaussichten sind die Kundenzahlen. Laut Sullivan könnte die Schwelle bei drei bis 3,2 Millionen Kunden liegen. Zwar hatte Sky Ende September fast 2,9 Millionen. Sullivan rechnet für 2011 dennoch mit einem vergleichsweise üppigen operativen Verlust von bis zu 175 Millionen Euro. Er versucht seit Amtsantritt Anfang 2010 vor allem, die Kundentreue zu verbessern: Laut Unternehmen haben in den ersten neun Monaten des Jahres 339.000 Kunden weniger gekündigt als im Vorjahreszeitraum.

Kündigungsrecht für Abonnenten
Diese Zahl könnte durch den Paramount-Ausschluss nun steigen: Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) dürfen die Abonnenten kündigen, wenn Sky die Programminhalte ändert. Im Internet äußerten die Kunden über die Weihnachtstage bereits ihren Unmut. "Es wäre eine mittlere Katastrophe für uns Filmabonnenten. Das ist so, als ob in der Bundesliga keine Spiele mehr von Bayern oder Dortmund bei Sky laufen dürften", hieß es etwa.

Zudem kritisierten viele Nutzer die zögerliche Informationspolitik. Einzelne Sky-Aktionäre drohten sogar mit einer Anzeige bei der Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin. Ihre Begründung: Was den Börsenkurs erheblich beeinflussen könnte, muss laut Wertpapierhandelsgesetz sofort veröffentlicht werden. Ob das auf den Fall Paramount zutrifft, ist allerdings unsicher. Bei der BaFin war am Montag niemand zu erreichen, ebenso wenig wie bei Sky.

Per Facebook hatte sich an Heiligabend einzig Marcus Ammon, der Programmchef Film, gemeldet: Kein Bezahlsender Europas habe alle Hollywoodstudios unter Vertrag. Die Paramount-Filme hätten zudem nur einen "bescheidenen Anteil" dazu beigetragen, "die Qualität von Sky Film nachhaltig zu optimieren".

Quelle :http://wirtschaft.t-online.de/sky-deutschland-ohne-paramount/id_52692126/index
 
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