Die einzige echte Einschränkung ist die Erreichbarkeit von außen. Du kannst aus dem Internet nicht mit ipv4 auf Dienste innerhalb deines lokalen Netzes zugreifen, wenn dieses einen dslite Anschluss hat. Wenn du dich von außen mittels vpn auf deine Fritzbox verbinden willst oder Medien-Freigaben nutzen willst, dann geht das nicht. Zusätzlich alle Dienste , die eine Port-Weiterleitung in der Fritzbox zum funktionieren brauchen. Oder kurz gesagt: eingehende ipv4 Verbindungen gehen mit dslite nicht. Dslite ist wie ein großes NAT System, wie du es mit den 192.168.x.y Adressen in deinem lokalen Netz kennst, nur dass das auf sämtliche ipv4 Kunden von Unitymedia ausgedehnt ist, und du auf den Routern, auf denen das läuft, du keine Portweiterleitungen einrichten kannst.
Brauchst du das nicht, ist dslite für dich völlig transparent und problemlos. Du merkst es nicht.
In seltenen Fällen sind wohl manchmal die Routing-/Tunnel-Systeme, die bei UM dafür eingesetzt werden, (AFTR genannt) überlastet. Das äußert sich in erhöhten Latenzen und schlimmstenfalls Verbindungsabbrüchen. Da UM diese Systeme garantiert im Monitoring hat, dürfte so ein Zustand allerdings nicht lange dauern. Ich nehme auch an, dass durchaus einige Berichte, die über Netzwerkprobleme klagen und die den AFTR dafür verantwortlich machen, dies zu Unrecht tun und die Netzwerkprobleme in Wirklichkeit im Netz des Anwenders zu suchen sind. Wobei man Probleme auf dem AFTR natürlich nie ausschließen kann, nur glaube ich sind die eher selten.
Durch die NAT-Funktionalität erscheint es außerdem so, dass du aus Sicht von Servern, die du im Internet benutzt (Webserver, Gaming-Server, Mailserver), öfter mal eine andere IP Adresse hast. Der AFTR wechselt zuweilen die IP Adresse, unter der er im Internet auftritt. Manche Sicherheitsmechanismen auf diesen Servern schlagen dann zu und wollen eine erweiterte Authentifizierung, wenn sie so eine Änderung mitbekommen. Das ist nichts tragisches, aber es ist halt ein wenig umständlich, wenn es vorkommt.
Es gibt auch Vorteile: Gewinnen tust du ein wenig Privatsphäre, weil die IP Adresse, unter der du im Internet sichtbar bist, von vielen Leuten gemeinsam benutzt wird. So kann man nicht einzelne Personen aufgrund der IP Adresse identifizieren. Du bist immer etwas anonymer unterwegs im Haufen mehrerer hundert Leute, die alle mit derselben IP Adresse sichtbar sind.
Für ipv6 Verbindungen gilt das alles nicht - ipv6 läuft stets direkt und nativ. Da kannst du immer von außen mit ipv6 in dein LAN zugreifen, wenn du das freigibst.