- HOWTO: Statische IPv4 Adresse einrichten (Business Tarif) Beitrag #1
cubei
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Da ich ein paar Schwierigkeiten mit der Einrichtung meiner statischen IPv4 Adresse hatte, möchte hier mal ein paar Sachen dessen bezüglich niederschreiben. Am Ende lag es zwar nur an der falschen Konfigdatei vom Router, aber trotzdem gibt es hier die ganze Geschichte. Hilfen waren dabei dieser Thread von diesem Forum und dieser Blogeintrag.
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Ihr habt euch also für einen Business Tarif entschieden, in dem euch eine oder mehrere statische IPv4-Adressen bereit gestellt werden. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Die statische IPv4 Adresse hilft euch dabei von außerhalb auf eines eurer Geräte zuzugreifen. Da Privatkunden eine DS-Lite Anbindung kriegen, ist dies ansonsten sehr schwierig umzusetzen.
Mögliche Anwendungsfälle sind: Überwachungskamera ansehen, einen Web-, Owncloud-, FTP-, Minecraft-Server zu betreiben, eine Remote Verbindung zu einem Gerät aufzubauen, usw.
Zunächst muss ich erwähnen, dass ich meinen Anschluss in Baden-Württemberg von Kabel BW (Markenname nicht mehr offiziell) habe. Bei Unity Media ist das scheinbar eine andere Prozedur, die von mnl1234 erläutert wurde.
Unity Media nach meinem Verständnis in Kürze zusammengefasst:
Kabel BW
Die Sachen von Unity Media hören sich völlig daneben an? Glück gehabt, bei Kabel BW ist das etwas komfortabler gelöst. (Weil Kabel BW in Unity Media übergeht, könnte sich das bald ändern :traurig: )
Nochmals als Erinnerung: hier steht vieles drin, was ich euch nun erzähle.
Ich beziehe mich auf Office Internet & Phone 50, mit einer statischen IPv4 Adresse und einer FritzBox 6360 Cable.
Zunächst einmal solltet ihr überprüfen, ob ihr die FritzBox die richtige Konfigurationsdatei hat: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
Wenn dort was mit DS-Lite steht, dann kann es nicht funktionieren, und nachdem ich endlich die passende Konfig bekommen habe, funktionierte alles auf Anhieb alles.
Bei falscher Konfig, einfach die Telefon Hotline anrufen und das Problem wird innerhalb 8 Stunden behoben, allerdings zählt die Nacht nicht dazu. Während ihr wartet, einfach mal ein Apfel essen. Anschließend Restart der FritzBox in Erwägung ziehen.
Danach solltet ihr euch überlegen, wie ihr euer Netzwerk gestalten wollt. Mir fallen dazu 3 Szenarien ein. (Bei mehreren statischen IPv4 Adressen kann man die Szenarien auch kombinieren).
Nun müsst ihr die MAC Adresse von dem Netzwerkinterface rausfinden, das die statische IP Adresse bekommen soll.
Klasse, ihr habe die MAC Adresse gefunden, diese müsst ihr nun Kabel BW mitteilen, dafür besucht ihr diese Seite, meldet euch mit dem Konto ein, dass ihr bei Vertragsschluss als Brief bekommen haben solltet, sichert euch eine IPv4 Adresse und weißt dieser die MAC Adresse zu (Nicht unten auf freigeben drücken, sonst ist die Adresse wieder weg. Es ist kein Speicherbutton
).
An Hand der MAC Adresse kann Kabel BW dem Gerät dann die IP Adresse zuweisen. Deshalb müsst ihr bei dem Gerät die Einstellung vom Netzwerkinterface auf automatisch beziehen (DHCP) lassen und nicht wie bei Unity Media manuell festlegen.
Damit Kabel BW die MAC Adresse von eurem Gerät überhaupt sieht, darf dazwischen kein Router sein, wodurch noch folgende Einstellungen nötig sind.
Eure statische IPv4 Adresse ist jetzt eurem Wunschgerät zugeordnet. Super. Allerdings könnt ihr (sofern ihr nicht die letzte Option gewählt habt) euren Server immer noch nicht von außen erreichen.
Nun kommt das Portforwarding (Weiterleiten) ins Spiel. Bei Option A müsst ihr das bei der FritzBox machen, bei Option B an dem Router, der die statische IP Adresse hat.
Dies sieht bei jedem Router anders aus, im Prinzip geht es darum, Verbindungen, die mit einem bestimmten Port (hängt von eurer Anwendung ab z.B. ist Port 21 der Standard für FTP) an die Tür von euren Router klopfen (der hat ja die statische IP Adresse, so dass dort erstmal alles ankommt) an euren Server oder was auch immer weiterzuleiten.
Unter FritzOS geht dies unter Internet -> Freigaben -> Portfreigaben
Bei meinem Buffalo Router sieht das so aus.
Es wird beispielsweise Port 80 von der Internetadresse an Port 80 von meinem Server weitergeleitet.
Wenn ihr euch keine Zahlen merken könnt, solltet ihr euch noch eine DDNS Adresse von irgendwo besorgen und ihr die statische IPv4 Adresse zuteilen.
Das wäre dann auch alles.
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Ihr habt euch also für einen Business Tarif entschieden, in dem euch eine oder mehrere statische IPv4-Adressen bereit gestellt werden. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Die statische IPv4 Adresse hilft euch dabei von außerhalb auf eines eurer Geräte zuzugreifen. Da Privatkunden eine DS-Lite Anbindung kriegen, ist dies ansonsten sehr schwierig umzusetzen.
Mögliche Anwendungsfälle sind: Überwachungskamera ansehen, einen Web-, Owncloud-, FTP-, Minecraft-Server zu betreiben, eine Remote Verbindung zu einem Gerät aufzubauen, usw.
Zunächst muss ich erwähnen, dass ich meinen Anschluss in Baden-Württemberg von Kabel BW (Markenname nicht mehr offiziell) habe. Bei Unity Media ist das scheinbar eine andere Prozedur, die von mnl1234 erläutert wurde.
Unity Media nach meinem Verständnis in Kürze zusammengefasst:
- Ihr bekommt einen Brief, in dem IP-Adresse(n), Gateway, Netzwerkmaske, usw. stehen.
- Diese Daten tragt ihr auf eurem Gerät/NIC (Empfehlung ist der WAN Port von einem zusätzlicher Router), das die statische IPv4 Adresse bekommen soll, ein.
- Das Gerät wird mit dem LAN Port 1 von eurem Kabelmodem/Router (z.B. Fritzbox 6360) verbunden. (Wenn ihr mehrere statische IP-Adressen habt, dann vielleicht einen Switch an Port 1?)
- Wenn euer Kabelmodem/Router die passende Konfiguration erhält, ist es nur noch ein Modem ohne Router/Firewall/NAT Funktionalität. (Ich verstehe nicht, wie dann noch IP-Telefonie, eMail Benachrichtigungen usw. funktionieren sollen -.-)
- Fertig
Kabel BW
Die Sachen von Unity Media hören sich völlig daneben an? Glück gehabt, bei Kabel BW ist das etwas komfortabler gelöst. (Weil Kabel BW in Unity Media übergeht, könnte sich das bald ändern :traurig: )
Nochmals als Erinnerung: hier steht vieles drin, was ich euch nun erzähle.
Ich beziehe mich auf Office Internet & Phone 50, mit einer statischen IPv4 Adresse und einer FritzBox 6360 Cable.
Zunächst einmal solltet ihr überprüfen, ob ihr die FritzBox die richtige Konfigurationsdatei hat: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
Wenn dort was mit DS-Lite steht, dann kann es nicht funktionieren, und nachdem ich endlich die passende Konfig bekommen habe, funktionierte alles auf Anhieb alles.
Bei falscher Konfig, einfach die Telefon Hotline anrufen und das Problem wird innerhalb 8 Stunden behoben, allerdings zählt die Nacht nicht dazu. Während ihr wartet, einfach mal ein Apfel essen. Anschließend Restart der FritzBox in Erwägung ziehen.
Danach solltet ihr euch überlegen, wie ihr euer Netzwerk gestalten wollt. Mir fallen dazu 3 Szenarien ein. (Bei mehreren statischen IPv4 Adressen kann man die Szenarien auch kombinieren).
- Ihr möchtet, dass direkt eurer Kabelmodem/Router die statische IP Adresse bekommt, eure Geräte dann in einem privaten Subnet (mit NAT) sind, im Internet dann aber alle über die statische IP-Adresse online sind.
- Ihr wollt weiterhin mit dynamischer Adresse surfen und die statische IP Adresse an einen zusätzlichen Router weitergeben, der dann wiederum ein privates Subnet aufspannt.
- Ihr wollt weiterhin mit dynamischer Adresse surfen und die statische IP Adresse an ein Endgerät weitergeben. Da ist dann kein Router mit NAT zwischen, wodurch die Firewall vom OS oder eine andere Lösung genutzt werden sollte.
Moment, du weißt nicht was eine Firewall ist? Dann ist diese Option nicht für :nein: Überleg noch mal was du willst und wenn du immer noch diese Option im Kopf hast, frag hier im Forum.
Nun müsst ihr die MAC Adresse von dem Netzwerkinterface rausfinden, das die statische IP Adresse bekommen soll.
- Auf der Rückseite der FritzBox ist ein Aufkleber, dieser zeigt zwar eine MAC Adresse, aber nicht die richtige (vermutlich vom WAN Port), ihr müsst von dieser Adresse noch 3 abziehen (Achtung: in Hex rechnen).
Wenn das zu hohe Mathematik ist, dann einfach diese Seite besuchen und anschließend zwischen den Oktetts wieder Doppelpunkte einfügen:
- Vielleicht hat euer eigener Router auch einen Aufkleber mit MAC Adresse oder man kann sie selber auf der Konfigurationsseite festlegen. Am einfachsten ist es, wenn man den Router (WAN Port) an einen LAN Port der Fritzbox anschließt und auf das Webinterface der Fritzbox guckt:
- Die MAC Adresse erhaltet ihr in CMD über ipconfig /all, im Terminal über ifconfig, ansonsten von der Fritzbox bestimmen lassen, wie es drüber bei B beschrieben wird.
Klasse, ihr habe die MAC Adresse gefunden, diese müsst ihr nun Kabel BW mitteilen, dafür besucht ihr diese Seite, meldet euch mit dem Konto ein, dass ihr bei Vertragsschluss als Brief bekommen haben solltet, sichert euch eine IPv4 Adresse und weißt dieser die MAC Adresse zu (Nicht unten auf freigeben drücken, sonst ist die Adresse wieder weg. Es ist kein Speicherbutton
An Hand der MAC Adresse kann Kabel BW dem Gerät dann die IP Adresse zuweisen. Deshalb müsst ihr bei dem Gerät die Einstellung vom Netzwerkinterface auf automatisch beziehen (DHCP) lassen und nicht wie bei Unity Media manuell festlegen.
Damit Kabel BW die MAC Adresse von eurem Gerät überhaupt sieht, darf dazwischen kein Router sein, wodurch noch folgende Einstellungen nötig sind.
- Alles wunderprächtig, spiel ein bisschen Flutter Cow, während ich die anderen Optionen durchspreche.
- Schließe den WAN Port vom zusätzlichen Router (von dem du die MAC Adresse bestimmt hast) an einen freien Port der FritzBox (Kabelmodem/Router). Port 1 wird scheinbar nicht unterstützt, also nehme 2,3 oder 4. Konfiguriere diesen Port als Bridge. Damit fungiert die FritzBox für Geräte an diesem Port nur noch als Modem ohne Router, das Gerät ist dann praktisch direkt bei Kabel BW angeschlossen.
- Genau so wie drüber bei B beschrieben.
Eure statische IPv4 Adresse ist jetzt eurem Wunschgerät zugeordnet. Super. Allerdings könnt ihr (sofern ihr nicht die letzte Option gewählt habt) euren Server immer noch nicht von außen erreichen.
Nun kommt das Portforwarding (Weiterleiten) ins Spiel. Bei Option A müsst ihr das bei der FritzBox machen, bei Option B an dem Router, der die statische IP Adresse hat.
Dies sieht bei jedem Router anders aus, im Prinzip geht es darum, Verbindungen, die mit einem bestimmten Port (hängt von eurer Anwendung ab z.B. ist Port 21 der Standard für FTP) an die Tür von euren Router klopfen (der hat ja die statische IP Adresse, so dass dort erstmal alles ankommt) an euren Server oder was auch immer weiterzuleiten.
Unter FritzOS geht dies unter Internet -> Freigaben -> Portfreigaben
Bei meinem Buffalo Router sieht das so aus.
Es wird beispielsweise Port 80 von der Internetadresse an Port 80 von meinem Server weitergeleitet.
Wenn ihr euch keine Zahlen merken könnt, solltet ihr euch noch eine DDNS Adresse von irgendwo besorgen und ihr die statische IPv4 Adresse zuteilen.
Das wäre dann auch alles.
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