Und root server und 3 Pis liegt dann doch etwas über meinem technischen Level befürchte ich...
Oder bedeutet root server, dass mindestens eine Komponente im IPv4 Internet liegen und ansprechbar sein muss (sprich echter Webserver mit statischer IP etc.)?
Genau das bedeutet es: Ein Server (außerhalb deines Netzwerkes) muss echten IPv4-Zugriff haben.
Immer wieder wird in diesem Zusammenhang die Firma "feste-ip" genannt, die genau das als Service anbietet: Die betreiben einen Server im Internet und leiten dann eingehende Verbindungen an einen IPv6-Server (sprich: einen DS-Lite-Anschluss) weiter.
Wenn ich es richtig verstehe, kann man dort auch die benötigte Hardware (Raspberry Pi) mieten oder auch kaufen. Leider ist die Preisliste nicht so ganz durchsichtig, aber sofern ich sie richtig verstanden habe, belaufen sich die Kosten dort auf einmalig ca. 120-200 Euro (für den Kauf eines Raspberrys und kostenpflichtigen Support) und ca. 50 Euro pro Jahr.
Ob der Dienst was taugt, kann ich leider nicht sagen, da ich so etwas nicht brauche und entsprechend nicht verwende.
Tut sich bei diesem Port Control Protocol (PCP) eigentlich irgendwas oder ist das von AVM nur so eine Art Ausrede, warum sie nicht mehr bei der Lösung der VPN-Probleme machen?
Die Frage ist, wer was bei der Lösung der VPN-Probleme machen könnte:
AVM könnte das eigene VPN IPv6-tauglich machen. Das tun die aber nicht mit der Begründung, dass nur so wenige Internet-Anschlüsse IPv6 können. Da Stand heute meines Wissens alle neuen privaten Kabelnetz-Anschlüsse in Deutschland DS-Lite bekommen, ist diese Aussage aber Unsinn. Von daher: Ja, es ist eine Ausrede!
Aber selbst wenn das VPN IPv6-tauglich wäre, hättest du ein Problem: Der Rechner und der Internet-Anschluss, von dem aus du auf dein Heimnetzwerk zugreifen willst, müssen ebenfalls IPv6-tauglich sein (z.B. ein anderer DS-Lite-Anschluss). In Deutschland sind nur etwa 30% der privaten Internet-Anschlüsse IPv6-tauglich. Bei gewerblichen Anschlüssen ist es laut bestimmten Statistiken sogar nur eine einstellige Prozentzahl.
UM könnte PCP einführen - was aber wohl wenig nutzen würde: Wenn zwei Kunden, die sich eine IP-Adresse teilen, beide versuchen, das VPN mit PCP einzuschalten, zieht der zweite den Kürzeren. Wenn dein Nachbar das VPN an seiner Box einschaltet, kannst du deines nicht mehr aktivieren.
Wie Conan schon sagt, UM hat keinen Bock darauf, es zu implementieren, der Kunde interessiert ja nicht.
Aus dem oben erwähnten Grund würde ich als Provider auch nicht auf die Idee kommen, PCP einführen zu wollen: Deine Nachbarin, die von Technik keine Ahnung hat, schaltet den VPN-Server versehentlich an, was zur Folge hat, dass du deinen VPN-Server nicht mehr eingeschaltet bekommst...
Das würde nur zu massivem Ärger mit den Kunden führen.