- Ich und mein Kabel-Provider ? Beitrag #1
Werner Schulz
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Bin ja mit 70 nun nicht mehr ganz so jung. Kenne aber dafür noch "Kabel-Zeiten" mit Telekom, dann kam Kabel-NRW, dann Ish und jetzt Unitymedia, die ja inzwischen dem US-Medienkonzern Liberty Global gehören. Der "Ami-Konzern" verdient sich inzwischen "dumm und dämlich" an den deutschen Kabelkunden, die ja regional keine andere Kabel-Wahl haben. Die Telekom-Chefs müßten sich inwischen selber in den Hintern treten, damals dieses "Zukunfts-Mammutgeschäft" Kabel so einfach verschenkt zu haben. Heute kämpfen sie mit ihrer verbliebenen ISDN-Technik ziemlich auf verlorenem Posten.
Was kann eigentlich der "arme" Kabel-Kunde gegen die Provider noch tun. Auch Unitymedia hat, wie alle Großkonzerne, heute keine direkten Ansprechpartner mehr. Kenne noch Zeiten, da hatte man für seine Probleme einen Namen, eine Durchwahlnummer, eine direkte Faxnummer und meine Briefe oder Mails wurden noch gelesen. Heute gibt es nur noch total unpersönliche Callcenter, die nur allgemeinen "Quark" draufhaben. Ja sogar Sub-Callcenter von Callcentern gibt es inzwischen, die sitzen dann auf Zypern und reden je nach gewählter Nummer (werden auf ihren PCs angezeigt, und der Bildschirm springt dann automatisch in das entsprechende Programm), als wären sie von Unitymedia, beim nächsten Anruf von Amazon, beim dritten von Elektrolux usw., usw. Und für jede Sparte haben sie so ihre Standardsprüche, meist will man den Kunden nur abwimmeln. Ähnlich sieht es auf der Serviceseite aus, für Unity-Installationen spricht man auch meist nur noch mit Callcentern, die beauftragen dann Subunternehmer, die meistens wiederum Subunternehmer einsetzen. Und der kommt dann, zwar mit Unity-Buch unter dem Arm und mit einem Auto, wo Unity-Logos aufgeklebt sind, aber meistens ist er ein Kleinunternehmer, durchgeschwitzt und mit den Nerven ziemlich fertig. Schaut man dem auch noch zu, fallen ihm oft sogar die Coax-Hülsen aus der Hand. Man könnte meinen, die stehen unter Drogen, aber es ist wahrscheinlich der Stress, denn ausführliche Vorab-Infos wie früher kriegen die auch nicht mehr, sie müssen am Ort schnell die jeweils unterschiedlichen technischen Situationen erfassen und sind dabei unter ständigem Zeitdruck. Kein Job für normale Leute.
Und dann der Schriftverkehr, keiner liest heute noch Briefe bei Unitymedia, auch Mails nicht, man hat ja auch keine Mail-Adressen mehr. Das Einzige, was große Firmen heute noch haben, sind Eingaben in ihrer Website, und auch von dort bekommt man fast immer vorgefertigte Standardantworten. Dazu kommt, daß die Technik sich immer schneller verändert. Also mache ich folgendes:
1) Schließe einen günstigen Neu-Vertrag mit Unitymedia ab, meist gibt es Sonderkonditionen, vorher hat mich ein Freund von mir als Kunden geworben, er bekommt was dafür.
2) Bekomme neue Geräte, die ersten 3 Monate sind für die Internet-Tel-Leistung umsonst.
3) Mindestvertragszeit ist 12 Monate und einige zunächst kostenlosen Zusatzprodukte werden einem untergejubelt
4) Nachdem vom Service-Sub-Subunternehmer alles läuft, werden per Einschreiben erst mal alle Zusatzprodukte zum Zeitpunkt, ab wann sie kostenpflichtig werden, gekündigt.
5) Nach Ablauf der ersten 3 Monate "Umsonst-Internet-Tel" wird per Einschreiben zum Ablauf der Vertragsfrist (also 12 Monate + 3 Monate "Umsonst-Leistungen" = 15 Monate nach Inbetrienahme) gekündigt.
6) Ist die Zeit vorbei, bin ich wieder Neukunde mit allen Vorteilen für Sonderleistungen und neuester Technik.
Es wird Zeit, daß sich Kunden nicht mehr pausenlos über den Tisch ziehen und für dumm verkaufen lassen ! Früher war das Verhältnis Lieferant zum Kunden anders. Auch da wurde gerne von dem Unternehmen verdient, das ist ja auch ok, aber man bemühte sich wenigsten um zufriedene Kunden. Heute scheint es überall System zu sein, sich möglichst vollständig gegen den Kunden abzuschirmen. Hat man ihn erst mal, dann interessiert nur noch der püntliche Eingang der Gebühren. Sogar spätere Kündigungen werden oft gar nicht zur Kenntnis genommen.
Grüße Werner Schulz.
PS: Natürlich war früher nicht alles besser, wie wir "Oldies" ja so gerne sagen, aber einiges schon !
Was kann eigentlich der "arme" Kabel-Kunde gegen die Provider noch tun. Auch Unitymedia hat, wie alle Großkonzerne, heute keine direkten Ansprechpartner mehr. Kenne noch Zeiten, da hatte man für seine Probleme einen Namen, eine Durchwahlnummer, eine direkte Faxnummer und meine Briefe oder Mails wurden noch gelesen. Heute gibt es nur noch total unpersönliche Callcenter, die nur allgemeinen "Quark" draufhaben. Ja sogar Sub-Callcenter von Callcentern gibt es inzwischen, die sitzen dann auf Zypern und reden je nach gewählter Nummer (werden auf ihren PCs angezeigt, und der Bildschirm springt dann automatisch in das entsprechende Programm), als wären sie von Unitymedia, beim nächsten Anruf von Amazon, beim dritten von Elektrolux usw., usw. Und für jede Sparte haben sie so ihre Standardsprüche, meist will man den Kunden nur abwimmeln. Ähnlich sieht es auf der Serviceseite aus, für Unity-Installationen spricht man auch meist nur noch mit Callcentern, die beauftragen dann Subunternehmer, die meistens wiederum Subunternehmer einsetzen. Und der kommt dann, zwar mit Unity-Buch unter dem Arm und mit einem Auto, wo Unity-Logos aufgeklebt sind, aber meistens ist er ein Kleinunternehmer, durchgeschwitzt und mit den Nerven ziemlich fertig. Schaut man dem auch noch zu, fallen ihm oft sogar die Coax-Hülsen aus der Hand. Man könnte meinen, die stehen unter Drogen, aber es ist wahrscheinlich der Stress, denn ausführliche Vorab-Infos wie früher kriegen die auch nicht mehr, sie müssen am Ort schnell die jeweils unterschiedlichen technischen Situationen erfassen und sind dabei unter ständigem Zeitdruck. Kein Job für normale Leute.
Und dann der Schriftverkehr, keiner liest heute noch Briefe bei Unitymedia, auch Mails nicht, man hat ja auch keine Mail-Adressen mehr. Das Einzige, was große Firmen heute noch haben, sind Eingaben in ihrer Website, und auch von dort bekommt man fast immer vorgefertigte Standardantworten. Dazu kommt, daß die Technik sich immer schneller verändert. Also mache ich folgendes:
1) Schließe einen günstigen Neu-Vertrag mit Unitymedia ab, meist gibt es Sonderkonditionen, vorher hat mich ein Freund von mir als Kunden geworben, er bekommt was dafür.
2) Bekomme neue Geräte, die ersten 3 Monate sind für die Internet-Tel-Leistung umsonst.
3) Mindestvertragszeit ist 12 Monate und einige zunächst kostenlosen Zusatzprodukte werden einem untergejubelt
4) Nachdem vom Service-Sub-Subunternehmer alles läuft, werden per Einschreiben erst mal alle Zusatzprodukte zum Zeitpunkt, ab wann sie kostenpflichtig werden, gekündigt.
5) Nach Ablauf der ersten 3 Monate "Umsonst-Internet-Tel" wird per Einschreiben zum Ablauf der Vertragsfrist (also 12 Monate + 3 Monate "Umsonst-Leistungen" = 15 Monate nach Inbetrienahme) gekündigt.
6) Ist die Zeit vorbei, bin ich wieder Neukunde mit allen Vorteilen für Sonderleistungen und neuester Technik.
Es wird Zeit, daß sich Kunden nicht mehr pausenlos über den Tisch ziehen und für dumm verkaufen lassen ! Früher war das Verhältnis Lieferant zum Kunden anders. Auch da wurde gerne von dem Unternehmen verdient, das ist ja auch ok, aber man bemühte sich wenigsten um zufriedene Kunden. Heute scheint es überall System zu sein, sich möglichst vollständig gegen den Kunden abzuschirmen. Hat man ihn erst mal, dann interessiert nur noch der püntliche Eingang der Gebühren. Sogar spätere Kündigungen werden oft gar nicht zur Kenntnis genommen.
Grüße Werner Schulz.
PS: Natürlich war früher nicht alles besser, wie wir "Oldies" ja so gerne sagen, aber einiges schon !